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5. Juli 2016

Die Sache mit dem Leben im Ausland: 10 Monate Stockholm

In dem Moment, wo ich diesen Text verfasse, kann ich es selbst kaum glauben: Es ist bereits 10 Monate her, dass ich meine Koffer gepackt habe und nach Stockholm gezogen bin. Fast ein ganzes Jahr und es ist wie im Fluge vergangen. Die ersten zwei Semester sind vorbei und es gab Höhen und Tiefen. Während des Sommers bin ich jetzt Zuhause in Köln, aber ich möchte trotzdem ein Fazit ziehen, was im letzten Jahr so alles passiert ist und einen kleinen Blick auf meine zukünftigen Pläne werfen.

Stockholm im Sommer

10 Monate in Stockholm: Ein Fazit

In meinem ersten Fazit nach 4 Monaten in Stockholm hatte ich ja berichtet, dass ich einen ziemlich schwierigen Start hatte, aufgrund von schlechter Wohnsituation und zu viel Stress. Seit letztem November wohne ich aber in einer internationalen WG, mit einem Inder, einer Ungarin und einer Französin zusammen und fühle mich dort total wohl. Es gibt keinen Streit, die Stimmung ist ausgeglichen und wir verstehen uns alle gut. Mittlerweile ist mein WG-Zimmer auch Dank vieler kleiner Errungenschaften aus meinem Lieblings-Dekogeschäft Lagerhaus richtig gemütlich geworden und fühlt sich einfach wie mein Rückzugsort und Zuhause an.

Leider fing aber auch das zweite Semester zunächst nicht so gut an. Es war immer noch Winter, demnach kalt und dunkel. Zwar waren der Schnee und die Sonnenuntergänge wirklich schön, aber die Dunkelheit machte mir wirklich zu schaffen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie müde das macht! Es gab Stress mit einer Freundin und dann wurde ich auch noch ziemlich krank. Hinzu kam, dass die erste Hälfte des Semesters ziemlich fordernd war und wir einen Entwurf für unsere Masterarbeit, sowie 4 weitere Essays alle bis Mitte März einreichen mussten - ganz abgesehen von meinem Nebenjob, der auch einige Zeit kostete. In meinem gesundheitlichen Zustand zu dieser Zeit unmöglich.

Stockholm im Sommer

Als es dann auf den April zuging, wurde langsam alles besser. Ich war wieder fit, das Wetter besserte sich auch endlich und zudem machte ich mir ein Praktikum bei Schwedens öffentlichen Fernsehsender SVT klar, wo ich knapp zwei Monate lang in der Dokumentations-Redaktion arbeitete. Der spannendste Job, den ich bisher hatte und vor allem so unglaublich viele nette Menschen auf einem Haufen! Wirklich eine super Erfahrung!

Was denke ich also mittlerweile von Schweden? Ich arbeite noch immer an meinem Schwedisch, denn da harpert es noch ziemlich. Aber ich fühle mich mittlerweile so richtig angekommen und es ist Alltag in meinem schwedischen Leben eingekehrt. Ich habe mir einen Freundeskreis aufgebaut, mache Sport und meditiere seit einigen Monaten auch wieder. Ich kann mich wirklich nicht beklagen, mir geht es so gut, wie schon lange nicht mehr und ich bin rundum zufrieden mit meinem Leben in Stockholm.

Källtorpssjön Stockholm

Als das Wetter besser wurde, konnte ich endlich Nutzen von meinem Balkon machen und habe viele Stunden in der Sonne verbracht und gelesen oder habe mit Freunden die Umgebung von Stockholm erkundet. Letztendlich kann ich nur sagen, dass der Sommer (oder den Teil, den ich davon mitbekommen habe) in Stockholm absolut großartig ist! Dafür ist der Winter umso beschissener, kein Witz. Aber zur Zeit liebe ich Stockholm einfach nur und wäre am liebsten gar nicht zurück nach Hause geflogen.
 
Am Anfang habe ich in Köln ein paar Tage lang erstmal einen richtigen Kulturschock gehabt und wäre am liebsten sofort zurück nach Schweden! Aber nach ein paar Tagen war es dann so, als wäre ich gar nicht weg gewesen und gerade genieße ich es, einfach nichts tun zu müssen außer lesen, Artikel schreiben, kochen, Freunde treffen, Filme schauen - alles Dinge, die Spaß machen eben. Während der Ferien geht es für mich außerdem noch in die Schweiz, nach Belgien und in die Niederlande. Und es steht ein Roadtrip durch Schweden an.

Golden Hour Stockholm

Dennoch merke ich mittlerweile, dass ein Auslandssemester noch einmal etwas ganz anderes ist, als zwei Jahre lang in einem anderen Land zu leben. Oder vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich schon in so vielen verschiedenen Ländern gelebt habe. Aber manchmal fühle ich mich ein bisschen "entwurzelt". Jedes Mal wenn ich nach Deutschland komme, hat sich etwas verändert, ohne dass ich es bemerkt habe. Briefmarken kosten mittlerweile schon 70 Cent (Was zur Hölle?!), habe ich gelernt, als ich bei der Post war - "Schon seit einem halben Jahr." Oh, oops... Und nein, der dm hat samstags auch nicht bis 20 Uhr auf, wie ich dachte, sondern nur bis 18 Uhr. Auf meine Nachfrage, wann die Öffnungszeiten geändert wurden, sagt man mir "Wir haben nur zur Weihnachtszeit bis 20 Uhr auf." Oohh...

Wie geht es also weiter? Erstmal genieße ich noch etwas deutsche Luft, aber ich freue mich schon darauf, wenn es im August für mich zurück nach Hause geht! Dann wird endlich Schweden erkundet bevor im September die Uni wieder anfängt. Und mal schauen, was ich in einem halben Jahr zu berichten habe ;)

Sonnenuntergang am Järlasjön Stockholm
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30. Januar 2016

Der Kampf gegen den Winterblues: 8 Tipps gegen das Stimmungstief

Es ist kalt, es regnet und schneit und manchmal sieht man tagelang nicht die Sonne. Stattdessen bringt der Blick aus dem Fenster nasse Straßen, matschiges Laub und einen eisgrauen Himmel zum Vorschein. Wir alle kennen wohl diese tristen Winter, die einem total die Laune vermiesen. Doch neben schlechter Laune kann die kalte Jahreszeit bei einigen Menschen auch etwas tiefere Spuren hinterlassen. Jedes Jahr plagen sie sich von Neuem mit Müdigkeit, Kraftlosigkeit und Niedergeschlagenheit herum. Im umgangssprachlichen Sinne auch Winterblues genannt, kann einem der Winter aber manchmal so sehr aufs Gemüt schlagen, dass daraus eine Winterdepression entsteht. Der Grund dafür ist ein Ungleichgewicht unserer Hormone. Die verkürzten Tageslichtphasen sowie die verminderte Lichtintensität im Winter führen zum Lichtmangel.  Normalerweise wird tagsüber das Hormon Serotonin produziert, dass uns unter anderem wach hält. Sobald es dunkel wird, schüttet der Körper vermehrt Melatonin aus, welches das Einschlafen fördert. Wie ihr euch bereits denken könnt, wird es im Winter früher dunkel, es gibt demnach weniger Tageslichtstunden. Aus diesem Grund wird bereits tagsüber Melatonin produziert und wir werden dementsprechend müde und schlapp.

Tipps gegen den Winterblues

Ich kann nicht bestreiten, dass der Winter auch bei mir manchmal für Müdigkeit und schlechte Stimmung sorgt, aber ich bin normalerweise niemand, der an Winterdepressionen leidet. Denn zwischen einer Verstimmung und einer Depression liegen meilenweite Unterschiede. Wie ich also auf das Thema komme? Während die Leute in Deutschland bereits darüber klagen, dass es so früh dunkel wird, ist das mit dem Tageslicht in den nordischen Ländern nochmal ein ganz anderes Kaliber. Als ich mein Auslandssemester in Reykjavík gemacht habe, war es im Dezember nur vier Stunden am Tag hell und ich hatte kein großes Problem damit. Klar, irgendwie wird man dadurch schon müde und faul, hängt lieber mit einer Tasse Kakao im Bett herum und schaut sich Serien an. Aber ich könnte nicht behaupten, dass mich das Wetter deprimiert hätte.

Hier in Stockholm hatten wir im Dezember etwa sechs Stunden Tageslicht, die Sonne ging um etwa 9 Uhr auf und gegen 15 Uhr war es dann wieder relativ dunkel. Ein Freund aus der Schweiz fragte mich letztens ganz verständnislos, ob das denn so ein großer Unterschied zu Deutschland sei und ob das mit dem Licht wirklich so schlimm sei. JA, ist es! Ich weiß selbst nicht wieso, vielleicht weil ich diesmal wusste, dass ich nach Weihnachten wieder zurück hierher komme, aber der Winter hat mich dann doch ziemlich erwischt und ich habe die Auswirkungen des Lichtmangels schon deutlich gespürt.

Allerdings habe ich mein Bestes getan, um dem Stimmungstief entgegenzuwirken. Da der ein oder andere von euch vielleicht auch so seine Probleme mit der kalten Jahreszeit hat, habe ich hier meine 8 hilfreichsten Tipps für euch zusammengestellt, um dem Winterblues den Kampf anzusagen!

Winter auf Skeppsholmen, Stockholm

1) Spaziergänge im Tageslicht
Draußen ist es kalt und das Bett ist so gemütlich warm. Ja, der Schweinehund ist im Winter nicht so leicht zu überwinden. Und doch, Rausgehen an die frische Luft, um Sonne oder zumindest Tageslicht zu tanken, ist die vermutlich beste Methode, um dem Lichtmangel entgegenzuwirken. Wenn möglich also jeden Tag zumindest für einen kurzen Winterspaziergang rausgehen und ein bisschen frische Luft schnappen. Besonders viel Spaß macht das natürlich, wenn draußen Schnee liegt. Aber mir hilft es meistens schon meine Kamera mitzunehmen und draußen fotografieren zu gehen. Die Bewegung tut zusätzlich gut und meist fühlt man sich danach viel besser und vor allem wacher als vorher!

2) Sportliche Aktivitäten
Das Bewegung und Sport für ein besseres Wohlbefinden sorgen, sollte wohl kein Geheimnis mehr sein. Aber vor allem in der dunklen Jahreszeit kann ein wenig körperliche Betätigung Wunder wirken. Ob ihr nun Zuhause Yoga macht, im Fitnessstudio trainiert oder draußen joggen geht - Sport macht glücklich! Also rafft euch ein paar Mal pro Woche auf und tut eurem Körper und eurer Psyche etwas Gutes.

Sport gegen den Winterblues
 
3) Zeit mit Freunden verbringen
Vor allem im Winter, wenn man schlapp und antriebslos wird, sollte man sich regelmäßig dazu zwingen, trotzdem vor die Tür zu gehen. Und wie könnte man diese Zeit besser verbringen als mit Freunden. Gesellige Treffen im Café, gemeinsame Spaziergänge an der frischen Luft oder Kochabende hellen meine Stimmung auf jeden Fall immer auf.

4) Die Wohnungseinrichtung verändern
Unser Umfeld beeinflusst unsere Stimmung und vor allem unser Zuhause ist der Ort an dem wir uns abends und am Wochenende Ruhe gönnen können. Bereits mit kleinen Veränderungen kann man in seiner Wohnung positive Anreize schaffen, die sich positiv auf die Laune auswirken. Wer schreibt einem schließlich vor, dass die komplette Deko "Winter" schreien muss? Farbenfrohe Bettwäsche, bunte Deko und frische Blumen bringen etwas Sonnenschein in die grauen Tage. Und auch Duftkerzen oder -öle können unser Wohlbefinden steigern.

Duftkerzen gegen den Winterblues
 
5) Sich Entspannung gönnen
Wenn es draußen bereits dunkel wird, sollte man trotzdem versuchen, sich die Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Gönnt euch regelmäßig ein wenig Entspannung! Geht in die Sauna oder zur Massage oder nehmt Zuhause ein Bad. Vor allem wenn man völlig durchgefroren von draußen rein kommt, bringt das den Kreislauf schnell wieder in Schwung.

6) Künstliches Tageslicht tanken
Manchmal braucht man einfach Licht und da hilft es auch nicht, die Festtagsbeleuchtung in der Wohnung einzuschalten. In diesem Fall kann es helfen, sich mit künstlichem Tageslicht zu bestrahlen. Das kann man entweder beim Arzt mittels Lichttherapie tun oder indem man sich eine Tageslichtlampe zulegt. Der Besuch im Solarium bringt in diesem Fall nichts, da zum Stoppen der Melatoninausschüttung nur die optische Strahlung zählt, die wir über unsere Netzhaut aufnehmen. Gute Tageslichtlampen sollten eine Lichtstärke von etwa 10.000 Lux haben und man bekommt sie mittlerweile schon ab Preisen von etwa 50 Euro. Aufgrund der vielen dunklen Stunden in Stockholm, habe ich selbst das Experiment gewagt und mir eine solche Lampe zugelegt. Diese steht auf meinem Schreibtisch und mir tut es auf jeden Fall gut, sie einzuschalten während ich nebenher anderes erledige.

Tageslichtlampe gegen den Winterblues

7) Präperate gegen das Stimmungstief
Manchmal hilft alles nichts und es kann Sinn machen, sich durch entsprechende Präperate ein wenig Unterstützung zu holen. Gegen depressive Verstimmungen hilft zum Beispiel die Heilpflanze Johanniskraut, da sie sowohl die Stimmung aufhellt als auch die Lichtempfindlichkeit unserer Haut erhöht. Aber Vorsicht, trotz dass es sich um einen pflanzlichen Wirkstoff handelt, kann Johanniskraut die Wirkung anderer Medikamente einschränken, also vorher besser mit dem Arzt sprechen. Manchmal kann der Winter und das fehlende Licht auf unserer Haut auch zu einem Vitamin D-Mangel führen. Es kann also helfen, das beim Arzt überprüfen zu lassen, denn zu wenig Vitamin D kann ebenfalls für schlechte Stimmung sorgen. So ein Mangel lässt sich dann ganz leicht durch die Einnahme von Vitamin D-Tabletten wieder ausgleichen.

8) Zeit für sich selbst nehmen
Im Winter hat man oft weniger Lust vor die Tür zu gehen als im Sommer. Aber sich Zuhause etwas Ruhe zu gönnen und sich Zeit für sich selbst zu nehmen, muss nichts Schlechtes sein. Vor allem durch den täglichen Stress fühlen wir uns häufig erschöpft. Ich nehme mir deshalb bewusst Zeit für mich selbst, um meine Energiereserven wieder aufzufüllen. Erlaubt ist alles, was euch Spaß macht und wobei ihr entspannen könnt. Ich genieße besonders einen gemütlichen Abend auf dem Sofa oder im Bett mit einer Tasse Tee, einem guten Film oder einer Serie und - Schokolade. Okay, die ist in den meisten Fällen im Übermaß nicht gut für die Figur, aber siehe Punkt 2 ;)


Noch ein Hinweis zum Schluss, was ihr unbedingt vermeiden solltet, zu tun, da das die Symptomatik noch verstärkt. Kommt nicht aus eurer Routine heraus, ein strukturierter Alltag ist wichtig! Legt euch nicht tagsüber ins Bett auch wenn ihr müde seid, denn das bringt euch noch mehr aus dem Rhythmus. Und vor allem verzichtet auf den übermäßigen Verzehr von Alkohol. Der hebt zwar für den Moment die Stimmung, doch insgesamt geht es einem dadurch schlechter :)

Und was sind eure Tipps gegen den Winterblues?
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22. Dezember 2015

Zurück in meiner Komfortzone: Vier Monate Stockholm

Fast jeder hat sicherlich schonmal eine dieser Grafiken gesehen, die im Internet kursieren: "Life begins at the end of your comfort zone". Und da scheint etwas dran zu sein! Mittlerweile bin ich seit vier Monaten in Stockholm und habe mir dort mein Leben aufgebaut. Doch ich weiß noch ganz genau, wie schwer mir die Entscheidung gefallen ist, ob ich den Studienplatz in Stockholm annehmen soll oder nicht. Und fragt mich bitte erst gar nicht, wie ich mich am 23. August gefühlt habe als ich am Flughafen Köln/Bonn ins Flugzeug steigen sollte. Ich war so nervös, wie vermutlich noch nie in meinem Leben. Am liebsten hätte ich die ganze Aktion abgeblasen und wäre gemütlich zurück nach Hause gefahren! Zwei Jahre in einem anderen Land leben und studieren, in dem ich noch nie war und dessen Sprache ich nicht mal richtig spreche? Wann bin ich denn auf diese Schnapsidee gekommen?!

Wie ihr sehen könnt, habe ich es dann aber doch durchgezogen. Gut, die Schnapsidee hat sich im Nachhinein dann auch eher als riesige Chance und geniale Erfahrung herausgestellt. Aber den ersten Schritt erstmal zu tun, kostet einen manchmal große Überwindung. Und auch jetzt bekomme ich oft von anderen Dinge wie "Voll mutig von dir! Ich würde mich sowas niemals trauen." oder "Du machst mich richtig neidisch, ich wünschte ich könnte sowas auch machen!" zu hören. Wenn ich dann daran denke, wie ich vorher selbst an mir gezweifelt habe, macht es mich schon etwas stolz, was ich erreicht habe.


Vier Monate in Stockholm: Ein erstes Fazit

Ich bereue es nicht im Geringsten, nach Schweden gezogen zu sein. Mein Studiengang gefällt mir richtig gut, meine Kommilitonen sind cool, die Stadt ist super, meine WG ist wirklich schön und ich habe tolle Leute kennengelernt. Bereits jetzt habe ich so viel erreicht, erlebt und über mich selbst gelernt. Ich fühle mich mittlerweile in Stockholm Zuhause.

Doch so toll das jetzt alles klingt: Einfach war es nicht. Weder den ersten Schritt zu wagen und nach Stockholm zu ziehen, noch die Zeit der Einfindung. Ich fand mich plötzlich in einem völlig fremden Land wieder und auch wenn sich Deutschland und Schweden nicht dramatisch unterscheiden, so ist es doch eine unbekannte Stadt und eine fremde Kultur. Es braucht Zeit, bis man die Menschen versteht, man findet sich erst nach und nach in der Stadt zurecht und der Weg zur Uni wird langsam zur Routine. Man wird sozusagen ins kalte Wasser geschmissen (beziehungsweise beschließt, selbst hineinzuspringen), man lässt sein gewohntes Umfeld zurück. Plötzlich ist man ein Ausländer, fremd im Land und muss sich an die ganzen Veränderungen bestmöglich anpassen.

Um sich in einer neuen Umgebung sicher zu fühlen, braucht man ein schönes Zuhause. Und das, hatte ich leider nicht. Auf den ersten Blick hatte ich es eigentlich ganz gut getroffen: Zimmer direkt im Zentrum, super Lage, wunderschöner Altbau, guter Preis. Der Haken: Unverschämte, respektlose, unsensible, psychopathische, 59-jährige Esoterik-Mitbewohnerin, die zeitgleich die Vermieterin war. Lasst euch sagen, es ist kein schönes Gefühl mit jemanden zusammenzuwohnen, der permanent versucht, euch ein schlechtes Gefühl zu geben, um ohne Rücksicht auf Verluste, seine eigenen Ziele zu verfolgen. Jemanden, der euch als schlechte Person hinstellt oder euch die Schuld für Dinge in die Schuhe schieben möchte, von denen ihr nicht mal etwas wusstet. Falls ihr euch schonmal mit dem Thema Psychopathie beschäftigt habt, werdet ihr vielleicht wissen, dass Diskussionen das Problem nicht lösen. Für einige Tage oder Wochen mag das in Ordnung sein. Aber irgendwann kam der Punkt, wo es mir einfach zu viel wurde. Ich konnte nicht mehr richtig schlafen und hatte abends keine Lust mehr nach Hause zu gehen. Gleichzeitig der Stress an der Uni und mit meinem Nebenjob. Und dann kamen irgendwann der Winter und die Dunkelheit. Zum Glück habe ich nach drei Monaten Suche endlich ein Zimmer in einer richtigen WG mit netten, gleichaltrigen Mitbewohnern gefunden, wo ich mich Zuhause fühlen kann.

Doch die letzten vier Monate waren trotzdem extrem kräftezehrend. Seit Donnerstag bin ich zurück in Deutschland und bleibe hier bis das neue Semester im Januar anfängt. Ich bin zurück in meiner Komfortzone. Stockholm war absolut großartig und doch bin ich gerade so froh wie noch nie, wieder Zuhause zu sein. Die letzten Nächte waren die ersten, die ich seit Wochen wieder durchgeschlafen habe. Und ich genieße es einfach, dass ich weiß und verstehe, wie die Menschen um mich herum ticken. Dass es erst um 17 Uhr dunkel wird, statt um 15 Uhr. Dass ich allein in der Wohnung sein kann, ohne mir um psychopathische Hippie-Omas Gedanken zu machen. Ich kann endlich mal durchatmen und neue Energie tanken. Gerade liebe ich meine Komfortzone.


Was ist die "Komfortzone"? 

Unsere Komfortzone ist unsere Wohlfühlzone. Ein Ort oder der Teil von unserem Leben, in dem wir uns entspannt und sicher fühlen. Das heißt unser alltägliches Leben mit seinen vertrauten Gewohnheiten, Ritualen und Routinen. In unserer Komfortzone haben wir es bequem und wir arrangieren uns mit ihren Umständen (selbst, wenn wir vielleicht gar nicht damit glücklich sind).

Doch manchmal kommen wir an einen Punkt in unserem Leben an, wo wir vor einer Herausforderung stehen. Diese Grenze zu überschreiten, macht uns Angst, es lässt uns zweifeln und unsicher werden. Es kostet uns Überwindung und Anstrengung - es ist definitiv nicht mehr bequem. An diesem Punkt verlassen wir unsere Komfortzone und betreten die Lernzone. Gehen wir noch einen Schritt weiter und die Unbequemlichkeit wird unerträglich, haben wir bereits die Panikzone erreicht.

Aus Bequemlichkeit bleiben viele Menschen möglichst innerhalb ihrer Komfortzone. Die Angst vor dem Unbekannten ist tief in uns verwurzelt, doch unsere Komfortzone ist zur selben Zeit auch wie ein Käfig aus unseren Gewohnheiten, der uns in unserem Leben beschränkt. Doch das Überschreiten unserer Grenzen und das Verlassen unserer Komfortzone sollte ein Bestandteil unseres Lebens sein. Deine Komfortzone ist sozusagen dein Ausgangspunkt, dein sicherer Ort an dem du nicht bleiben solltest, sondern zu dem du immer wieder zurückkehren kannst - nach jedem anstrengenden Abenteuer, das du draußen in der Wildnis des Lebens erlebt hast. 

Warum sollte man seine Komfortzone verlassen?

Die Überwindung, seine Komfortzone zu verlassen, kann manchmal ganz schön groß sein. Doch so angsteinflößend diese Herausforderung zunächst erscheinen mag, umso schöner ist dafür das, was wir dafür bekommen:
  • persönliche Weiterentwicklung
  • Ängste überwinden lernen
  • Selbstverwirklichung 
  • neue Dinge lernen
  • sich selbst besser kennenlernen
  • seinen Horizont erweitern und Neues entdecken
  • stolz auf das sein, was man erreicht hat
  • Ziele erreichen und Träume verwirklichen
  • zufriedener mit sich sein
Wann sollte man in seine Komfortzone zurückkehren? 

Ich bin ganz ehrlich: Ich bin manchmal ein ganz schöner Angsthase. Und doch zwinge ich mich immer wieder dazu, meine Grenzen mal zu überschreiten. Weil ich weiß, dass es mir gut tut und ich an der Herausforderung wachse. Doch ebenso, sollte man einsehen, wann man beginnt, in die Panikzone überzutreten. Und das war bei mir während der letzten Wochen in Stockholm einfach der Fall. Zu viel Stress, zu viel Arbeit, zu viel Psychoterror, zu wenig Ruhe, zu wenig Licht und zu wenig Zeit für mich. Die Lernzone war voll ausgereizt, meine Energie aufgebraucht und ich war völlig überfordert. Manchmal wird es einfach Zeit, in die Komfortzone zurückzukehren, um sich wieder sicher zu fühlen und seine Batterien aufzuladen. Brecht aus eurer Komfortzone aus, aber Schritt für Schritt. Überfordert euch nicht, hört auf euren Körper! Und so geht es für mich dann im Januar hoffentlich auch wieder voller neuer Energie zurück nach Stockholm. Ich halte euch auf dem Laufenden :)
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30. Juli 2015

Warum es hier so still geworden ist

Dem ein oder anderen wird es vielleicht aufgefallen sein: Es ist ziemlich ruhig auf diesem Blog geworden. Während es normalerweise um die zehn Artikel im Monat zu lesen gab, sind es bereits im letzten Jahr um einiges weniger geworden und dieses Jahr hat die Veröffentlichungsfrequenz dann wohl endgültig ihren Tiefpunkt erreicht. Dafür gibt es gute Gründe und die wollte ich heute kurz erklären, da es da draußen so viele Leser gibt, die mich in der Vergangenheit mit ihren Kommentaren erfreut haben.


Zu allererst: Nein, ich möchte das Bloggen nicht an den Nagel hängen! Aber diverse Umstände haben es mir in den letzten Monaten ziemlich schwer gemacht, regelmäßig Artikel zu schreiben. Im letzten Herbst habe ich mein Bachelorstudium beendet und seitdem arbeite ich, um die Zeit bis zum Beginn meines Masterstudiums dieses Jahr zu überbrücken. Da bleibt unter der Woche einfach weniger Freizeit, um sich mit dem Bloggen zu beschäftigen. Des Weiteren steht für mich bald eine große Veränderung an, die ziemlich viel Organisation und Aufwand mit sich bringt. Und all diese Dinge müssen natürlich erledigt werden und da kommt mein Blog in letzter Zeit einfach zu kurz, weil ich andere Prioritäten setzen muss. Bald kann ich euch hoffentlich mehr dazu verraten, aber ich kann schonmal sagen: es wird wirklich aufregend für mich! :) Leider war ich in den letzten Wochen auch ziemlich krank und deshalb öfters ausgeknockt. Doch ich hoffe, dass jetzt langsam alles in die richtigen Bahnen findet und ich in den nächsten Monaten auch wieder mehr Zeit zum Bloggen haben werde. Denn eins steht fest: Es macht mir noch immer Spaß und die Ideen gehen mir auch noch nicht aus - es war schlichtweg ein Zeitproblem.

In der Zukunft gibt es deshalb weiterhin Reiseberichte, denn es stehen unter anderem noch einige Artikel zu den Niederlanden und der Schweiz aus (diejenigen, die mir auf Instagram folgen, haben vielleicht mitbekommen, dass ich dort war). Und da es für mich bald wieder ins Ausland geht, wird es auch dazu wieder einiges zu lesen geben. Bis dahin: Drückt mir die Daumen, dass ich alles organisiert bekomme! ;)
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9. November 2014

Tipps: Wie lerne ich am besten eine neue Sprache

Eines Tages bekam ich von einer Leserin die Frage gestellt, ob ich ihr einen Rat geben könnte, wie man am besten eine neue Sprache lernt. Ich selber habe jahrelang Englisch und Französisch in der Schule gelernt und außerdem zwischendurch auch etwas Chinesisch. Doch erst als ich 2012 mein Auslandssemester in Island verbracht habe, kam es dazu, dass ich wieder angefangen habe eine neue Sprache zu lernen. Isländisch ist unglaublich schwierig, sodass ich ein Jahr später angefangen habe Schwedisch zu lernen, was deutlich einfacher ist.
Doch wie lernt man eine neue Sprache am besten? Ein Geheimrezept gibt es meiner Meinung nach nicht, da jeder anders lernt und auf verschiedene Methoden anspricht. Dennoch denke ich, dass es einige Tipps gibt, die dabei helfen eine neue Sprache möglichst effektiv und gut zu lernen. Natürlich beruhen diese nur auf meiner eigenen Erfahrung, trotzdem möchte ich sie heute mit euch teilen!


Kontinuierliches Lernen und Regelmäßiges Wiederholen
Genau das sagt wohl auch jeder Sprachlehrer, aber (leider) entspricht das wohl auch der Wahrheit. Vor allem wenn man gerade anfängt eine Sprache zu lernen, ist es wichtig von Anfang an am Ball zu bleiben. Das heißt im Klartext: sich feste Zeiten setzen, wann man den Stoff wiederholt und regelmäßig Vokabeln und Grammatik lernen. Damit ist der erste Schritt getan, um sich schnell ein fundiertes Grundwissen anzueignen.

Selbstständige Beschäftigung mit der Sprache
Ich habe festgestellt, dass es wirklich hilft nicht nur den Stoff aus dem Sprachunterricht zu wiederholen, sondern sich auch während des Alltags möglichst oft mit der Sprache zu konfrontieren, sobald man ein gewisses Sprachniveau erreicht hat. Das heißt Bücher oder Texte in der Fremdsprache zu lesen, Filme oder Serien (möglicherweise mit Untertiteln) zu schauen oder nebenher einen Radiosender aus dem Land zu hören. Ich mache Letzteres oft über das Internet, denn dort kann man verschiedene Sender aus allen möglichen Ländern finden. Dabei trainiert man nicht nur sein Hörverständnis, sondern bekommt auch ein ganz gutes Gefühl für die Sprache und bekommt nebenher noch mit, welche Musik die Menschen dort hören.

Anwendung der Sprache
Oft entsteht das Problem, dass man eine Sprache schon recht gut verstehen kann, aber einem die praktische Anwendung fehlt. Dabei lernt man eine Sprache, um sie später auch sprechen zu können! Um seine Kenntnisse in Alltagssituationen anwenden zu können, empfehle ich daher, euch Brieffreunde oder Sprachpartner zu suchen (möglichst Muttersprachler!) mit denen ihr die Sprache üben könnt. Es hilft ungemein, wenn man öfters mit jemandem in der entsprechenden Sprache schreibt oder sogar spricht. Denn nur so geht einem die Sprache irgendwann immer leichter von der Hand.

Perfektionierung der Sprache
Alles was ich bis hierhin beschrieben habe, ist wichtig zum Erlernen einer Sprache, aber so richtig lernt man eine Sprache erst, wenn man komplett in sie eintaucht. Und das geht nur in einem Land, wo diese Sprache gesprochen wird. Wenn ihr die Möglichkeit habt, geht auf jeden Fall für einige Zeit ins Ausland, um dort zu leben und die Sprache zu lernen. Ihr werdet bereits nach kurzer Zeit merken, dass ihr schnelle Fortschritte macht. Euer Hörverständnis verbessert sich durch eure tägliche Beschäftigung mit der Sprache ungemein und auch euer Wortschatz wird sich schnell erweitern, einfach weil ihr überall mit neuen Wörtern konfonriert werdet - egal ob auf der Straße oder im Supermarkt. Zu guter Letzt lernt ihr nur im Ausland richtig zu sprechen, da ihr es mit Muttersprachlern zu tun habt und nicht wie im Unterricht 5 Minuten Zeit habt, um über einen Satz nachzudenken. Am Anfang mag einem das noch schwer fallen, aber irgendwann macht man schnell Fortschritte und kann die Sprache dann auch fließend sprechen.

Nicht aufgeben!
Am Anfang macht man meist noch schneller Fortschritte, da die Grammatik noch einfacher ist. Später hingegen hat man das Gefühl, dass es immer schleppeneder vorwärts geht. Aber es ist wichtig sich immer wieder selbst zu motivieren. Es ist ganz normal mal einen Durchhänger zu haben, aber wer weitermacht, wird auch irgendwann wieder Erfolgserlebnisse haben!


Was sind eure Tipps zum Lernen einer Sprache? Und welche Sprachen sprecht ihr selbst?
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13. Februar 2014

Eine Stunde mit einem Fremden

Es ist Samstag, der 1. Februar, etwa 15:47 im Hauptbahnhof Köln. Donnernd fährt der Zug auf dem Gleis über mir ein. Ich sitze auf einer Bank, esse die letzten Bissen meines verspäteten Mittagessens und beobachte die vorbeihastenden Menschen. Einfach irgendwo sitzen und zuschauen, was in der Umgebung passiert, fand ich schon immer spannend. Vor allem am Hauptbahnhof treffen die verrücktesten Menschen aufeinander: Ein Mann im Frauenkostüm, ein in schwarz gekleideter Typ, der eine Klopapierrolle an seinem Gürtel befestigt hat oder ein aufgetakeltes Mädchen, das sich am Handy lautstark über ihre Praktikantenstelle auslässt. Aber in Köln überrascht mich eigentlich gar nichts mehr.

"Entschuldigung, ist hier noch frei?", fragt ein alter Mann mit Gehstock und deutet auf den freien Platz neben mir.
"Ja, aber sicher.", antworte ich. Er setzt er sich umständlich hin, stützt die Hände auf seinen Gehstock und schaut den vorbeigehenden Menschen nach. Eine Weile sitzen wir schweigend da bis sein Handy anfängt zu klingeln. Schwerfällig kramt er es aus seiner Jackentasche.
"Hallo? Ja, ich will halt auch mal raus, ich bin unterwegs. Ich bin in einer Stunde wieder Zuhause. Ja, bis später." Ich muss ein wenig schmunzeln.


"Die Kinder. Machen sich immer direkt Sorgen nur weil mein Auto mal nicht vor meiner Wohnung steht.", sagt der alte Mann und lacht ein wenig.
"Naja, immerhin zeigt das, dass sie sich für Sie interessieren. Wäre ja auch traurig, wenn sie sich gar nicht um sie kümmern würden.", sage ich vorsichtig.
"Das stimmt auch wieder. Aber mein Sohn kann ja auch nicht ständig zu mir kommen. Er und seine Frau müssen auch viel arbeiten und sich um die kleinen Kinder kümmern. Es ist nicht schön die ganze Zeit alleine zu sein. Ich versuche zwar irgendwie den Tag rumzukriegen, aber man kann ja auch nicht die ganze Zeit lesen, fernsehen oder spazieren gehen. Manchmal wenn mir mal wieder die Decke auf den Kopf zu fallen droht, steige ich einfach ins Auto, fahre hierher und setze mich eine Stunde lang in den Hauptbahnhof. Hier bekommt man viel zu sehen. Manchmal gehe ich auch ein Bier trinken, aber dann wird es schwierig mit dem Autofahren.", er lacht erneut.
"Das kann ich mir vorstellen. Solange Sie noch fit genug sind, sollten Sie das auf jeden Fall auch noch tun."
"Ja, zur Zeit geht es mir zum Glück noch gut. Aber man weiß nie, wie lange man noch alleine zurecht kommt."
 
"Ja, meine Opa hat immer gesagt, dass es nicht schön ist alt zu sein."
"Oh ja. Früher habe ich wirklich immer gedacht, es wäre schön alt zu sein. Das dachte ich wirklich. Aber dann weiß man gar nicht, was man mit der ganzen Zeit anfangen soll. Man ist ja auch nicht mehr so fit wie früher. Und dann kommt das Alleinsein noch dazu. Meine Frau ist vor sechs Jahren gestorben und seitdem wohne ich alleine. Schon der Umzug in eine andere Wohnung war damals wirklich schwer für mich. Meine Frau war meine ganz große Liebe. Damit muss man erstmal klarkommen, plötzlich ohne den anderen zu leben."
"Oh das tut mir leid. Waren sie lange verheiratet?"
"Über 50 Jahre. Für mich war es bereits meine dritte Ehe und für meine Frau die zweite. Aber als ich meine Frau kennengelernt habe, stand ich in Flammen – und sie auch! Es war die ganz große Liebe, das haben wir beide gespürt. Wir haben uns einfach in allem perfekt ergänzt. Ich bereue es nicht vorher schonmal verheiratet gewesen zu sein. Da lief es einfach nicht so gut, aber solche Erfahrungen muss man auch machen im Leben. Erst dann weiß man sein Glück wirklich zu schätzen. Die meisten sprechen so schnell davon verliebt zu sein oder jemanden zu lieben. Meistens ist das keine wahre Liebe! Wenn sich beide wirklich lieben und alles zusammen durchstehen, ist es etwas Besonderes. Meine Frau war die einzige, die mein Herz wirklich berührt hat."

Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, weil ich wirklich gerührt bin. Ich kann mir vermutlich nicht mal vorstellen, wie es sich anfühlen muss, die Person zu verlieren, die man am meisten liebt und mit der man den Großteil seines Lebens verbracht hat. Aber ich muss auch gar nicht viel sagen, der alte Mann scheint einfach erleichtert zu sein, dass ihm jemand zuhört.

"Als meine Frau tot war, habe ich die ersten paar Jahre einfach versucht alleine weiterzumachen. Ich habe gar nicht bemerkt, wie alleine ich eigentlich bin. Der Mensch ist nicht dafür gemacht alleine zu sein. Aber sich jemand anderen suchen? Unsere Haushälterin arbeitet schon seit Jahrzehnten für uns. Früher hat sie nur bei uns geputzt, mittlerweile hilft sie mir auch bei der Wäsche und weiß, in welche Schublade meine Socken kommen. Das wusste sonst nur meine Frau! Das war ein schreckliches Gefühl, dass jemand meine Frau ersetzen könnte. Können Sie sich vorstellen, wie sich das angefühlt hat?"
"Ich kann mir sehr gut vorstellen, was Sie meinen. Aber Ihre Frau hätte sicherlich nicht gewollt, dass Sie für immer alleine sind, sondern dass Sie wieder glücklich werden können."
"Ja, ich weiß ganz genau, dass das sogar das Erste gewesen wäre, was meine Frau mir nach ihrem Tod geraten hätte. Aber die Vorstellung ist eben nicht leicht, wenn man so lange mit jemandem verheiratet war, will man nicht einfach jemand anderen."
"Haben Sie und ihre Frau sich denn die ganze Zeit so gut verstanden, wie am Anfang?"
"Oh nein, wir hatten auch mal Streit. Aber es ist einfach wichtig, solche Dinge miteinander zu klären. Wenn man mit einem anderen Menschen zusammenbleiben möchte, muss man über alles reden, damit der andere Bescheid weiß. Es gab auch mal eine Zeit, da waren wir beide etwas unsicher. Aber man muss auch mal einen Schritt auf den anderen zumachen und als wir darüber gesprochen haben, stellten wir schließlich fest, dass wir beide letztendlich das Gleiche wollten. Also fuhr meine Frau einfach mal zwei Wochen ohne mich in Skiurlaub und ich hatte Zeit für mich Zuhause. Wir wussten beide genau Bescheid, was das bedeutete, aber es ist wichtig einander auch mal die Freiheiten zu geben, die man braucht. Man kann nicht über 50 Jahre mit derselben Person zusammen sein und erwarten, dass man sich niemals eingeengt fühlt, falls man sich nicht den nötigen Freiraum einräumt. Also fuhr meine Frau einfach alleine in Urlaub wenn ihr manchmal danach war. Und wir hatten eine wirklich glückliche Ehe, sie war die Liebe meines Lebens. Ich hätte mit niemand anderem zusammen sein wollen."

Aus einem Gespräch, das zunächst noch vorsichtig verläuft und bei dem wir uns nur hin und wieder einen Blick zuwerfen, wird eine interessante Unterhaltung mit einem Fremden. Der alte Mann erzählt mir von seinem Alltag, vom Alleinsein und von seiner Angst alt zu werden und nicht mehr für sich selbst sorgen zu können. Er spricht von der modernen Technik, vom Krieg, seinen Ehen und von der Liebe. Und er verrät mir einige Anekdoten aus seinem Leben: Beispielsweise, wie seine Kinder eine Katze für ihn gekauft haben, damit er nicht so alleine ist.
"Sobald mein Sohn die Katze aus dem Transportkorb gelassen hat, ist sie sofort durch die Katzenklappe nach draußen gelaufen und verschwunden. Ich habe sie nie wieder gesehen. Offensichtlich mochte sie mich nicht besonders. Jetzt will ich keine Katze mehr." Ich kann nicht anders, als mit ihm zu lachen.

Auch ich erzähle ihm ein bisschen von meinem Leben. Ich finde es immer faszinierend, welche Ratschläge einem ältere Menschen geben können, immerhin haben sie so viel mehr Lebenserfahrung. Und der alte Mann ist nicht nur ausgesprochen klug und weise, sondern hat auch noch Humor. Ich bin selbst überrascht, dass ich gerade ein so persönliches Gespräch mit einem völlig Fremden führe, aber vielleicht funktioniert es gerade so gut, weil wir uns nicht kennen.

"So ich werde mich langsam mal wieder auf den Weg machen.", sagt der alte Mann schließlich. Ich blicke auf die Uhr und kann gar nicht fassen, dass ich eine Stunde lang mit diesem Mann gesprochen habe. So langsam muss ich auch los und verabschiede mich.
"Es war schön Sie kennenzulernen. Ich wüsche Ihnen auf jeden Fall alles Gute und das alles so funktioniert, wie Sie es sich wünschen.", sagt der alte Mann noch, als ich mich zum Gehen wende.

Ich gebe zu, die heutige Geschichte ist mal etwas ganz anderes als sonst. Habt ihr schonmal etwas Verrücktes gemacht, was ihr normalerweise nie tun würdet? Diese Begegnung hat mir jedenfalls bewiesen, dass man viel öfter Dinge tun sollte, auf die man sich normalerweise gar nicht einlassen würde. Ich bin froh, dass ich etwas an der Erfahrung des alten Mannes teilhaben konnte und dass ich seinen Tag etwas schöner gemacht habe, weil ich ihm einfach nur zugehört habe. Falls ihr Großeltern habt, ruft doch mal wieder bei ihnen an, sie freuen sich sicherlich darüber mal wieder von euch zu hören. Irgendwann sind wir schließlich alle mal alt und dann werden auch wir uns darüber freuen, wenn man noch an uns denkt :)
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10. Dezember 2013

Life Lately

Ich denke es wird Zeit für einen Post mit ein paar Updates. Der ein oder andere wird sicher bemerkt haben, dass es hier momentan etwas ruhiger zugeht als sonst. Das liegt allerdings nicht daran, dass mir die Lust am Bloggen vergangen wäre (ganz im Gegenteil!), sondern am wohl häufigsten Grund: Zeitmangel. 
Studium
Abgesehen von meinem Nebenjob geht der Großteil meiner Zeit natürlich für mein Studium drauf. Das Semester ist in vollem Gange und ich fange dieses Semester bereits an meine Bachelorarbeit zu schreiben. Das heißt vor allem viel Recherchieren und Lesen bevor es letztendlich irgendwann mal ans Schreiben geht. Dadurch, dass ich aber keine Pflichtkurse mehr belegen muss, habe ich endlich "Zeit", um Sprachkurse zu belegen. Daher versuche ich dieses Semester nicht nur meine Isländischkenntnisse zu erweitern, sondern ich habe auch angefangen Schwedisch zu lernen. Ich finde Schwedisch ist eine total tolle Sprache und vor allem viel einfacher als Isländisch! Welche Sprachen sprecht ihr so?

Privat
In meiner Freizeit beschäftige ich mich immer mehr mit dem Thema Fotografie, denn auch wenn ihr alle so lieb seid und mir ständig schreibt, wie schön meine Fotos doch sind, so bin ich trotzdem noch ein Anfänger was das Thema Fotografie betrifft. Es gibt noch so viele Funktionen an meiner Kamera, die ich nicht wirklich verstehe. Daher überlege ich tatsächlich, ob ich vielleicht mal einen Fotografiekurs besuchen sollte, um mir die nötigen Grundkenntnisse anzueignen. Hat irgendjemand von euch Erfahrungen mit sowas gesammelt oder kann mir gute Kurse im Raum Köln empfehlen? :)

Blog
Auf meiner Themenliste stehen immer noch unendlich viele Dinge, allerdings könnt ihr euch demnächst, sobald die Schottlandreihe abgeschlossen ist, auf neue spannende Berichte aus einem anderen Land freuen. Viele von euch haben sich als Thema China oder Irland gewünscht. Da Irland jedoch in gewisser Weise sehr ähnlich zu Schottland ist, habe ich mich dazu entschlossen als nächstes von meinen Erlebnissen in China zu berichten, um für ein bisschen Abwechslung zu sorgen. Immerhin ist das Land der Mitte im Vergleich zu den Ländern, die ich bisher bereist habe, mal etwas ganz anderes. Außerdem arbeite ich schon seit einiger Zeit an einem neuen Anstrich für den Blog, ihr dürft euch also auf eine Überraschung gefasst machen.

Ich wünsche euch allen eine schöne Woche! :)
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2. September 2013

Hundert Mal Zuckerwatte-Geschichten für alle! + Ein großes Dankeschön

Der hundertste Post! Ich kann es irgendwie gar nicht glauben und je näher dieser Post rückte desto mehr hatte ich das Gefühl ihn auf irgendeine besondere Weise füllen zu müssen. Noch viel glücklicher macht mich aber die Tatsache, wie viele Leser mittlerweile ihren Weg auf meinen Blog gefunden haben. Damit habe ich bei der Gründung meines Blogs vor 7 Monaten wirklich niemals gerechnet!
Deshalb einen großen Dank an fast 48000 Seitenaufrufe, mehr als 1000 Kommentare, 200+ Leser via GFC, 265 via Bloglovin', 37 Leser via Blog-Connect und mehr als 50 Facebook-Likes! Generell ist das vielleicht nicht viel wenn man an die Größe des Internets denkt, doch ich habe ehrlich nicht geglaubt, dass sich jemals so viele Leute für meinen Blog interessieren würden. Vielen Dank für all eure lieben Kommentare und euer Feedback, ich freue mich jedes Mal riesig zu lesen, dass sich meine Mühen gelohnt haben.

Ich habe lange überlegt, was ich euch als kleines Dankeschön anbieten kann. Ich hoffe ihr seid nicht enttäuscht wenn ich jetzt kein Gewinnspiel oder eine Blogvorstellung raushaue, aber ich habe mir dafür etwas Anderes überlegt. Zum einen habe ich ein paar kuriose Geschichten und Anekdoten rund um meinen Blog zusammengetragen. Zum anderen möchte ich euch die Möglichkeit geben mich etwas besser kennenzulernen oder mir die Fragen zu stellen, die ihr schon immer mal beantwortet haben wolltet. Da ich ja selten über mein privates Leben schreibe, aber sich viele von euch etwas mehr zu dem Thema gewünscht haben, dachte ich das wäre eine ganz gute Möglichkeit. Daher ist eure Mithilfe gefragt: Stellt mit per Kommentar unter diesem Post oder bei Facebook eure Fragen! Egal ob zum Thema Reisen (gerne auch Spezielles zu Island, Neuseeland oder meinen Auslandsaufenthalten), Kochen, Musik, Film, Mode, Studium, Allgemeines zum Blog oder irgendwas ganz anderes - ich versuche alle Fragen in einem Interview zu beantworten, die mir nicht zu persönlich sind. Ich werde einiges sammeln und dann versuchen alles in einem Post zu beantworten. Natürlich dürft ihr mir auch gerne wieder Anregungen und Post-Wünsche hinterlassen.

So und zum Abschluss habe ich wie bereits erwähnt einige lustige Fakten für euch zusammen getragen:
* Als ich diese Kiwi-Nektarinen-Smoothies mit Kokoscreme gemacht habe, war mein Freund leider nicht da und ich musste alles alleine austrinken. Danach war mir den ganzen Tag lang schlecht, weil ich zu viel Smoothie getrunken hatte.
* Mein Freund lacht mich jedes Mal aus wenn ich die "Fotokulisse" für meine Food-Posts aufbaue. Zugleich ist er total genervt, weil er endlich essen möchte, aber ich erst noch Fotos machen muss...
* Für einen Post habe ich einmal solange versucht Fotos zu machen, dass ich am nächsten Tag Muskelkater hatte.
* Seit ich einmal die perfekten Blaubeer-Pancakes gebacken habe, sind sie mir danach jedes Mal misslungen.
* Einmal habe ich auf einem anderen Blog, der so einen ähnlichen Titel wie z.B. Miss Rose hatte (ich hoffe niemand heißt jetzt wirklich so, der Name ist nämlich geändert), einen Kommentar hinterlassen. Ich fand den Blognamen total schön und schrieb, dass ich Rosen total mag. Einen Tag später bekam ich einen Kommentar: Schöner Blog! Du magst Rosen, ich mag Baumwolle! Ich dachte nur: Häh? Wieso Baumwolle?! Irgendwann kam ich darauf, dass man meinen Blogtitel wohl falsch verstanden hatte. Daher an dieser Stelle: Cotton Candy ist der amerikanische Begriff für Zuckerwatte. Also nix mit Baumwoll-Süßigkeiten-Geschichten oder sowas... ;)

Ich wünsche euch allen einen wundervollen Abend!
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23. Juli 2013

Roadtrip 2013: Es geht nach Schottland!

Es ist Ferienzeit und das heißt es ist auch endlich wieder Urlaubszeit! Man mag es kaum glauben, aber ich habe mittlerweile auch schon wieder Fernweh und freue mich deshalb total, dass es bald in den Urlaub geht. Wir haben etwa Anfang des Jahres begonnen unseren Urlaub zu planen und auch die Entscheidung für unser diesjähriges Reiseziel war schnell getroffen. Schon sehr bald geht es für mich und meinen Freund für zwei Wochen nach Schottland!

Sobald unser Reiseziel feststand, haben wir uns wie üblich eine riesige Landkarte zugelegt, recherchiert, meinen geliebten Lonely Planet durchstöbert und uns überlegt, wo genau wir hinwollen. Es wurden Reiserouten eingezeichnet und Unterkünfte gebucht. Unsere Reise beginnt in Edinburgh und von dort aus fahren wir mit unserem Leihwagen einmal an der Küste entlang. Dabei werden wir uns sowohl Orte wie Aberdeen, St. Andrews, Inverness oder Portree anschauen, als auch Burgruinen, verlassene Strände und unzählige Lochs. Also endlich mal wieder ein richtiger Roadtrip.


Natürlich werde ich euch nach dem Urlaub mal wieder von der Reise berichten. Insofern bietet mir Schottland selbstverständlich auch neues Schreibmaterial (obwohl ich ohnehin noch genug anderes auf Lager habe). Es wird jedenfalls wieder viele Fotos und Reisetipps geben. Da der Urlaub für mich aber erst noch ansteht, würde ich mich bis dahin natürlich über eure Tipps freuen. Falls ihr selbst schonmal in Schottland gewesen seid und ein paar Insidertipps für tolle Orte oder Restaurants habt: immer her damit! Achja, und bitte drückt uns die Daumen, dass es nicht die ganze Zeit regnen wird :)

Seid ihr schonmal in Schottland gewesen? Wohin verreist ihr dieses Jahr?
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8. Juni 2013

Summer in New Zealand: Yummy Drinks

Endlich kommt die Sonne zum Vorschein! Das erinnert mich an meinen letzten Aufenthalt in Neuseeland. Überhaupt muss ich zugeben, dass ich Neuseeland im Moment sehr vermisse. Dabei ist mein Heimweh normalerweise erstmal für eine Weile gestillt wenn ich gerade erst dort war. Diesmal wohl nicht und da ich bisher eh noch nichts über meinen Urlaub im Januar/Februar geschrieben habe, dachte ich ein kurzer lustiger Post wäre vielleicht angebracht.

Für die, die sich darüber nicht im Klaren sind: Im Januar und Februar wenn es bei uns gerade kalt ist, kann man in Neuseeland den Sommer genießen. Und zum Glück war es nicht nur mein erster richtiger Sommer in Neuseeland, sondern auch noch ein total guter. Täglich Temperaturen zwischen 24°C und 28°C und in fünf Wochen nur etwa drei Tage mit Regen. Es war wirklich sooo toll! Nach dem langen, dunklen Winter in Island, konnte ich endlich die Sonne genießen und sogar im Meer schwimmen gehen. Und da es ziemlich warm war und ich im Urlaub nie darauf verzichten kann, gab es auch dementsprechend eine Vielzahl an Erfrischungsgetränken. Heute zeige ich euch daher ein paar Kiwi treats :)


1) Frozen Fanta Kiwi: In Neuseeland gibt es bei McDonald's und auch bei BurgerKing (vor allem im Sommer) bekannte Getränke wie z.B. Cola, Fanta oder L&P als gefrorene Variante. Sehr erfrischend und meistens auch lecker. Die Frozen Fanta mit Kiwigeschmack von BurgerKing kann ich allerdings nicht empfehlen, viel zu süß...
2) Tank: Okay, ich bin verliebt. Dieses Zeug ist das vermutlich Beste, was es gibt. Ich habe diese "Shakes" von der Tank Juice Bar schon 2006 geliebt und mir auch 2009 gegönnt... also wie könnte ich dieses Jahr darauf verzichtet haben? Leider nicht unbedingt billig, aber dafür mit viel frischen Früchten und Frozen Yogurt. Ich bin definitiv den tropischen Sorten mit Mango, Maracuja, Banane usw. verfallen.


3) Bubble Tea: Lustigerweise habe ich Bubble Tea bereits 2009 zum ersten Mal probiert, als eine Freundin mich in so einen Laden geschleppt hat. Mittlerweile ist er ja auch bei uns bekannt. Und ja, ich mag den Milk Tea eben, allerdings war der hier seltsam, die Bubbles waren irgendwie eklig...
4) Shaken Iced Passion Tea Lemonade: Naja Starbucks wird wohl jeder von euch kennen. Diesen Klassiker habe ich mir dann mal gegönnt. Auch wenn ja irgendwie alles total überteuert ist. Ich fand ihn ganz lecker, aber generell bin ich eher nicht so der Starbucks Fan.


5) Tropical Shake: Quasi das gleiche wie mein allerliebster Tank, nur von ein anderen Firma. Von diesen Juice Bars gibt es viele in Neuseeland, sehr zu empfehlen! Dieser Shake schmeckte auch super und wurde in Mount Maunganui gekauft und verzehrt ;)
6) Frozen Coke Bubblegum: Ihr fragt euch jetzt sicher: Kann sowas tatsächlich gut schmecken? Die Antwort lautet: Nein! Aber ich musste es mal probieren. Okay, die normale Frozen Coke ist besser, aber so eine Sorte ist eben wieder typisch Neuseeland.


7) L&P: Lemon and Paeroa - Neuseelands bekannteste Limonade darf im Sommer natürlich nicht fehlen. Ich find sie lecker!
8) CH'I: Eine Art Kräuterlimonade mit Honig- und Kiwinote. Ebenfalls sehr erfrischend :)
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27. Februar 2013

Neues Design



Nicht erschrecken! Ihr seid immer noch auf dem richtigen Blog! Ich hatte ja bereits vor einiger Zeit angekündigt, dass ich Lust auf ein neues Design habe. Das alles hat dann doch etwas länger gedauert als geplant, da ich erstmal Verschiedenes getestet habe bevor ich mich für diese Idee entschieden habe. Ich hoffe jedenfalls, dass ihr euch mit dem neuen Design anfreunden könnt, obwohl es ja doch ganz anderes aussieht als das alte :)

Einerseits mochte ich das alte Design, da mir die Farben sehr gefallen haben und es zu meiner Persönlichkeit gepasst hat. Andererseits hat sich relativ schnell herauskristallisiert, dass das Design nicht mehr wirklich zum Konzept meines Blogs passt. Außerdem hat mich vor allem auch die unprofessionelle Gestaltung der Sidebar gestört. Deshalb musste endlich etwas Neues her!

Das neue Design habe ich wieder komplett selbst erstellt, d.h. auch Header, Kategorienbuttons und alle anderen Kleinigkeiten. Da es ca. 8 Jahre her ist, dass ich meinen letzten eigenen Blog hatte für den ich ein Design erstellt habe, bin ich allerdings ganz schön aus der Übung gekommen und habe deshalb viel herumprobieren müssen. Ich habe ziemlich viel Arbeit ins neue Design gesteckt, aber dafür bin ich jetzt auch erstmal recht zufrieden. Natürlich werde ich trotzdem noch hier und dort einige Dinge ändern und hinzufügen, aber das Design wird jetzt erstmal so bleiben.

Im Header wollte ich diesmal die Dinge widerspiegeln, die meinen Blog ausmachen: Reisen, Rezepte, Musik, Film, Mode, Bücher, Fotografie. In der linken Sidebar findet ihr jetzt außerdem neue Social Media Buttons, die Möglichkeit meinen Blog auf Englisch zu lesen sowie eine Übersicht über meine anderen Kategorien und Lieblingsblogs. Wie ihr sehen könnt habe ich in der rechten Sidebar nur mein Profil erneuert und außerdem zwei Buttons zu den Island und Neuseeland Posts eingefügt. Nun wo ich das Design auf meiner "Blog To Do-Liste" abhaken kann, kommen hoffentlich endlich wieder häufiger Posts. Ich würde mich jedenfalls über euer Feedback freuen, auch Kritik und Verbesserungsvorschläge sind willkommen. Viel Spaß beim Stöbern! :)
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5. Januar 2013

Neues im Jahr 2013


Das neue Jahr hat bereits angefangen und ich habe schon länger nichts mehr von mir hören lassen. Ich hoffe jedoch, dass ihr alle gut ins neue Jahr gerutscht seid :) Ich war ziemlich viel unterwegs in letzter Zeit. Über Weihnachten war ich nach fünf Monaten zum ersten Mal wieder Zuhause bei meiner Familie und jetzt bin ich gerade erst wieder aus London zurück, wo ich Silvester mit meinem Freund verbracht habe. Nächste Woche geht es für mich auch schon weiter nach Neuseeland, wo ich nach dreieinhalb Jahren endlich meine Freunde wiedersehen werde! Deshalb bin ich in der letzten Woche auch nicht so wirklich zum Bloggen gekommen. Aber hoffentlich habe ich dafür ab jetzt wieder mehr Zeit.

Hier aber mal ein kurzer Überblick, was ich für meinen Blog so in nächster Zeit geplant habe: Ein kurzer Isländisch-Sprachführer, eine Vorstellung der coolsten Cafés und Bars Reykjavíks, ein paar allgemeine Reisetipps zu Island (Islands schönste Orte und Wasserfälle) sowie einige andere spannende Fakten. Wenn ihr Fragen oder bestimmte Wünsche habt, worüber ich mal etwas schreiben soll dann hinterlasst mir gerne auch einen Kommentar :)

Leider ist meine Zeit in Island ja nun eigentlich vorbei, allerdings werde ich auch weiterhin zu Island posten. Für das Jahr 2013 habe ich aber ansonsten geplant auch endlich mal etwas mehr zu meinen anderen Themengebieten zu schreiben, das heißt zum Beispiel Filme, Rezepte oder Musik. Aber keine Sorge, hauptsächlich werde ich neben Island weiterhin über das Reisen in andere Städte und Länder schreiben, da ich eine totale Weltenbummlerin bin :)

Und was sind eure Pläne fürs neue Jahr? Stehen bei euch auch irgendwelche Abenteuer an? :)
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5. Oktober 2012

Hello Iceland.

Endlich geschafft. Zwar bereits seit Langem geplant, aber irgendwie fehlte bisher doch immer die Zeit diesen Blog ins Leben zu rufen. Doch von nun an möchte ich euch ein wenig an den Dingen teilhaben lassen die mich interessieren, beschäftigen und bewegen. Deshalb werde ich hier auch von vielen unterschiedlichen Themen berichten - von Musik, Film, Literatur, Reisen, Alltäglichem und vielem mehr.


Doch besonders ein Thema wird im Moment vorwiegend in meinen Einträgen wiederzufinden sein und das ist Island! Da ich aufgrund meines Auslandssemesters zur Zeit in Reykjavík lebe, werde ich viel über dieses einzigartige Land berichten über das die wenigsten wirklich viel wissen. Ich möchte euch Island auf eine völlig neue Weise näher bringen und zeigen, dass das allgemeine Bild, welches uns von Island vermittelt wird nicht unbedingt immer der Realität entspricht. Ihr werdet Island aus einer neuen Perspektive kennenlernen und zusammen mit mir Land, Kultur, Sprache und Menschen ergründen. Ich werde euch daher von meinen ungewöhnlichen, lustigen und spektakulären Erlebnissen und Entdeckungen erzählen und einige Fotos mit euch teilen.
Also seid gespannt, was mir in Island so alles passieren wird!
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