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20. Juli 2014

Auslandsknigge China: Tipps zum Reisen in China

Die Reiseberichte von China sind tatsächlich schon alle veröffentlicht, aber zum Abschluss möchte ich euch mit dieser kleinen Zusammenfassung nochmal ein paar Tipps zum Reisen in China und Peking geben. Denn wie ihr vielleicht schon in meinen vergangenen Beiträgen mitbekommen habt, bietet eine Reise nach China jede Menge Kulturschock-Potenzial! Damit ihr euch Vorort nicht total blamiert, habe ich deshalb auch einen kleinen Auslandsknigge für China miteingearbeitet.


Unterwegs in China
Die größte Hürde, die den meisten von uns beim Reisen durch China im Weg steht, ist die Sprachbarriere. Normalerweise würden viele auf Englisch zurückgreifen, wenn sie die Landessprache nicht beherrschen, doch auch mit Englisch kommt man in China leider nicht gerade weit. Denn die meisten Chinesen sprechen nur sehr wenig oder gar kein Englisch. Bevor ihr euch in den Großstadttrubel stürzt, solltet ihr euch deshalb immer den chinesischen Namen eurer Unterkunft aufschreiben lassen, sodass ihr den Zettel im Notfall einem Taxifahrer zeigen könnt, der euch dorthin zurückbringt. Oder ihr fahrt direkt mit einer Reisegruppe und einem dementsprechenden Reiseführer.

Übernachten in China
Der Standard eines Drei-Sterne-Hotels reicht euch normalerweise vollkommen aus? Vielleicht solltet ihr eure Entscheidung nochmal überdenken bevor ihr eure Unterkunft bucht. Denn gefühlt entsprach der Standard meines Drei-Sterne-Hotels eher einer heruntergekommenen, dreckigen Bruchbude. In China lohnt es sich deshalb eher in eine etwas teurere Unterkunft zu investieren, da der dortige Standard in den meisten Fällen nicht mit dem europäischen zu vergleichen ist.

Essen in China
In der heutigen Zeit und der zunehmenden Globalisierung wird das Essen mit Stäbchen für die meisten kein Neuland mehr sein. Dennoch sollte man vor einer Reise nach China nicht vergessen, dass dort generell nur mit Stäbchen gegessen wird und gerade in ländlichen Gegenden wird man nicht so leicht an normales Besteck kommen. Falls ihr also noch nie mit Stäbchen gegessen habt, solltet ihr vorher schonmal ein bisschen üben. Ihr wollt doch schließlich nicht, dass ihr später Ewigkeiten braucht, um eine widerspenstige Nudel in euren Mund zu transportieren oder?
Ihr solltet euch außerdem darauf einstellen, dass das meiste Essen und Trinken in China warm serviert wird - sogar beim Frühstück! Außerdem solltet ihr aus Höflichkeit stets einen kleinen Rest auf eurem Teller zurücklassen. Wenn man in China ganz aufisst, verstehen das die Chinesen nämlich so als wärt ihr nicht richtig satt geworden.
Wenn ihr keinen allzu abgehärteten Magen habt, solltet ihr auch darauf verzichten an den Ständen am Straßenrand etwas zu Essen zu kaufen. Sonst müsst ihr eventuell die nächsten Tage im Hotelzimmer verbringen. Daher denkt unbedingt daran ein gutes Durchfallmedikament mitzunehmen, denn auch das Essen in guten Restaurants kann manchmal ungewohnt für den europäischen Magen sein!


Fotografieren in China
Dass ihr beim Reisen in China viele Fotos machen werdet, um eure Erinnerungen festzuhalten, ist relativ offensichtlich. Allerdings solltet ihr euch darauf einstellen, dass die bekannten Sehenswürdigkeiten meist gut besucht sind und ihr deshalb immer irgendwelche Menschen auf euren Fotos haben werdet. Am besten findet ihr euch einfach damit ab und versucht die anderen Besucher in eure Bilder zu integrieren. Viele Chinesen lassen sich außerdem unheimlich gerne fotografieren und haben sicher nichts dagegen sich von euch ablichten zu lassen.
Andersherum seid ihr als Europäer jedoch genau so spannend für die Chinesen. Wer schonmal in China unterwegs war, weiß wie sich Johnny Depp fühlen muss, wenn er sich auf einen Einkaufsbummel begibt: Chinesen gaffen einen unverhohlen an, tuscheln miteinander oder machen ohne zu fragen direkt mal ein Foto von einem. Je weiter man sich von den Großstädten entfernt desto mehr steht man im Fokus und genießt permanente Aufmerksamkeit. Es kommt auch nicht selten vor, dass man von den Chinesen direkt darauf angesprochen bzw. aufmerksam gemacht wird, dass sie sich gerne zusammen mit einem fotografieren möchten. Nach einem Besuch in China wird man sich also in dem ein oder anderen chinesischen Familienalbum wiederfinden - ganz egal, dass man sich eigentlich nicht kennt.
Der Grund für das Verhalten der Chinesen: Lange Zeit verirrte sich kaum ein Ausländer nach China, da das Reich der Mitte viele Jahrhunderte lang abgeschottet war. Mittlerweile ist der Anblick von Ausländern aber vor allem in den Großstädten schon relativ normal für die Chinesen geworden. Trotzdem: Falls man euch um ein Foto bittet einfach freundlich zurücklächeln!

Einkaufen in China
Der Reiz viel zu kaufen, ist in China vermutlich doppelt hoch. Zum einen gibt es so viele exotische, aufgefallene Sachen zu entdecken, die man gerne als Andenken mit nach Hause nehmen möchte und zum anderen ist für uns fast alles vergleichsweise billig. In den vielen kleinen Geschäften findet man allerhand typische Souvenirs wie Fächer, Tuschebilder, Kalligrafie-Sets und chinesische Seidenkleider. Natürlich gibt es auch viele kitschige, bunte Dinge zu kaufen. Generell solltet ihr damit rechnen, dass die Chinesen ihre Waren teurer anbieten werden, wenn sie sehen, dass ihr Ausländer seid. Es lohnt sich deshalb auf jeden Fall zu handeln! So könnt ihr für unser Empfinden gut ein paar Schnäppchen herausschlagen - und das obwohl die Chinesen noch immer ein gutes Geschäft mit euch gemacht haben ;)

Typisch Chinesisch
Lärm, Menschenmassen und angsteinflößender Straßenverkehr - das erwartet einen in den chinesischen Großstädten. Doch auch auf einen noch viel unangenehmeren Aspekt von China sollte man sich gefasst machen: Die Toiletten. Zwar gibt es mittlerweile auch normale europäische Toiletten, doch sind die typisch chinesischen Toiletten noch immer weit verbreitet. Diese gleichen einer Kloschüssel direkt im Boden, über die man sich drüberhocken muss. Für uns Europäer sicher gewöhnungsbedürftig! Und gerade wenn man abseits der touristischen Pfade unterwegs ist und die Großstädte verlässt, kann man schonmal den ein oder anderen Schock erleben - und das ein odere andere olfaktorische Desaster! Nicht selten besitzen öffentliche Toiletten nicht mal einzelne Kabinen, sondern sind im besten Fall noch durch eine niedrige Mauer abgetrennt. Manchmal gibt es auch einfach nur Löcher im Boden, draußen im Freien versteht sich.

Warum China?
Sicher ist China gewöhnungsbedürftig und nicht mit dem europäischen Leben zu vergleichen. Dennoch gibt es hier viele gut erhaltene, geschichtsträchtige Tempel und Gebäude sowie eine spannende Kultur zu entdecken. Wenn man seine Ansprüche an Luxus und Sauberkeit etwas herunterschrauben kann (oder bereit ist genug Geld dafür auszugeben), gibt es in China viel zu sehen. Verglichen mit Deutschland ist das Reisen hier noch immer relativ billig und wer möchte nicht sagen können, dass er schon auf der Chinesischen Mauer gestanden hat?
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21. Juni 2014

Reisen in China: Die Chinesische Mauer

Zum vorletzten Mal erwache ich in Peking und unserem Hotelzimmer mit dem muffigen Geruch. Morgen schon geht es zurück nach Deutschland, aber heute steht noch einmal ein Highlight an. Während wir in den vergangenen Tagen bereits den Ort Chengde und einige wunderschöne Tempelanlagen dort besucht haben, geht es heute endlich zur berühmten Chinesischen Mauer. Desweiteren werden wir auf dem Weg auch die Grabstätte Dingling der Ming-Gräber besuchen.


Die Ming-Gräber liegen etwa 50 Kilometer außerhalb Pekings am Fuße eines Berges. In der Grabstätte sind die meisten Kaiser der Ming-Dynastie begraben worden. Das Grabmal Dingling liegt unterirdisch und vermittelt durch die ausgestellten Särge eine ganz besondere Atmosphäre. Wir verbringen einige Zeit damit die Anlage zu erkunden bevor wir endlich weiter zur Chinesischen Mauer fahren.


Schließlich erreichen wir den Mauerabschnitt Badaling der Chinesischen Mauer. Das Wetter ist eher durchwachsen, aber dennoch ist hier bereits die Hölle los. Menschenmassen quetschen sich über den Vorplatz und einige Verkaufsstände bieten die üblichen Touristensouvenirs an. Und dann geht es endlich los: Wir beginnen den Aufstieg auf die Chinesische Mauer. Und der ist definitiv ganz schön anstrengend, denn die Treppen sind nicht nur steil, sondern die Stufen sind auch unterschiedlich groß und die vielen Menschen, die sich um einen herum tummeln, tun ihr Übriges dazu. Sobald man auf der Mauer angekommen ist, wird es zwar nicht weniger anstrengend, allerdings ist es trotzdem ein tolles Gefühl dort oben zu sein. Denn man hat nicht nur eine tolle Aussicht über die Landschaft und die Mauer, die sich durch die Hügel schlängelt, sondern man ist einem großen Stück Geschichte ganz nah. Um einen herum stehen jedenfalls unzählige Chinesen, die das genau so sehen und die Mauer und ihre Umgebung aus allen Perspektiven fotografieren. Der Großen Mauer sollte man auf jeden Fall einen Besuch abstatten, wenn man in Peking zu Besuch ist! Schließlich machen wir uns zurück auf den Weg nach Peking, um eine letzte Nacht dort zu verbringen.


Und das war es auch schon von meiner Pekingreise! Zum Abschluss wird es noch einen kleinen Bericht zum Reisen in China geben, indem ich nochmal einige Erfahrungen und Tipps zusammenfassen werde.
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4. Juni 2014

Reisen in China: Ausflug nach Chengde

Endlich ist es soweit: Es ist noch früh am Morgen und unser Reisebus verlässt erstmals die Straßen Pekings, um einen weiteren Teil Chinas zu erkunden. Ich bin ziemlich aufgeregt, denn so spannend es auch war Peking zu entdecken so sehr freue ich mich nun darauf noch weitere Teile des Landes kennenzulernen. Heute geht es in die Stadt Chengde, wo wir auch übernachten werden. Auf dem Weg dorthin werden wir außerdem den kleinen Potala-Palast, den Puning-Tempel und den Kaiserlichen Sommerpalast bei Chengde besuchen. Desweiteren soll auch ein Tagesausflug zum Strandort Beidaihe für etwas Abwechslung sorgen.


Doch erst einmal steht uns eine ungeahnt anstrengende Busfahrt bevor. Zwar holpert unser Bus seit einer gefühlten Ewigkeit über unebene, staubige Schotterwege irgendwo im Nirgendwo, doch aus einem unerklärlichen Grund stehen wir trotzdem plötzlich im Stau. Nachdem die Stimmung bei allen so ziemlich am Tiefpunkt angekommen und unser Zeitplan durcheinander geraten ist, hält unser Bus schließlich an einem kleinen, einsamen Restaurant am Straßenrand. Es gibt chinesische Nudelsuppe, die wir alle hungrig verschlingen. Scheinbar hat sich in der Gegend jedoch schnell herumgesprochen, dass gerade europäische Touristen im Ort verweilen. Während wir essen, hat sich unbemerkt eine Menschentraube vor dem Fenster des Restaurants eingefunden. Fröhlich werden wir von wildfremden Chinesen mit ihren Handys fotografiert. Nachdem sich die Aufregung etwas gelegt hat, müssen wir feststellen, dass wir tatsächlich mitten auf dem Land sind, denn das Restaurant besitzt nicht mal eine Toilette. Die einzige "Toilette" ist nämlich eine Steinmauer draußen auf dem Feld hinter der man sein Geschäft verrichten kann.
Bevor wir weiterfahren machen wir draußen noch ein bisschen Tai Chi und kaufen an einem Stand am Straßenrand außerdem noch etwas Verpflegung. Seltsamerweise stellen wir allerdings im Nachhinein fest, dass alle Kekse bereits abgelaufen sind...


Auf dem Weg nach Chengde verändert sich die Landschaft bereits. Es wird zunehmend hügeliger und langsam bilden sich kleine Bergketten heraus. Zu dieser Jahreszeit wirkt die Landschaft braun und ausgedörrt. Schließlich erreichen wir den Kaiserlichen Sommerpalast und machen uns auf Entdeckungstour. Es handelt sich um einen chinesischen Garten mit einem großen See und den typischen Brücken, Pagoden, Pavillons, Toren und Tempeln. Hier kann man gut einige Zeit verbringen, um einfach ein wenig entspannt spazieren zu gehen. Wir kommen an zahlreichen schönen Gebäuden und einem großen Seerosenteich vorbei.


Wir fahren schließlich weiter zum Puning-Tempel, auch Tempel des Universalen Friedens genannt. Der buddhistische Tempel gehört zu den Acht Äußeren Tempeln in Chengde und bildet zum Teil das tibetische Samye-Kloster nach. Mir gefällt die Tempelanlage vor allem wegen der roten Gebäude und der farbenfrohen Fahnen. Aber auch die Stimmung hier ist einfach eine ganz besondere, denn die vielen Gebetsrollen, weißen Gebäude und Menschen in traditioneller Kleidung verbreiten etwas Aufregendes und Exotisches. Ebenso ist es wirklich interessant wie hier chinesische und tibetische Architektur miteinander vereint wurden. Meiner Meinung nach ein wirklich lohnendes Ausflugsziel!


Als wir wieder in unseren Reisebus steigen, werden wir von einer Gruppe chinesischer Straßenverkäufer belagert. Sie sind so hartnäckig, dass sie uns ihre Produkte sogar noch entgegenhalten als wir schon längst eingestiegen sind und losfahren wollen. Denn es geht weiter zum kleinen Potala-Palast, auch Putuo-Zongcheng-Tempel genannt. Die Tempelanlage gehört ebenfalls zu den Acht Äußeren Tempeln und ist dem Potala-Palast in Lhasa nachempfunden.


 Am späten Nachmittag kommen wir endlich in Chengde an. Die Stadt selbst hat nicht viel zu bieten, sondern natürlich sind eher die Tempel in der Umgebung von Interesse. Die Stadt präsentiert sich dreckig, laut und belebt - eine typische chinesische Großstadt eben. Womit wir alle nicht gerechnet haben: Die wirklich einfach gehaltenen Hotelzimmer sind relativ sauber und kommen uns nach der Zeit in unserem ranzigen Hotel in Peking wie in einem wahren Luxushotel vor!


Am nächsten Tag statten wir dem Strandort Beidaihe an der Bohaiküste noch einen kurzen Besuch ab. Der Ort gehört zu Chinas bekanntesten Seebädern und hat einen zehn Kilometer langen Strand vorzuweisen. Schließlich machen wir uns auf den Rückweg nach Peking und leider auch zurück in unser dreckiges Hotel...
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21. Mai 2014

Unterwegs in Peking: Der Himmelstempel und der Minderheitenpark

Mehr als die Hälfte der Zeit in China ist bereits um und heute verbringen wir einen letzten Tag in Peking bevor es in den nächsten Tagen raus aus der Stadt geht. Heute steht dafür eine Besichtigung des wunderschönen Himmelstempels sowie des Campus-Geländes der Tsinghua Universität und der Peking Universität an. Desweiteren werden wir den Minderheitenpark erkunden und den Hongqiao Pearl Market besuchen.


Inmitten eines großen Parks im Süden Pekings liegt die Tempelanlage des Himmelstempels. Das wichtigste und bekannteste Gebäude auf dem Gelände ist die Halle der Ernteopfer, ein rundes Gebäude, das auf einer Marmorterrasse erbaut wurde. Die Halle der Ernteopfer ist nicht nur eins der schönsten Gebäude, das ich in Peking gesehen habe, sondern auch ein Wahrzeichen Pekings. Ein weiteres auffälliges Gebäude ist die Halle des Himmelsgewölbes, eine etwas kleinere, aber ebenfalls runde Tempelhalle. Ziemlich spannend ist auch, dass die Halle des Himmelsgewölbes von einer glatten und kreisrunden Mauer umgeben ist, der sogenannten Echomauer. Diese heißt so, weil aufgrund der runden Form Schallwellen an der Mauer entlanglaufen und überall an der Mauer gehört werden können - sogar noch an der gegenüberliegenden Seite!


Im Anschluss besichtigen wir das Campus-Gelände der beiden berühmtesten chinesischen Universitäten: der Tsinghua Universität und der Peking Universität. Diese grenzen aneinander und ähneln idyllischen Parks mit Seens, Pagoden und Brücken.


Schließlich geht es weiter zum Minderheitenpark, der nicht nur einen schönen Anblick bietet, sondern einem vor allem die Kultur, der in China lebenden ethnischen Minderheiten näherbringt. In dem Park wurden unter anderem landestypische Gebäude nachgebildet, aber auch Tanzvorstellungen sollen einen mit den Sitten und Bräuchen der Minderheiten vertraut machen. Vergessen sollte man jedoch nicht, dass einem hier in gewisser Weise eine heile Welt vorgespielt wird, denn über die sozialen Probleme der Minderheiten und ihr Leben in China wird hier kein Wort verloren.


Zuletzt statten wir dem Hongqiao Pearl Market einen Besuch ab. Das riesige Kaufhaus bietet auf drei Etagen neben Perlen und Schmuck auch Elektroartikel, Klamotten, Taschen, chinesisches Porzellan und vieles mehr an. Das Kaufhaus gleicht einem großen, überdachten Markt, denn an verchiedenen Ständen verkaufen unterschiedliche Händler ihre Waren. Wenn man gut Handeln kann, hat man hier die Möglichkeit viele Schnäppchen zu machen.
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7. Mai 2014

Unterwegs in Peking: Der Sommerpalast

Der nächste Tag in Peking überzeugt nicht gerade durch gutes Wetter: Der Himmel wirkt grau und wolkenverhangen, aber vermutlich tut auch der Smog sein Übriges dazu. Dennoch steigen wir wie jeden Morgen ganz aufgeregt in den Bus, um noch mehr spannende Seiten von Peking zu entdecken. Für den heutigen Tag ist ein Besuch beim Sommerpalast geplant sowie eine Besichtigung des Deshengmen-Tors, des Trommelturms und des Glockenturms. Am Abend sollen wir bei einer Vorführung schließlich mit der Quintessenz der chinesischen Kultur konfrontiert werden: Dem Shaolin Kungfu sowie einer Peking-Oper.


Unser Weg führt uns als erstes zum Sommerpalast (auch Neuer Sommerpalast) im Nordwesten der Stadt. In dem direkt am See gelegenen Park findet man neben chinesischer Gartenkunst auch viele Pavillons, Brücken und Boote. Besonders schön sind unter anderem das große Marmorschiff, die Siebzehn-Bogen-Brücke und der Wandelgang. Der Wandelgang beginnt im Osten, wurde entlang des Seeufers errichtet und ist insgesamt über 700 Meter lang. Er gleicht einem langen von Säulenpaaren gesäumten Gang, der mehrere Pavillons und Hallen miteinander verbindet. Das Bauwerk ist aber nicht nur schön anzuschauen, sondern stellt zudem auch Kunst aus. Unzählige Bilder mit historischen Motiven zieren den überdachten Weg.


Als nächstes geht es weiter zum Deshengmen-Stadttor. Das Tor gehört zu den alten Toranlagen der inneren Stadt Pekings und ist eins der wenigen, das noch erhalten ist. Der Trommelturm und der Glockenturm, die wir danach besichtigen, sind von außen ebenfalls nicht besonders spektakulär anzusehen. Von oben hat man aber einen guten Ausblick über einen Hutong mit seinen heruntergekommenen Hofhäusern und dem Markt.


Am Abend stehen zwei Veranstaltungen an, die uns die chinesische Kultur näherbringen sollen. Als erstes dürfen wir dem Shaolin Kungfu der Shaolin Mönche beiwohnen. Wirklich sehr beeindruckend und meiner Meinung nach absolut einen Besuch wert. Weniger nach meinem Geschmack ist dafür die Peking-Oper. Auf mich wirkt das Ganze einfach viel zu übertrieben und von der quietschigen Musik und dem schrillen Gesang bekomme ich schnell Kopfschmerzen. Aber das ist vermutlich alles Geschmackssache...

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