18. Februar 2019

Küstenurlaub in Südschweden: Schären und Fischerdörfer in Bohuslän

Von Göteborg bis hoch nach Strömstad und dann zurück nach Stockholm ging mein Roadtrip entlang Schwedens Westküste Bohuslän. Vorbei an felsiger Hügellandschaft und malerischen Buchten, idyllischen Fischerdörfern mit roten Holzhäusern und den Schären mt ihren unzähligen Inseln. Schweden verzaubert im Sommer mit seinen glitzernden Seen, rauschenden Wäldern und vielen Stunden Tageslicht wie kein anderes Land.

Bevor ich für mein Studium nach Schweden gezogen bin, stand das Land der Elche nicht gerade weit oben auf meiner Reiseliste. Wiesen, Seen und rote Holzhäuser - das klang in meinen Ohren nicht besonders spektakulär. Doch als ich im Sommer mit meinen Freundinnen einen Roadtrip entlang der der Küste von Bohuslän (auch bekannt als Västkust) machte, lernte ich endlich das Gefühl kennen, von dem so viele Schwedenliebhaber schwärmen: Freiheit.

Was ihr bei einem Roadtrip entlang der schwedischen Westküste Bohuslän auf jeden Fall gesehen haben solltet, verrate ich euch anhand unserer Reiseroute.

Tag 1: Von Stockholm bis ins hippe Göteborg

Am ersten Tag heißt es für uns: Aufbruch mit unserem Mietwagen aus Stockholm Richtung Göteborg. Die Fahrt ist eher unspektakulär, aber der Besuch von Göteborg lohnt sich allemal. Die Stadt sprüht nur so vor Leben: coole Boutiquen und Geschäfte laden zum Shoppen ein und gemütliche Cafés locken zum Verweilen. Der Aufstieg zur ehemaligen Festung Skansen Kronan belohnt uns außerdem mit Ausblicken über die Stadt. Danach schlendern wir durchs Viertel Haga und merken schnell, warum sich hier die jungen Menschen Göteborgs herumtreiben. In den kopfsteingepflasterten Gassen mit ihren traditionellen Holzgebäuden reihen sich vegane Bistros, schnuckelige Cafés und unkonventionelle Geschäfte aneinander. Auch in der Nähe unseres Hostels "Backpackers Göteborg" befinden sich zahlreiche Restaurants und wir kehren für ein entspanntes Abendessen ein bevor wir früh ins Bett gehen.

Tag 2: Von Göteborg bis zum malerischen Smögen

Am nächsten Morgen geht es zeitig los, denn nun beginnt unserer wahrer Roadtrip. Unter strahlend blauem Himmel fahren wir in Richtung der Halbinsel Tjörn. Bereits die Fahrt über die Brücke "Tjörnbron" offenbart Ausblicke auf das Meer und lässt unsere Herzen höher schlagen. Wir beschließen in einigen kleinen Dörfern Halt zu machen, um die Atmosphäre von Bohuslän auf uns wirken zu lassen. Der kleine Fischerort Rönnäng wirkt zwar wie ausgestorben, aber keineswegs trist. In der kleinen Bucht schmiegen sich rote Holzhäuser an die felisgen Klippen und einige Boote schaukeln verschlafen im Hafen umher. Wir spazieren den Steg entlang und atmen die salzige Luft ein, die einen leichten Geruch nach Fisch verströmt.


Schließlich fahren wir weiter Richtung Norden bis nach Skärhamn. Hier schmiegen sich traditionelle Häuser entlang einer felsigen Bucht und beim Klettern hinauf auf die flachen Klippen hat man einen wunderschönen Ausblick über die kleine Stadt. Wir fahren weiter durchs idyllische Grundsund bis nach Fiskebäckskil, wo wir zum Mittagessen Halt machen. Das kleine Dorf wirkt wie aus einem Astrid Lindgren Buch. Weiter geht es bis nach Lysekil, denn hier befindet sich das Stångehuvuds naturreservat. Das Naturschutzgebiet strömt eine ungemeine Ruhe aus. Flache, abgerundete Granitfelsen erstrecken sich am Meer entlang und sorgen für spektakuläre Ausblicke über die Bucht und das Meer. Im Licht der Abendsonne leuchten die Felsen wunderschön rot!


Unser letzter Stopp dieses Tages: Smögen, denn dort werden wir auch übernachten. Auch hier reihen sich traditionelle Holzhäuser aneinander und unten an der Smögenbryggan sieht es nicht nur richtig schön aus, sondern es gibt auch zahlreiche Geschäfte, Restaurants und Cafés. Für die Nacht kehren wir schließlich im "Smögens Camping" ein.

Tag 3: Von Smögen bis nach Strömstad


Am nächsten Morgen haben wir wieder Glück mit dem schwedischen Wetter, denn blauer Himmel und Sonnenschein begrüßen uns. Heute geht es nach Fjällbacka, auch bekannt aus den Krimiromanen von Camilla Läckberg. Hier ist es deutlich touristischer, aber der Ort ist dennoch richtig schön. Weiße und rote Holzhäuser sowie eine Kirche befinden sich in der kleinen Bucht. Ein absolutes Highlight ist der Aufstieg auf den Vetteberg. Der Ausblick auf die Bucht, das Meer und die Klippen war einer der schönsten Momente des ganzen Roadtrips. Wir fahren entspannt weiter Richtung Norden nach Strömstad, wo wir nachmittags einige Kilometer außerhalb beim "Lagunen Camping" ankommen. Hier gibt es sogar einen eigenen Zugang zum Meer, sodass wir den typisch schwedischen Sommer genießen und am Wasser sitzen.

Tag  4: Von Strömstad bis zum entlegenen Vassbotten


Strömstad liegt nahe der norwegischen Grenze und stellt ein weiteres Highlight unseres Roadtrips dar. Die Stadt selbst ist eher unspektakulär, allerdings fahren von hier aus die Fähren zum Nationalpark Kosterhavet, einer Ansammlung von Inseln. Auf den felsigen Inseln kann man wandern und die Ruhe des Natur genießen. Und genau das machen wir, denn hier gibt es malerische Häuschen, Wälder und unberührte Strände von rauer Schönheit. Gegen Nachmittag fahren wir zurück nach Strömstad und verlassen die Westküste Richtung Landesinnere. An unserem letzten Abend übernachten wir in Vassbotten, an der norwegischen Grenze. Das völlige abgeschiedene "Bullarebygdens Familjecamping" liegt inmitten eines Waldes und direkt an einem See. Perfekt, um den Urlaub ganz entspannt ausklingen zu lassen. Denn am nächsten Tag geht es für uns zurück nach Stockholm.

Kommentare:

  1. Was soll ich sagen?! Schweden uns gerade dieser Küstenabschnitt sind ein Traum. Diese Ausblicke von der bzw. über die Schären und dann diese süßen Häuser. Traumhaft! <3

    Liebst Elisabeth-Amalie von Im Blick zurück entstehen die Dinge

    AntwortenLöschen
  2. Wow, eine tolle Seite.
    Danke für die vielen Tipps und Reiseberichte.
    Schweden steht bei mir noch in der Zukunftsplanung,
    Deine Seite hilft mir bei der Umsetzung.
    LG Eddy

    AntwortenLöschen

Ich freue mich immer über Kommentare oder konstruktive Kritik, also verratet mir eure Meinung!