29. August 2016

Rezept: Rosen-Limonade

Den Wunsch Rosen-Limonade selberzumachen, schwebte schon lange in meinem Kopf herum, da ich begeisterte "Fentimans" Rosenlimonade-Trinkerin bin. Ich experimentiere immer gerne mit verschiedenen Geschmacksrichtungen herum, aber diesmal habe ich mich dafür entschieden, eine simple Limonade aus Zitrone und Rosen zu machen. Und sie ist trotzdem richtig lecker, also los geht's mit dem Rezept!


Zutaten (für etwa 10 Gläser)
- 3 Zitronen
- 1 Handvoll ungespritzte Rosenblätter
- 2 TL Rosenwasser
- 200ml Wasser
- 150g Zucker
- 2 Liter kaltes Sprudelwasser
- Eiswürfel


Zubereitung
Wasser in einem Topf erhitzen, Zucker hinzufügen und so lange umrühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Den Topf vom Herd nehmen, die Rosenblätter hinzufügen und abgedeckt abkühlen lassen. 

Die Zitronen auspressen und zusammen mit dem Rosenwasser zum abgekühlten Zuckersirup geben. Für eine Stunde in den Kühlschrank stellen und alles gut durchziehen lassen. Den Rosensirup anschließend durch ein Sieb gießen, um die Rosenblätter zu entfernen. 

Den Rosensirup in eine Karaffe umfüllen, langsam mit Sprudelwasser auffüllen und vorsichtig verrühren. Eiswürfel in Gläser geben und mit der Rosen-Limonade übergießen. Mmmmh!

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13. August 2016

Typisch Schwedisch: 5 Dinge, die den schwedischen Sommer ausmachen

Ich lebe nun schon seit fast einem Jahr in Stockholm und immer wieder fallen mir Unterschiede zwischen Deutschland und Schweden auf. In der Vergangenheit habe ich euch schon von einigen typisch schwedischen Dingen berichtet, doch heute geht es speziell darum, was den schwedischen Sommer ausmacht!


1) 15°C - der Sommer ist da!
Ganz ehrlich: In Deutschland werden es im Sommer oft über 30°C und ich wundere mich immer wieder, dass es tatsächlich Menschen gibt, die in ihrer Freizeit bei solchen Temperaturen noch mit einer langen Hose herumlaufen. Aber Schweden hat mich gelehrt, dass es auch anders sein kann! Es ist Mai, die Sonne scheint am wolkenlosen Himmel, aber das Thermometer klettert nur bis auf 15°C. Ganz angenehme Temperatur, aber nicht gerade sommerlich. Doch die Jahreszeiten scheinen in Schweden anders definiert zu werden! Sobald die Sonne zum Vorschein kommt und es so langsam (gaaanz langsam) auf die 20°C zugeht, reißen sie sich die Kleider vom Leib. Auf dem Balkon und im Park liegen Frauen im Bikini und Sonnen sich und die Teenager in der Stadt, laufen alle in Hotpants herum. Was da los ist? Das frage ich mich selbst noch. Ich vermute, dass es daran liegt, dass es in Schweden auch im Sommer meist nicht wärmer als 20-25°C wird und man deshalb jede Chance nutzt, die sich annährend nach Sommer anfühlt...

2) Tote Hose in Stockholm: Mittsommer
Es ist Ende Juni und die Innenstadt von Stockholm ist wie ausgestorben. Falls ihr also die glorreiche Idee hattet für Mittsommer nach Stockholm zu reisen, werdet ihr hier höchstens auf andere Touristen stoßen. Denn die Schweden selbst verbringen das Fest auf dem Land, irgendwo zwischen Wäldern und Seen. Im Großen und Ganzen widmet man dem Tag dem Essen, Trinken, Tanzen und Singen. Das Thema schwarze Kleidung habe ich ja in der Vergangenheit schonmal aufgegriffen, eine Ausnahme stellt da Mittsommer da. Als Frau hüllt ihr euch am besten in weiße oder blumige Kleider und bastelt euch einen Blumenkranz, den ihr im Haar tragt. Dann wird es auch schon Zeit für eine Mahlzeit bestehend aus Kartoffeln mit Schnittlauch, Hering und Sauerrahm. Währenddessen nimmt man Nubbe (schwedischen Schnaps) zu sich und singt Trinklieder. Da irgendwann sowieso alle betrunken sind, ist es auch egal, wenn ihr eigentlich nicht singen könnt. Kein Mittsommerfest ist komplett ohne einen plötzlichen Platzregen, der jedoch meist genauso schnell wieder aufhört, wie er begonnen hat. Danach ist es Zeit die Mittsommerstange/Maistange aufzustellen, eine Stange, die mit Blättern und Blumen geschmückt wurde. Nun tanzen alle wie die Verrückten um diese Stange herum und zeigen ihr Können in typischen Tänzen, in denen die Schweden zum Beispiel einen Frosch imitieren. Ihr versteht nun vielleicht, warum so viel Alkohol involviert ist. Danach geht man erneut zum Essen über bevor man den Abend mit Sonne, tanzen und mehr Alkohol ausklingen lässt!

 
3) Mücken mit Superkräften
Habt ihr eine Abneigung gegen Mücken? Bekanntlich gehen einem die kleinen Quälgeister vor allem während des schwedischen Sommers auf die Nerven. So machte auch ich schnell Bekanntschaft mit den Mücken - und ihren Superkräften. Eines morgens wachte ich mich 34 Mückenstichen auf, die im Laufe des Tages ungefähr auf die fünffache Größe anschwollen und knallrot wurden. Dass sie unglaublich gejuckt haben, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Am nächsten Tag auf der Arbeit erzählte ich meine Kollegen entsetzt, dass ich gegen die schwedischen Mücken wohl allergisch sei. Ich erntete ein Lächeln und die Antwort: "Ach, das ist normal. So reagieren die meisten am Anfang des Sommers auf die Stiche, meistens entwickelt man mit der Zeit dann eine gewisse Immunität." Aha. Nach sieben Tagen, reichlich kühlen und Cortison-Salbe waren die Mückenstiche nur noch knallrot und waren auf eine passable Größe geschrumpft. Letztendlich hat bei mir nur frischer Aloe Vera-Saft aus den Blättern meiner Pflanze geholfen.

4) Die Sonne ist da. Der Regen auch.
Der schwedische Sommer zeichnet sich definitiv nicht durch sein kontinuierlich sonniges Wetter aus. Wenn ihr morgens das Haus verlasst, ist der Himmel blau und die Sonne lacht euch an. Drei Stunden später zieht sich der Himmel innerhalb von zehn Minuten zu und heftige Regenschauer prasseln auf euch nieder. Nicht gerade das, was ich unter perfektem Sommerwetter verstehe. Aber zum Glück verzieht sich der Regen meist genauso schnell, wie er aufgetaucht ist. Seid also besser auf alle Eventualitäten vorbereitet und tragt einen Regenschirm bei euch!


5) Auf in den Schärengarten!
Was im schwedischen Sommer definitiv nicht fehlen darf, ist ein Besuch der Schären. Auf den vielen kleinen Inseln gibt es nicht nur Boote und typische, rote Häuser, sondern auch Wälder und Strände. Selbst im Stockholmer Schärengarten hat jede Insel ihren eigenen Charme und etwas anderes zu bieten. Typisch schwedisch ist es im Sommer mit seinem Boot raus auf eine Insel zu fahren. Viele Schweden besitzen dort sogar ihr eigenes Sommerhaus, wo sie ihre Ferien verbringen. Doch auch, wenn ihr nur einen Tagesausflug macht, werdet ihr schnell die schwedische Weite und Freiheit erleben, wenn ihr mit der Fähre durchs Meer zwischen den kleinen Inseln fahrt.
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22. Juli 2016

Rezept: Aprikosen-Orangenblüten-Limonade

Nachdem der Sommer endlich aufgetaucht ist, habe ich ganz schnell Lust bekommen, endlich mal wieder selber Limonade zu machen. Ich wollte schon seit langem Limonade mit Orangenblütenwasser machen und es waren gerade Aprikosen Zuhause. Die Entscheidung war also schnell gefallen: Aprikosen-Orangenblüten-Limonade. Die Aprikosen sorgen für eine sommerliche Note und das Orangenblütenwasser verleiht der Limonade ein ganz besonderes Aroma. Bei den heißen Temperaturen auf jeden Fall total erfrischend!

Selbstgemachte Aprikosen Limonade mit Orangenblütenwasser

Zutaten (für etwa 10-12 Gläser)
- 500g reife Aprikosen
- 3 kleine Zitronen
- 70ml Honig
- 8 TL Orangenblütenwasser
- 300ml Wasser
- 2 Liter kaltes Sprudelwasser
- Crushed Ice

Selbstgemachte Aprikosen Limonade mit Orangenblütenwasser
Selbstgemachte Aprikosen Limonade mit Orangenblütenwasser

Zubereitung
Die Aprikosen waschen, entkernen und in grobe Stücke schneiden. Die Fruchtstücke in einen Topf geben und das Wasser und den Honig hinzufügen. Nun alles zum Kochen bringen, dann die Hitze etwas reduzieren und unter gelegentlichem Umrühren etwa 15 Minuten lang köcheln lassen bis die Aprikosen weich geworden sind.

Die Früchte leicht abkühlen lassen und mit einem Pürierstab zu einer feinen Masse verarbeiten. Den Fruchtsirup durch ein Sieb gießen, um größere Stücke zu entfernen. Die Zitronen auspressen und den Saft sowie das Orangenblütenwasser zum Fruchtsirup geben und gut verrühren. Danach für 1-2 Stunden in den Kühlschrank stellen bis der Sirup kalt ist.

Schließlich den Sirup in eine Karaffe umfüllen, langsam mit kaltem Sprudelwasser auffüllen und vorsichtig umrühren. Crushed Ice in Gläser füllen und mit der Aprikosen-Limonade übergießen. Cheers!

Selbstgemachte Aprikosen Limonade mit Orangenblütenwasser
Selbstgemachte Aprikosen Limonade mit Orangenblütenwasser
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5. Juli 2016

Die Sache mit dem Leben im Ausland: 10 Monate Stockholm

In dem Moment, wo ich diesen Text verfasse, kann ich es selbst kaum glauben: Es ist bereits 10 Monate her, dass ich meine Koffer gepackt habe und nach Stockholm gezogen bin. Fast ein ganzes Jahr und es ist wie im Fluge vergangen. Die ersten zwei Semester sind vorbei und es gab Höhen und Tiefen. Während des Sommers bin ich jetzt Zuhause in Köln, aber ich möchte trotzdem ein Fazit ziehen, was im letzten Jahr so alles passiert ist und einen kleinen Blick auf meine zukünftigen Pläne werfen.

Stockholm im Sommer

10 Monate in Stockholm: Ein Fazit

In meinem ersten Fazit nach 4 Monaten in Stockholm hatte ich ja berichtet, dass ich einen ziemlich schwierigen Start hatte, aufgrund von schlechter Wohnsituation und zu viel Stress. Seit letztem November wohne ich aber in einer internationalen WG, mit einem Inder, einer Ungarin und einer Französin zusammen und fühle mich dort total wohl. Es gibt keinen Streit, die Stimmung ist ausgeglichen und wir verstehen uns alle gut. Mittlerweile ist mein WG-Zimmer auch Dank vieler kleiner Errungenschaften aus meinem Lieblings-Dekogeschäft Lagerhaus richtig gemütlich geworden und fühlt sich einfach wie mein Rückzugsort und Zuhause an.

Leider fing aber auch das zweite Semester zunächst nicht so gut an. Es war immer noch Winter, demnach kalt und dunkel. Zwar waren der Schnee und die Sonnenuntergänge wirklich schön, aber die Dunkelheit machte mir wirklich zu schaffen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie müde das macht! Es gab Stress mit einer Freundin und dann wurde ich auch noch ziemlich krank. Hinzu kam, dass die erste Hälfte des Semesters ziemlich fordernd war und wir einen Entwurf für unsere Masterarbeit, sowie 4 weitere Essays alle bis Mitte März einreichen mussten - ganz abgesehen von meinem Nebenjob, der auch einige Zeit kostete. In meinem gesundheitlichen Zustand zu dieser Zeit unmöglich.

Stockholm im Sommer

Als es dann auf den April zuging, wurde langsam alles besser. Ich war wieder fit, das Wetter besserte sich auch endlich und zudem machte ich mir ein Praktikum bei Schwedens öffentlichen Fernsehsender SVT klar, wo ich knapp zwei Monate lang in der Dokumentations-Redaktion arbeitete. Der spannendste Job, den ich bisher hatte und vor allem so unglaublich viele nette Menschen auf einem Haufen! Wirklich eine super Erfahrung!

Was denke ich also mittlerweile von Schweden? Ich arbeite noch immer an meinem Schwedisch, denn da harpert es noch ziemlich. Aber ich fühle mich mittlerweile so richtig angekommen und es ist Alltag in meinem schwedischen Leben eingekehrt. Ich habe mir einen Freundeskreis aufgebaut, mache Sport und meditiere seit einigen Monaten auch wieder. Ich kann mich wirklich nicht beklagen, mir geht es so gut, wie schon lange nicht mehr und ich bin rundum zufrieden mit meinem Leben in Stockholm.

Källtorpssjön Stockholm

Als das Wetter besser wurde, konnte ich endlich Nutzen von meinem Balkon machen und habe viele Stunden in der Sonne verbracht und gelesen oder habe mit Freunden die Umgebung von Stockholm erkundet. Letztendlich kann ich nur sagen, dass der Sommer (oder den Teil, den ich davon mitbekommen habe) in Stockholm absolut großartig ist! Dafür ist der Winter umso beschissener, kein Witz. Aber zur Zeit liebe ich Stockholm einfach nur und wäre am liebsten gar nicht zurück nach Hause geflogen.
 
Am Anfang habe ich in Köln ein paar Tage lang erstmal einen richtigen Kulturschock gehabt und wäre am liebsten sofort zurück nach Schweden! Aber nach ein paar Tagen war es dann so, als wäre ich gar nicht weg gewesen und gerade genieße ich es, einfach nichts tun zu müssen außer lesen, Artikel schreiben, kochen, Freunde treffen, Filme schauen - alles Dinge, die Spaß machen eben. Während der Ferien geht es für mich außerdem noch in die Schweiz, nach Belgien und in die Niederlande. Und es steht ein Roadtrip durch Schweden an.

Golden Hour Stockholm

Dennoch merke ich mittlerweile, dass ein Auslandssemester noch einmal etwas ganz anderes ist, als zwei Jahre lang in einem anderen Land zu leben. Oder vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich schon in so vielen verschiedenen Ländern gelebt habe. Aber manchmal fühle ich mich ein bisschen "entwurzelt". Jedes Mal wenn ich nach Deutschland komme, hat sich etwas verändert, ohne dass ich es bemerkt habe. Briefmarken kosten mittlerweile schon 70 Cent (Was zur Hölle?!), habe ich gelernt, als ich bei der Post war - "Schon seit einem halben Jahr." Oh, oops... Und nein, der dm hat samstags auch nicht bis 20 Uhr auf, wie ich dachte, sondern nur bis 18 Uhr. Auf meine Nachfrage, wann die Öffnungszeiten geändert wurden, sagt man mir "Wir haben nur zur Weihnachtszeit bis 20 Uhr auf." Oohh...

Wie geht es also weiter? Erstmal genieße ich noch etwas deutsche Luft, aber ich freue mich schon darauf, wenn es im August für mich zurück nach Hause geht! Dann wird endlich Schweden erkundet bevor im September die Uni wieder anfängt. Und mal schauen, was ich in einem halben Jahr zu berichten habe ;)

Sonnenuntergang am Järlasjön Stockholm
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27. Juni 2016

Tipps zur Wohnungssuche in Stockholm: So findet ihr ein Zimmer!

Ich weiß noch genau, wie damals die Zusage für meinen Masterplatz an der Universität Stockholm in mein Postfach geflattert kam. Nachdem die erste Überraschung und Freude langsam verflogen war, trat schnell ein neues Gefühl an ihre Stelle: Panik. Denn wie zur Hölle sollte ich in Stockholm nur ein Zimmer finden?!

Der Ruf von der problematischer Wohnungssituation in Stockholm eilt Schwedens Hauptstadt weit voraus. Es gibt zu wenige Wohnungen, es gibt zu wenige WG-Zimmer, die Mieten sind zu hoch und vor allem bekommt man sowieso keine Mieterverträge aus erster Hand. Doch trotzdem zieht es jedes Jahr tausende von Studenten nach Stockholm, um dort ihr Studium, Auslandssemester oder ein Praktikum zu absolvieren. Ganz abgesehen von all den Leuten, die zum Arbeiten nach Stockholm ziehen.

Wie findet man also eine Wohnung oder ein Zimmer in Stockholm? Leider ist das wirklich sehr schwierig, aber mit etwas Durchhaltevermögen, Geduld, Vorsicht und ein bisschen Kreativität nicht unmöglich! Als ich mich letztes Jahr auf die Suche begeben habe, war ich zugegebenermaßen ziemlich ahnungslos und im Nachhinein weiß ich nun vieles, was ich gerne damals schon gewusst hätte. Immerhin habe auch ich ein Zimmer gefunden und ich möchte meine Tipps zur Wohnungssuche in Stockholm mit euch teilen, damit auch ihr hoffentlich schnell etwas findet!

Gamla Stan in Stockholm

Infos zur Wohnsituation in Stockholm
Generell ist es leider so, dass es für Schweden und Ausländer gleichermaßen problematisch ist, eine Wohnung zu finden. Denn bezahlbare Wohnungen sind leider eine Rarität. Das größte Problem besteht zudem darin, dass zwar viele Wohnungen angeboten werden, allerdings nur zur Zwischen- oder Untermiete. Das heißt, dass man entweder ständig umziehen muss, da der Vertrag zeitlich begrenzt ist oder dass die Mieten viel zu hoch sind, da es sich um einen Vertrag aus zweiter Hand handelt. Die Stockholmer müssen sich auf eine Warteliste setzen lassen, um eine Wohnung in der Stadt zu bekommen und kaufen zu können. Allerdings muss man etwa 10 Jahre auf der Warteliste stehen, um eine vernünftige Wohnung zu bekommen! Aus diesem Grund wollen viele ihre Wohnung behalten, wenn sie denn einmal eine bekommen haben - verständlicherweise. Aber so entsteht leider auch das Problem, dass viele ihre Wohnung untervermieten, wenn sie um- oder wegziehen und dabei deutlich auf die Miete aufschlagen, da man sich das in Stockholm leider erlauben kann. So kommen also die hohen Mieten zustande. Um einen normalen Mietvertrag zu bekommen, muss man schon wirklich Glück haben.

Altbau in Stockholm

Wohngegenden in Stockholm
Eine der Fragen, die ich mir gestellt habe, as ich erstmals nach einem Zimmer in Stockholm gesucht habe war: Wo in Stockholm sollte ich am besten wohnen - und vor allem, wo besser nicht?! Natürlich hat man erstmal den Wunsch möglichst nahe z.B. an der Uni oder dem zukünftigen Arbeitsplatz zu wohnen, aber vor allem wenn dieser im Zentrum liegt, sollte ihr diesen Wunsch lieber schnell aufgeben, denn das ist nicht nur nahezu unmöglich, sondern auch teuer. Stockholm hat jedoch ein wirklich gutes U-Bahn-System, die T-bana (Rote Linie, Grüne Linie und Blaue Linie), welche einen überall recht schnell hinbringt. Bei der Wohnungssuche solltet ihr deshalb vor allem darauf achten, ob eine T-bana Haltestelle in der Nähe ist und falls nicht, ob es einen Bus gibt, der euch möglichst schnell dorthin bringen kann. Alternativ ist natürlich auch eine Lage nahe einer Pendeltåg (Zug) Haltestelle sehr praktisch. Auf einer Karte von Stockholm sehen die Vororte Stockholms alle unglaublich weit weg aus, aber lasst euch am besten vom Google Maps Routenplaner anzeigen, wie lange ihr mit der U-Bahn von einer Haltestelle bis nach T-Centralen (dem Hauptbahnhof) braucht, das gibt euch eine ganz gute Vorstellung von der Entfernung.

Zum unmittelbaren Zentrum von Stockholm gehören die Stadtteile Östermalm, Norrmalm, Vasastan, Djurgården, Kungsholmen, Gamla Stan und Södermalm. Während Östermalm vor allem exklusiv und nobel ist, findet man in Södermalm eher das altenative, hippe Volk von Stockholm. Relativ ruhig und sicher kann man aber zum Beispiel auch in Vällingby, Bromma, Solna, Sollentuna, Danderyd, Lidingö, Nacka, Enskede, Liljeholmen oder Hägersten leben. Stadtteile, die weniger sicher sind und wo es öfter zu Kriminalität kommen kann sind hingegen Kista, Husby und Akalla, Rinkeby und Tensta, Skarpnäck, Bredäng, Alby und Fittja, Vårberg und Skärholmen sowie Hallunda, Norsborg und Tumba. Natürlich sind das alles meine persönlichen Einschätzungen sowie die meiner Freunde, aber von den meisten dieser Wohngegenden würde ich mich vor allem abends fernhalten.

Strandvägen in StockholmFruängen in Stockholm

Mietpreise in Stockholm
In erster Linie solltet ihr euch darauf einstellen, dass die Mieten höher sind als in Deutschland. Mit großer Wahrscheinlichkeit werdet ihr eine Wohnung oder ein Zimmer finden, dass teuer ist. Sicherlich gibt es auch da Ausnahmen, zum Beispiel wenn ihr ein Zimmer im Studentenwohnheim ergattert, weiter weg vom Zentrum oder der T-bana wohnt oder einen Vertrag aus erster Hand habt. In diesem Fall kann die Miete für ein Zimmer zwischen 3000 und 3500 Schwedischen Kronen liegen (etwa 318 bis 370 Euro, Stand: 25.06.2016). In den allermeisten Fällen werdet ihr aber weniger Glück haben und müsst euch mit den normalen Mieten für ein Zimmer begnügen, die von 4000 bis 6500 SEK (etwa 425 bis 690 Euro, Stand: 25.06.2016) und mehr reichen können - Stockholm eben. Wenn euch etwas mehr Geld zur Verfügung steht, könnt ihr auch nach einer kleinen Wohnung Ausschau halten, hier bezahlt ihr je nach Lage und Austattung zwischen 6000-10.000 SEK (etwa 636 bis 1060 Euro, Stand: 25.06.2016) und mehr für ein etwa 25m2 großes Apartment.

Strandvägen in Stockholm

Wohnungsbetrüger in Stockholm
Leider ist die schwierige Wohnungssituation in Stockholm kein Geheimnis und das machen sich einige Leute zu Nutzen. Der Wohnungsmarkt hat viele seriöse Angebote zu bieten, doch leider tummeln sich dazwischen auch einige Betrüger, die versuchen, verzweifelte Studenten übers Ohr zu hauen. Lasst euch von eurer Verzweiflung also nicht soweit bringen, dass ihr alles in Kauf nehmt, sondern seid wachsam. Meist erkennt man unseriöse Angebote schnell: Die Anzeigen sind in Englisch verfasst, die Beschreibung der Wohnung oder des Zimmers klingt einfach zu gut, um wahr zu sein (Lage direkt im Zentrum, moderne und neue Ausstattung, gute Verkehrsanbindung etc.) und die Miete scheint überraschend niedrig. Spätestens wenn ihr euer Interesse bekundet, werdet ihr feststellen, ob der Vermieter die Masche eines Bertrügers anwendet. Die häufigsten sind folgende:
  1. Der Vermieter arbeitet und lebt derzeit angeblich im Ausland und schickt als Beweis Fotos der Wohnung und eine Kopie seines Ausweises - meist ist beides gestohlen! Ihr werdet außerdem danach gefragt im Voraus eine Kaution zu zahlen, meistens auf ein ausländisches Konto. 
  2. Der angebliche Vermieter vereinbart mit euch einen Besichtigungstermin, ihr besichtigt die Wohnung oder das Zimmer und sobald ihr euch auf Einzugsdatum und Miete geeignigt habt, sollt ihr eine Kaution zahlen (meistens Cash) bevor ihr einzieht. Sobald ihr das getan habt, ist der Vermieter unauffindbar und nicht mehr zu erreichen. Deshalb solltet ihr niemals etwas bezahlen, bevor ihr keinen Vertrag unterschrieben und die Identität des Vermieters überprüft habt! Besonders raffinierte Betrüger händigen den Mietern sogar einen Schlüssel aus - der sich allerdings im Nachhinein als Fälschung herausstellt, die nicht zur Tür passt.
Wie könnt ihr also Betrüger vermeiden?
  1. Fragt den Vermieter nach persönlichen Informationen (Name, Telefonnummer, Personennummer).
  2. Kontrolliert, ob die Adresse der Wohnung tatsächlich existiert.
  3. Sucht bei Google nach dem Namen des Vermieters, um herauszufinden, ob andere bereits auf einen Betrüger mit diesem Namen hereingefallen sind. Auf Seiten wie hitta.se könnt ihr außerdem die Adresse des Vermieters überprüfen.
  4. Verschickt niemals euren eingescannten Ausweis - diesen kann der angebliche Vermieter dann in seinen nächsten Betrügen benutzen.
  5. Bezahlt niemals die Kaution bevor ihr die Wohnung nicht gesehen und den Vertrag unterschrieben habt!
  6. Manchmal gibt es seriöse Vermieter, die bereits im Voraus eine Kaution überwiesen haben möchten. In diesem Fall, solltet ihr sichere Zahlungsmethoden wie PayPal nutzen.
  7. Bezahlt niemals Cash, denn das macht es schwierig für euch eine Zahlung zu beweisen, falls es zu Problemen kommt.
Hägerstensåsen
Schlechte Wohnungsangebote in Stockholm
Als ob es mit der Wohnungsnot, den hohen Mieten und den Betrüger auf dem Wohnungsmarkt nicht schon schwierig genug wäre, kommen zu guter Letzt noch die Angebote hinzu, die zwar seriös sind, aber dafür echt nicht so das Wahre. Generell würde ich euch auf jeden Fall raten, wenn ihr gerade in akuter Wohnungsnot seid, da z.B. bald das Semester anfängt, dann nehmt, was ihr kriegen könnt! Notfalls könnt ihr euch immer noch nach etwas Besserem umsehen, aber setzt eure Ansprüche am Anfang nicht zu hoch an. Denn vor allem zu Beginn eines Semesters suchen unzählige schwedische und ausländische Studenten nach Wohnungen. Dennoch solltet ihr euch darüber bewusst sein, dass manche Angebote echt nicht besonders toll sind, auch wenn die Vermieter seriös und der Mietpreis in Ordnung ist.

Es gibt zum Beispiel viele Familien oder alleinstehende Personen, die ein Zimmer in ihrer Wohnung untervermieten, um entweder ein wenig Geld zu verdienen oder weil sie ohne dieses Einkommen nicht ihre Miete zahlen können. Sicherlich gibt es auch hier positive Beispiele, wo die Vermieter tatsächlich an einem Zusammenleben mit euch interessiert sind. Aber leider habe ich bereits von vielen anderen gehört, die so wie ich schlechte Erfahrungen mit diesem "Wohnmodell" gemacht haben. In der Regel handelt es sich nämlich nicht um eine richtige WG oder ein Zusammenleben, sondern die Person oder Familie vermietet das Zimmer nur wegen des Geldes an euch. Im Schlimmsten Fall werdet ihr ignoriert, sollt euch an allerlei seltsame Regeln halten (die Küche nicht mehr nach 19 Uhr benutzen, nicht nach 22 Uhr nach Hause kommen, keine Freunde mitbringen etc.), werdet als kostenloser Babysitter missbraucht oder euch wird das Leben zur Hölle gemacht. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ihr vor allem zu Beginn eines neuen Semesters wirklich besseres zu tun habt als euch mit eurem Vermieter herumzustreiten, deshalb kann ich jedem nur wärmstens ans Herz legen, sich vorher gut zu überlegen, ob die Wohnsituation für ihn tragbar ist. Sonst endet ihr nachher wie ich bei einer psychopathischen, 59-jährigen, esoterischen Schwedin, die an Verschwörungstheorien glaubt und Meditationskurse in ihrem Wohnzimmer abhält ;)

Kungsholmen in Stockholm

Eine Unterkunft in Stockholm finden
Wie ihr bereits gemerkt habt, gibt es so einiges zu beachten, wenn man nach einem Zimmer oder einer Wohnung sucht. Es ist allerdings nicht unmöglich etwas Schönes zu finden! Jetzt geht es also ans Eingemachte - hier sind meine persönichen Tipps, wie ihr ein Zimmer in Stockholm findet.

Zimmer im Studentenwohnheim in Stockholm finden
Die einfachste und billigste Option ist es, ein Zimmer im Studentenwohnheim in Stockholm zu bekommen. Hier findet ihr unter anderem auch möblierte Zimmer, was recht praktisch ist, wenn ihr vielleicht nur ein Auslandssemester macht. In der ganzen Stadt gibt es verschiedene Wohnheime, sowohl zentral als auch etwas außerhalb gelegen. Um euch für ein Zimmer im Studentenwohnheim zu bewerben, müsst ihr euch auf der Website von Stockholms Studentbostäder (SSSB) einen Account anlegen. Von da an steht ihr auf der Warteliste und sammelt Credits. Wichtig: Um auf der Warteliste zu stehen, müsst ihr ein Mitglied des Studentenwerks einer Universität in Stockholm sein, allerdings könnt ihr euch bereits etwa 3 Monate vorher registrieren und anfangen Credits zu sammeln. Nach spätestens 90 Tagen müsst ihr allerdings dem Studentenwerk beigetreten sein. Auf der Website könnt ihr dann nach verfügbaren Zimmern suchen und euch online dafür bewerben. Um ein Zimmer zu bekommen, müsst ihre eine gewisse Anzahl an Credits gesammelt haben. Wenn ihr erstmal nur ein Zimmer zur Zwischenmiete wollt, könnt ihr auf verschiedenen anderen Seiten suchen:
  • Lappis: Forum des Wohnheims Lappis
  • Lappis: Facebook-Gruppe des Wohnsheims Lappis
  • Kungshamra: Facebook-Gruppe des Wohnsheims Kungshamra
WG-Zimmer in Stockholm finden
WG-Zimmer in Stockholm gesucht? Wenn ihr gerne mit anderen Studenten oder jungen Leuten zusammen in einer WG wohnen möchtet, gestaltet sich die Suche als etwas schwierig. Der Grund ist, dass Wohngemeinschaften in Stockholm ziemlich unüblich sich. Die meisten Schweden wohnen entweder alleine oder mit Freunden zusammen. Ein Zusammenleben mit Fremden ist eher ungewöhnlich und entsteht meist nur aus dem Wunsch heraus, eine zusätzliche Einnahmequelle zu haben. Jedoch ist es nicht unmöglich eine WG zu finden, wenn man weiß, wo man suchen muss. Ihr solltet aber im Hinterkopf behalten, dass es leider nur ein geringes Angebot an richtigen WGs gibt. Die meisten WGs in Stockholm liegen weiter außerhalb in der Natur, wo mehrere Gleichgesinnte zusammen eine Villa anmieten. Viele der WGs sind außerdem rein vegetarisch oder vegan. Beliebte Schlagwörter, wenn ihr nach WG-Zimmern in Stockholm sucht sind z.B. Kollektiv Stockholm, Flatshare Stockholm oder Shared apartment Stockholm. WG-Zimmer könnt ihr vor allem auf diesen Seiten finden:
Zimmer und Wohnungen in Stockholm finden
Wenn ihr in Stockholm ein (möbliertes) Zimmer mieten möchtet, aber euch egal ist, ob dieses zu einer richtigen WG gehört, dann habt ihr bereits etwas mehr Auswahl, da viele Familien und Einzelpersonen Zimmer in ihrer Wohnung untervermieten, um sich etwas dazu zu verdienen. Wenn euch etwas mehr Geld zur Verfügung steht, gibt es außerdem die Möglichkeit kleine Apartments anzumieten. Auf folgenden Seiten findet ihr Angebote für Zimmer und Wohnungen:
Desweiteren lohnt es sich, regelmäßig einen Blick in diverse Facebook-Gruppen zu werfen. Dort könnt ihr nicht nur nach Angeboten suchen, sondern auch selbst eine kleines Gesuch posten. Gebt euch dabei Mühe und versucht aus der Masse herauszustechen, denn täglich werden dort unzählige Anzeigen gepostet. Versucht euch und das, wonach ihr sucht, so gut wie möglich zu beschreiben - und seid dabei ruhig kreativ! Dann braucht ihr nur noch darauf zu warten, dass ein Vermieter euch anschreibt. In diesen Facebook-Gruppen könnt ihr suchen:
Vorläufige Zimmer in Stockholm mieten
Wenn ihr trotz aller Bemühungen keine Unterkunft gefunden habt bis ihr nach Stockholm zieht, solltet ihr vorübergehend ein Zimmer im Hostel oder über AirBnB buchen. Jedoch kann ein Aufenthalt im Hostel auf Dauer teuer werden, daher solltet ihr das nur als Zwischenlösung sehen. Auch Couchsurfing kann eine vorübergehende Möglichkeit sein. Notfalllösungen findet ihr hier:
Zimmer in Stockholm

Tipps zur Wohnungssuche in Stockholm
  • Beginnt so früh wie möglich mit der Suche!
  • Nutzt so viele verschiedene Plattformen wie möglich.
  • Sucht in verschiedenen Stadtteilen und nicht nur in unmittelbarer Nähe zur Universität.
  • Verfasst selbst eine Anzeige und stellt diese in diversen Facebook-Gruppen und/oder auf Blocket online (Es ist auf jeden Fall von Vorteil, wenn diese in Schwedisch ist!).
  • Seid kreativ beim Verfassen von Anzeigen und stecht aus der Masse heraus!
  • Begebt euch aktiv auf die Suche und wartet nicht nur darauf, dass sich Leute auf eure Anzeigen melden.
  • Meldet euch so schnell wie möglich auf neue Anzeigen (Vermieter erhalten hunderte von Nachrichten).
  • Verwendet eine freundliche und gute Beschreibung von euch selbst und eurem Lebensstil, wenn ihr einem Vermieter schreibt (Nicht nur: "Is the room still available?" oder "Hey, I'm interested in the room").
  • Antwortet so schnell wie möglich auf Nachrichten, falls euch jemand antwortet.
  • Nehmt euch in Acht vor Betrügern!
  • Versucht schon vorher nach Stockholm zu fliegen, um euch persönlich Zimmer anzuschauen, das erhöht eure Chancen enorm (Viele Vermieter sortieren Leute, die nicht persönlich vorbeikommen können, direkt aus).
  • Haltet durch, es lohnt sich! :)
Blick über Stockholm
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14. Juni 2016

City Guide: Maastricht

Nicht weit hinter der deutschen Grenze liegt Maastricht, eine der ältesten Städte der Niederlande und Hauptstadt der Provinz Limburg. Aufgrund der gut erreichbaren Lage, fahren viele Deutsche hierher, um ein wenig shoppen zu gehen. Mein heutiger City Guide zeigt euch neben den Shoppingmöglichkeiten aber auch, welche Sehenswürdigkeiten Maastricht zu bieten hat und warum man der verträumten Stadt einen Besuch abstatten sollte.

Stadtführer Maastricht

Anreise & Transport

Da Maastricht nicht weit entfernt von Aachen liegt, ist man mit dem Auto auch von Köln oder Düsseldorf aus in etwas mehr als einer Stunde dort. Parkmöglichkeiten gibt es viele, die meisten befinden sich entweder im Zentrum und sind dementsprechend teuer oder auf einem der riesigen Parkplätze und sind leider nicht unbedingt weniger teuer. Am besten parkt man deshalb ein bisschen weiter weg vom Zentrum, da wo auch die Einheimischen parken, und läuft die 10-15 Minuten dorthin zu Fuß. Abgesehen davon ist im Zentrum sowieso alles Wichtige fußläufig erreichbar.

Essen & Trinken in Maastricht

Bei einem Spaziergang durch Maastricht werdet ihr schnell feststellen, dass es dort viele Restaurants und Cafés gibt, letzteres findet ihr vor allem, wenn ihr durch die Einkaufszone Richtung Fluss lauft. Dort gibt es unter anderem viele Eisläden, die richtig gutes, selbstgemachtes Eis verkaufen. Wer es so richtig niederländisch möchte, sollte sich mittags am Marktplatz eine Tüte Pommes an Maastrichts beliebtester Frittenbude holen, dem Frituur - Restaurant Reitz. Hier gibt es meist eine lange Schlange, da es hier angeblich die besten Pommes der Stadt gibt. Aber auch sonst gibt es rund um den Marktplatz noch andere Möglichkeiten etwas zu essen, zum Beispiel an einem der Marktstände.

Holländische Pommes

Kultur & Sehenswürdigkeiten in Maastricht

Maastricht ist zwar die älteste Stadt der Niederlande, jedoch präsentiert es sich heutzutage als junge und aufgeweckte Studentenstadt. Und auch in Sachen Sightseeing hat die kleine Stadt einiges zu bieten. Es gibt unter anderem sieben gotische Kirchen und Kapellen, zwei romanische Kirchen sowie einige barocke und klassizistische Kirchen, die man leicht zu Fuß besuchen kann. Bereits am Marktplatz findet man das Rathaus und kann die Mickelers-Statue bewundern. Etwas weiter in der Binnestad, einer Fußgängerzone mit gotischen Dinghuis, findet ihr beispielsweise den Liebfrauenplatz mit der Liebfrauenbasilika (Onze Lieve Vrouwebasiliek) sowie den Vrijthof mit der St. Servatius Basilika (Sint Servaasbasiliek) und der St. Johannis Kirche (Sint-Janskerk). Desweiteren lohnt es sich durchs Studentenviertel von Maastricht zu schlendern, denn im Jekerquartier gibt es unter anderem Teile der mittelalterlichen Stadtmauer.
    Marktplatz mit Rathaus in Maastricht
    Mickelers-Statue in Maastricht
    Dinghuis in Maastricht
    Vrijthof mit der St. Servatius Basilika in Maastricht

    Aktivitäten in Maastricht

    Wenn man die typischen Sehenswürdigkeiten in der Stadtt abgeklappert hat, gibt es in Maastricht und Umgebung aber noch mehr zu entdecken. Bei schönem Wetter kann man zum Beispiel die Maaspromenade entlang der Maas spazieren und die Servatiusbrücke überqueren, um auf der anderen Seite das alte Viertel Wyck zu erkunden. Wenn ihr lieber ein wenig Ruhe möchtet, kann ich euch außerdem einen Spaziergang durch die drei aneinanderliegenden Parks Stadspark, Monseigneur Nolenspark und Aldenhofpark mit spätmittelalterlichen Stadtmauern, einem Fluss sowie einem kleinen Tiergarten empfehlen. Für echte Naturliebhaber gibt es in der Nähe von Maastricht auch einige Naturschutzgebiete wie Sint-Pietersberg oder Jekerdal und Cannerberg.

    Maaspromenade in Maastricht
    Maaspromenade in Maastricht
    Park in Maastricht
    Park in Maastricht

    Shopping in Maastricht

    Viele Deutsche fahren nach Maastricht, um dort einkaufen zu gehen. Was mir persönlich an Maastricht gefällt, ist dass man in der Stadt nicht nur viele Geschäfte findet, sondern dabei auch von der schönen Atmosphäre der kleinen Gassen umgeben ist, wie zum Beispiel in der Binnestad. Aber auch direkt hinter dem Marktplatz gibt es ein Einkaufszentrum und viele moderne Geschäfte zu finden, mit den üblichen Verdächtigen wie H&M und Co.

    Alte Straße in Maastricht
    Alte Straße in Maastricht

    Sonstiges

    Wenn ihr in Aachen, Köln oder der Umgebung wohnt, bietet Maastricht eine super Möglichkeit, um am Wochenende einen kleinen Ausflug zu unternehmen. Die Fahrtzeit ist kurz und die Stadt hat einige schöne Ecken zu bieten, die man entdecken kann. Zwar ist Maastricht keine Stadt, in der man unbedingt gewesen sein muss, aber für einen Tagesausflug lohnt es sich auf jeden Fall!

    Alte Straße in Maastricht
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    17. April 2016

    Fazit: Der Island Roadtrip im Überblick

    In den letzten Monaten habe ich hier von meinem Island Roadtrip berichtet, der uns einmal um die ganze Insel geführt hat. Dabei haben wir die unterschiedlichsten Landschaften durchquert und Sehenswürdigkeiten passiert: Vulkane, Gletscher, Berge, Täler, Wasserfälle, heiße Quellen, Seen, Strände und Fjorde. Im heutigen Artikel habe ich eine Übersicht unseres Island Roadtrips zusammengestellt.
    Landschaft in Island

    Ihr findet diesmal unsere täglichen Reiseetappen im Überblick, inklusive einer Karte mit unserer Reiseroute sowie den entsprechenden Unterkünften. Außerdem gebe ich euch noch ein kleines Fazit zu meiner Reise durch Island. In einiger Zeit folgt außerdem auch ein Travel Guide für Island, in dem ich alle wichtigen Infos zum Reisen in Island zusammenfassen werde.


    Island Roadtrip: Reiseroute im Überblick

    Tag 1: Keflavík - Hvollsvöllur
    Sightseeing & Aktivitäten: Landschaft entlang der Ringstraße 1
    Übernachtung: Garðsauki Guesthouse

    Tag 2: Hvollsvöllur
    Sightseeing & Aktivitäten: Þórsmörk & Goðaland, Dýrholæy, Skógafoss
    Übernachtung: Garðsauki Guesthouse

    Tag 3: Hvollsvöllur
    Sightseeing & Aktivitäten: Vestmannæyjar/Heimæy, Seljalandsfoss
    Übernachtung: Garðsauki Guesthouse

    Tag 4: Hvollsvöllur - Kirkjubæjarklaustur
    Sightseeing & Aktivitäten: Landmannalaugar, Vík
    Übernachtung: Hótel Laki

    Tag 5: Kirkjubæjarklaustur - Berunes
    Sightseeing & Aktivitäten: Svínafellsjökull, Jökulsárlón
    Essen (Restaurant Tipp): Berunes Hostel Restaurant
    Übernachtung: Berunes Hostel

    Tag 6: Berunes - Akureyri
    Sightseeing & Aktivitäten: Goðafoss
    Übernachtung: Akureyri Hostel

    Tag 7: Akureyri
    Sightseeing & Aktivitäten: Hverarönð, Krafla, Leirhnjúkur, Mývatn
    Übernachtung: Akureyri Hostel

    Tag 8: Akureyri - Árdalur
    Sightseeing & Aktivitäten: Laufás, Húsavík
    Übernachtung: Árdalur Farmhouse

    Tag 9: Árdalur
    Sightseeing & Aktivitäten: Ásbyrgi, Dettifoss
    Übernachtung: Árdalur Farmhouse

    Tag 10: Árdalur - Sæberg
    Sightseeing & Aktivitäten: Landschaft entlang der Ringstraße 1
    Übernachtung: Sæberg Hostel

    Tag 11: Sæberg - Reykjavík
    Sightseeing & Aktivitäten: Landschaft entlang der Ringstraße 1
    Übernachtung: KEX Hostel

    Fazit
    Insgesamt ist Island ein absolutes Muss für Naturliebhaber und Fotografen. Im Grunde ist die komplette Insel sehenswert und es gibt so viel zu entdecken, dass ein Urlaub gar nicht ausreicht. Die Landschaft ist abwechslungsreich und hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Ob normaler Roadtrip oder Wanderurlaub, in Island findet man noch unberührte Natur. Insbesondere im Sommer ist es sehr lange hell, sodass einem viel Zeit zum Reisen und Entdecken bleibt. Allerdings spielt das Wetter nicht immer so ganz mit und richtig warm wird es auch im Sommer nicht. Meine persönlichen Reisehighlights waren Þórsmörk, Landmannalaugar und Heimæy im Süden sowie Húsavík, der Goðafoss und der Dettifoss im Norden. Außerdem solltet ihr auch ein wenig Zeit für Reykjavík einplanen, da die Stadt wirklich toll ist!
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    29. Februar 2016

    Typisch Schwedisch: 5 Dinge, die das schwedische Leben ausmachen

    Mittlerweile ist es bereits sechs Monate her, dass ich nach Stockholm gezogen bin. In der Zeit sind mir bereits viele Unterschiede zwischen Deutschland und Schweden aufgefallen, an denen ich euch natürlich teilhaben lassen möchte. Beim letzten Mal habe ich euch bereits von einigen typisch schwedischen Dingen berichtet und heute folgen die nächsten!

    Sommer in Stockholm

    1) Black is the new black
    Die Schweden sind bekannt für ihre stylische Mode und ihr schlichtes Interior Design. Sich unter das schwedische Volk zu mischen, ist gar nicht so schwer, wenn man drei Regeln beachtet:
    1. Halte dein Outfit schlicht!
    2. Ein gutes Outfit ist schwarz - egal für welchen Anlass.
    3. Sorge dafür, dass du trotzdem sportlich aussiehst (zum Beispiel durch schicke Sportschuhe).
    Bereits im Fitnesstudio fällt auf, dass hier niemand in ollen Jogginghosen rumläuft, sondern die meisten auch beim Sport in engen Trainingshosen und Shirts eine gute Figur abgeben wollen. Ist man in der Stadt unterwegs und sieht sich um, fällt relativ schnell auf: Die Schweden lieben schwarze, schlichte Outfits. Vielleicht weil Schwarz einfach zu allem passt oder einen super Kontrast zu blondem Haar darstellt, aber bezüglich Farbe sind die Schweden eher zurückhaltend. Meine schwedischen Kommilitonen scherzen schon immer, dass sie heute wieder in "ihrer Uniform" unterwegs sind. Wer mich kennt, weiß, dass ich hier also ganz schön aus dem Raster falle. Ich mag Farben und ich mag Muster! Und daran wird sich auch so schnell nichts ändern, auch wenn ich Gefallen daran gefunden habe, an manchen Tagen ein schlichtes, schwarzes Outfit zu wählen ;)

    2) Ein persönlicher Waschsalon
    "Nein, sorry ich kann morgen Nachmittag nicht, da habe ich schon die Waschmaschine gebucht!", ist hier ein ganz normaler Grund, um ein Treffen zu verschieben. Die Mietshäuser und Wohnanlagen haben in der Regel einen separaten Waschraum mit mehreren Waschmaschinen und Trocknern. Da das bei so vielen Hausbewohner schnell zu Chaos führen könnte, gibt es ein Buchungssystem: eine Tafel, auf der man eine Waschmaschine an einem bestimmten Datum und für eine bestimmte Zeitspanne buchen kann. Und wenn man für Samstagnachmittag von 14:30 bis 17 Uhr die Waschmaschine gebucht hat, steht eben Wäsche an. Denn wenn man nicht rechtzeitig auftaucht, übernimmt jemand anderes die Waschmaschine und wer weiß, wann das nächste Mal eine frei wird! Irgendwie finde ich es auch ganz witzig, meine Wäsche in diesem großen Waschraum zu waschen, wo zur gleichen Zeit schwedische Hausfrauen ihre Wäsche falten. Fast wie in einem echten Waschsalon. Achja, und vergesst bloß nicht eure Wäsche in einer blauen IKEA-Tüte zum Waschraum zu tragen!

    Köttbullar

    3) Regale voller Knäckebrot
    Das mit der Fika hatten wir ja bereits beim letzten Mal geklärt und zu jeder guten Fika gehören natürlich schwedische Köstlichkeiten wie Kanelbullar (Zimtschnecken), Semla (Gebäck mit Sahne und Marzipan), Kladdkaka (Schokoladenkuchen) oder Chokladbollar (Schokoladenkugeln) dazu. Die Schweden haben einigen ihrer liebsten Gebäcke sogar einen eigenen Ehrentag gewidmet: den Kanelbullens dag, den Semladag oder den Våffeldag. Weitere kulinarische Highlights aus Schweden sind den meisten von euch vermutlich von IKEA bekannt: Köttbullar (Fleischbällchen) mit Kartoffelbrei und Lingon (Preiselbeeren), Knäckebrot (das im Supermarkt ganze Regale füllt) oder Daim-Schokolade. Weniger mein Ding und etwas exotischer: Elchfleisch, Surströmning (fermentierter Hering, der extrem stinkt) oder Sill (eingelegter Hering). Fragt mich bitte nicht, wer freiwillig Fermentiertes isst, das habe ich mich schon damals in Island gefragt.

    4) Zwei Matratzen sind besser als eine!
    Eine weitere Besonderheit in Schweden ist ihre Vorliebe für die sogenannten Resårbottnar, Betten im schlichten Design, die quasi aus der Matratze (mit eingebautem Lattenrost) und den Füßen bestehen; sowas wie Bettrahmen, separates Lattenrost oder Kopfteil gibt es nicht. Lustigerweise besitzen solche Betten aber zwei Matratzen: die Bäddmaddrass und die Resårmaddrass. Zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, aber man fühlt sich immerhin ein bisschen wie die Prinzessin auf der Erbse.

    Schwedisches Wohnhaus

    5) Keine Klingeln, keine Namensschilder
    Habt ihr euch schonmal vorgestellt, wie es wäre, einen Freund zu besuchen, vor dessen Haus anzukommen und vor der verschlossenen Tür weder Namensschilder noch Klingeln zu finden? Vermutlich nicht, denn das macht ja auch überhaupt keinen Sinn! In Schweden ist das aber leider Normalität. In den meisten Fällen findet man an der Haustür eines Wohnhauses bloß eine Tastatur über die man einen Tür-Code eingeben muss, um ins Treppenhaus zu kommen. Falls man es bis dahin geschafft hat, ist schonmal ein großer Schritt getan. Jetzt muss man nur noch die richtige Tür finden - und falls man Glück hat, gibt es dort sogar eine Klingel. Die sieht aus wie ein Knopf an der Tür und klingt ein bisschen wie ein kleines Glöckchen. Falls euch euer Freund aber vorher nicht den Tür-Code gegeben hat, steht ihr jetzt natürlich immer noch vor der Haustür. Und das ist manchmal ganz schön doof, wenn euer Freund zum Beispiel sein Handy nicht hört. Also schnell mal eine Nachricht schicken: "Ich bin vor deinem Haus. Lässt du mich rein?".
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