5. Mai 2013

City Guide: Prag

Geschichte, Architektur und Kultur - Prag ist eine Stadt, die viel zu bieten hat. Nach Prag wollte ich schon länger und letzten Sommer, im Juli 2012, war es dann endlich so weit! Zusammen mit meinem Freund, seiner Schwester und einer Freundin fuhren wir mit meinem alten Schrottauto los, um vier Tage lang diese wunderschöne Stadt zu entdecken.

Ich hatte auch schon seit Langem geplant einen City Guide zu Prag zu schreiben, aber bisher habe ich es immer vor mir her geschoben, da es doch einige Arbeit macht die ganzen Infos nochmal zusammen zu tragen, die ich schon fast wieder vergessen habe. Heute gibt es also meine persönlichen Erfahrungen aus Prag und in nächster Zeit werden eventuell noch einige Foto-Posts folgen, um für ein wenig bildliche Inspiration zu sorgen. Unterteilt habe ich den Post in Unterkunft, Transport, Essen, Kultur/Sightseeing, Ausgehen und Sonstiges.

Unterkunft in Prag

Wir haben uns damals dazu entschieden zwei Doppelzimmer in einem Haus mit Apartments zu buchen. Bei unserer Ankunft wurden wir positiv überrascht, denn die geräumigen Apartments waren frisch renoviert, ausgestattet mit moderner Küche und Bad und eins der Apartments besaß sogar einen Balkon mit Blick über die umliegenden Häuser. Wir haben damals bei HRS gebucht, jedoch scheint es unsere Unterkunft von damals leider gar nicht mehr zu geben.
Dennoch finde ich es eine tolle Alternative in einem Apartment zu übernachten statt in einem Hotel oder Hostel. Zwar waren unsere Apartments damals etwas außerhalb des Zentrums gelegen, jedoch war die Anbindung mit der Bahn sehr gut. Was meiner Meinung nach jedoch der größte Vorteil war: Man konnte die Stadt aus der Sicht der Einheimischen erleben, da die Wohnungen mitten in einem normalen Wohngebiet lagen. Daher war es abends auch immer ruhig und entspannt. Außerdem war die Übernachtung in den Apartments sogar richtig billig, umgerechnet nur etwa 63€ haben wir pro Person für vier Nächte bezahlt. Also schaut ruhig mal, ob ihr nicht irgendwo ein schönes Apartment buchen könnt!

 

Transport in Prag

Wenn ihr nicht direkt im Zentrum wohnt, kommt ihr mit der Straßen- oder U-Bahn schnell von A nach B. Wir hatten damals ein 4 oder 5-Tage-Ticket. Das Problem war nur, dass die Ticketautomaten keine Scheine genommen haben und man daher immer genug Münzen bei sich haben musste. Desweiteren konnte man das besagte 4-Tage-Ticket weder am Ticketautomaten noch am offiziellen Ticketschalter kaufen (total bescheuert oder nicht?), sondern nur in bestimmten Kiosks.

Essen & Trinken in Prag

Da wir in einem Apartment wohnten, haben wir meistens selber gekocht, doch natürlich haben wir es uns auch nicht nehmen lassen ein paar Restaurants in Prag zu testen. Dabei sind mir zwei in besonders guter Erinnerung geblieben und tatsächlich haben wir beide durch Zufall entdeckt, da wir uns vorher nichts aus dem Reiseführer herausgesucht hatten.

Zum einen lässt sich da die Pizzeria Lascala (Celetná 5) erwähnen. Wir hatten Lust auf Pizza und waren verzweifelt auf der Suche nach einem Pizza Hut, nachdem wir am Rand der Verzweiflung und kurz vorm Hungertod standen, entdeckten wir schließlich dieses Restaurant in der Nähe des Altstädter Rings. Der Service war etwas unprofessionell, was wohl an dem total verpeilten Kellner lag, jedoch war die Pizza wirklich ausgesprochen gut!

Ein anderes Mal lockte ein Restaurant mit einer Aufstelltafel draußen auf der Nerudova Straße. Zur Auswahl standen zwei verschiedene Menüs bestehend aus einer Suppe, einem Hauptmenü und einem Dessert für umgerechnet nur 10€. Zugegebenermaßen war ich ziemlich skeptisch, bei dem Preis kann einem ja eigentlich nichts Gutes vorgesetzt werden, doch zum Glück hatte ich mich getäuscht. Durch einen Durchgang gelangten wir zu einem kleinen, wunderschönen Innenhof, indem das Restaurant zu dieser Jahreszeit Tische aufgestellt hatte. Das Essen war wirklich sehr lecker und die regionale Hauptspeise war so üppig, dass es mir sogar zu viel war. Auch die Getränkeauswahl konnte beispielsweise durch hausgemachte Limonade überzeugen. Leider kann ich mich nicht mehr an den Namen des Restaurants erinnern, jedoch sollte es leicht zu finden sein, wenn man die entsprechende Straße entlang läuft. Definitiv ein süßer Ort mit viel Charme und einem guten Angebot.

Kultur & Sehenswürdigkeiten in Prag

Das Besondere an Prags Stadtbild? Hier treffen viele verschiedene Architekturstile aufeinander und bilden ein einzigartiges Gesamtbild. Von Gotik über Barock und Jugendstil bis hin zum Kubismus kann man dort alles finden. Mir hat es deshalb auch schon gefallen einfach durch die Straßen der Altstadt zu schlendern und die wunderschönen Fassaden der zahlreichen Altbauten zu bewundern. Ebenso lohnt sich ein Besuch am Altstädter Ring, denn auch dort warten schöne Gebäude unterschiedlichster Stilrichtungen.
Bei einem Urlaub in Prag sollte man natürlich auch zur Karlsbrücke gehen. Auf dem Weg zur Karlsbrücke am Ufer des Flusses entlang hat man außerdem bereits einen tollen Ausblick auf die Prager Burg. Die Karlsbrücke ist eigentlich sehr schön, vor allem wegen der Heiligenfiguren, die sie zieren, allerdings war sie im Juli so hoffnungslos überfüllt, dass ich das Gefühl hatte eine Einkaufsstraße entlang zu laufen. Und so sah es sogar auf meinen Fotos aus! Mein Tipp daher: Entweder wirklich früh morgens vielleicht sogar zum Sonnenaufgang dorthin gehen oder eben nachts. Vor allem im Dunkeln hat man einen schönen Blick auf das nächtliche Prag und die Stadtlichter und es ist fast nichts los auf der Brücke.
Macht euch die Mühe und lauft den Berg hinauf zur Prager Burg. Von dem Hügel aus hat man einen wunderschönen Ausblick über die Stadt mit ihren roten Dächern und den türkisen Kuppeln der Kathedralen. Von hier aus kann man zum Beispiel auch die St. Niklas und die St. Nikolaus Kirche sehen. Ganz in der Nähe befindet sich außerdem auch der Veitsdom. Wenn ihr nach etwas Entspannung sucht, bietet es sich an danach ein wenig durch den nahegelegenen Park zu schlendern. Seltsamerweise darf man bloß nicht den Rasen betreten oder sich darauf setzen, allerdings gibt es immerhin genug Bänke.

Ausgehen in Prag

Als wir abends nochmals zur Karlsbrücke fuhren, fing es an total zu regnen und so richtig zu gewittern. Draußen bei Gewitter herumlaufen? - Nicht mit mir! Es musste ein Unterschlupf her und zwar schnell. Wenn ich es mir so recht überlege, war auch das totales Glück, denn es blieb keine Zeit im Reiseführer zu blättern, sondern wir stürzten in die nächste Bar an der wir vorbeikamen, das U Malého Glena (Karmelitská 23). Eine richtig gemütliche Bar mit leckeren Cocktails. Außerdem wird dort auch Essen, wie Pommes oder Nachos angeboten, die wir aber leider nicht probiert haben. Allerdings sahen sie ziemlich lecker aus. Das Besondere am U Malého Glena ist, dass es sich nicht nur um eine gewöhnliche Bar handelt, sondern dass dort oft Live-Musik im Gewölbekeller der Bar zu hören ist. Die Bar ist bekannt dafür, dass dort regelmäßig Jazz- und Bluesbands auftreten.

 Sonstiges

Kommt ihr gut mit Hitze klar? Nein? Dann fahrt besser nicht im Juli nach Prag. Vielleicht war es auch nur Zufall, doch als wir da waren, war es das ganze Wochenende ca. 30°C warm, meiner Meinung nach viel zu heiß wenn man eine Stadt erkunden will. Die Temperaturen waren wirklich zu viel des Guten und haben uns schnell müde gemacht. Außerdem waren zu der Zeit auch übertrieben viele Touristen dort. Ansonsten eine wirklich tolle Stadt, die man gut an einem Wochenende entdecken kann. Wichtig: Ich würde euch empfehlen Geld am Automaten abzuheben oder bei der Bank zu tauschen. Es gibt allerdings auch zahlreiche kleine Wechselstuben, die sich in Gassen oder Gängen befinden. Aber Vorsicht: Ihr solltet vorher genau prüfen zu welchem Wechselkurs ihr das Geld dann bekommt und auch noch einmal selbst nachrechnen, denn es gibt viele Betrüger, die einen übers Ohr hauen wollen.
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1. Mai 2013

Rezept: Blaubeerpancakes

Luftig lockerer Teig, süße Blaubeeren und eine zarte Vanillenote. Ist wird Zeit für leckere Blaubeerpancakes! Ich habe lange herumprobiert bis ich das perfekte Rezept für Blaubeerpfannkuchen gefunden habe, denn ich mag meine Pfannkuchen gerne sehr fluffig. Aber mit dieser Zusammenstellung bin ich ehrlich gesagt sehr zufrieden.


Zutaten (für 4 Portionen)
- 400ml Buttermilch
- 180g Mehl
- 150g Blaubeeren
- 80g Zucker
- 2 Eier
- 1 Prise Salz
- 1 TL Backpulver
- 1/2 TL Natron
- 1 TL Vanille
- Butter oder Öl zum Anbraten


Zubereitung
Die Eier trennen, das Eiweiß in einer großen Schüssel mit einer Prise Salz steif schlagen, das Eigelb mit dem Zucker schaumig schlagen. Mehl, Backpulver, Natron und Vanille in eine Schüssel geben und vermengen. Das Mehlgemisch und die Buttermilch im Wechsel zum Eigelb geben und kurz verrühren bis sich alles gut vermischt hat. Dann den Eisschnee vorsichtig unterheben. Die Schüssel zudecken und den Teig 30 Minuten ruhen lassen.


Ein wenig Butter oder Öl in einer Pfanne warm werden lassen. Etwas Teig hinein geben und sofort einige Blaubeeren darüber streuen. Auf mittlerer Stufe anbraten bis der Teig Blasen wirft. Dann den Pfannkuchen wenden und nochmal kurz braten. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren bis er aufgebraucht ist. Mit Puderzucker, Ahornsirup oder Sahne servieren.

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29. April 2013

Auckland - City of Sails

Wer nach Neuseeland fliegt, wird in den meisten Fällen in der größten Stadt des Landes ankommen: Auckland. Ich habe während meiner Schulzeit selbst in einem Vorort von Auckland gewohnt, deshalb ist Auckland wohl die Stadt in der ich mich innerhalb Neuseelands am besten auskenne und wo ich mich Zuhause fühle. Daher habe ich auch beschlossen euch zuerst Auckland vorzustellen und dann weiter auf den Rest des Landes einzugehen.


Auckland befindet sich auf Neuseelands Nordinsel und ist mit 1,4 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten ist Aucklands Stadtbild allerdings nicht hauptsächlich durch Hochhäuser geprägt, sondern die Stadt erstreckt sich viel mehr über eine weite Fläche. Die meisten Einwohner leben daher in eigenen Häusern. Auckland ist zudem eine sehr grüne Großstadt, deren Erscheinung auch durch die vielen Hügel geprägt wird, die sich hier und da erheben. Bei diesen Hügeln handelt es sich vor allem um Vulkane, denn Auckland wurde auf einer Ebene mit etwa 50 inaktiven Vulkanen erbaut. Der Hafen mit seinen vielen Segelbooten hat Auckland zudem den Beinamen City of Sails eingebracht.

In Auckland herrscht ein subtropisches Klima - meiner Meinung nach ein echter Vorteil. Dementsprechend wird es weder im Sommer zu heiß noch im Winter zu kalt. Die Sommer sind meist lang und humide und die Temperaturen liegen bei um die 24-26°C. Die Winter sind oft regnerisch und kühl, allerdings wird es eigentlich nie kälter als 10°C, daher sucht man in Auckland vergeblich nach Schnee. Das Wetter ist jedoch wie im Rest des Landes sehr wechselhaft. "Four seasons in one day": Regen, Sonne, Wind - alles ist im ständigen und schnellen Wechsel möglich.


Die Großstadt, in der ein Drittel der Bevölkerung Neuseelands lebt, ist aber vor allem durch die vielen unterschiedlichen Kulturen geprägt, die sie beherbergt. Der Großteil der Bewohner hat europäische Wurzeln, doch es gibt auch viele Asiaten. Aber auch Maori, die Ureinwohner Neuseelands, und Polynesier bevölkern die Stadt. Viele Einwanderer verschlägt es auf Grund des großen kulturellen Angebots und der diversen Studienmöglichkeiten hier her.

Selbst wenn man kein Auto hat, kommt man in Auckland gut mit den Bussen herum. Allerdings kann das je nachdem auch ganz schön zeitaufwendig sein, da die Busse nicht immer allzu oft fahren und auch nicht immer pünktlich sind. Und leider hat Auckland ein großes Problem: Es gibt während der Rush Hour ein extrem starkes Verkehrsaufkommen, wodurch es meist zu ewig langen Staus kommt.


Zu guter Letzt noch eine, wie ich finde, lustige Tatsache: Auckland ist quasi die "heimliche Hauptstadt" Neuseelands, was die Bewohner der eigentlichen Hauptstadt Wellington natürlich nicht so toll finden. Auch da die restlichen Städte Neuseelands eher klein sind und ländlich gelegen, unterscheidet sich die Lebensweise dort teilweise stark von der in Auckland. Da der Lebensstil in Auckland den meisten anderen Neuseeländern nicht wirklich gefällt, ist Auckland eher unbeliebt. Zwar nicht auf eine böse gemeinte Art und Weise, aber jedes Mal wenn ich sage, dass ich in Auckland gewoht habe, bekomme ich zu hören, wie doof und hässlich Auckland doch sei. Nicht umsonst nennen die meisten Kiwis, die Bewohner Aucklands "Jafas" (= Just Another Fucking Aucklander).


Ich glaube jedoch, dass die meisten das nur aus Prinzip sagen, denn wenn man sich unvoreingenommen auf Auckland einlassen kann, ist es eine wirklich coole Stadt! Die Vororte sind grün, ruhig und besitzen wunderschöne Strände. Wenn man etwas mehr Trubel sucht, kann man ins Stadtzentrum fahren, denn dort gibt es kulturellen Reichtum zu finden sowie zahlreiche Shopping-Möglichkeiten. Zwar präsentiert Auckland einem natürlich keine spektakuläre Landschaft, aber dafür andere Sehenswürdigkeiten. Außerdem ist Auckland ein guter Ausgangspunkt, um die wunderschöne Landschaft rings herum zu entdecken. Also lasst euch ruhig auf diese Stadt ein! :)
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23. April 2013

Rezept: Orangen-Nektarinen-Buttermilch-Smoothie

Da das Wetter jetzt zum Teil endlich mal richtig schön wird, hatte ich Lust einen Smoothie zu machen, der so richtig nach Sommer schmeckt. Ich habe also ein paar Dinge zusammen geschmissen und dabei kam dieser leckere Smoothie heraus. Und was würde besser zum Sommer passen, als spritzige Orange, süße Nektarine und fruchtigweiche Banane? Abgerundet wird der Geschmack durch die leicht säuerliche Note von Buttermilch sowie einem Hauch Vanille und Nelke. Und das alles zusammen ergibt einen Orangen-Nektarinen-Buttermilch-Smoothie.

Letztes Wochenende habe ich mir außerdem endlich einen lang ersehnten Traum erfüllt und mir eine Spiegelreflexkamera gekauft. Ich weiß, dass meine andere Kamera auch gute Fotos macht, aber eine Spiegelreflexkamera ist dann doch nochmal um einiges besser. Vor allem bei Food-Fotografie stößt meine alte Kamera dann doch an ihre Grenzen und die Fotos werden nie so, wie ich es gern hätte. Trotzdem werde ich natürlich auch meine alte Kamera behalten, da ich sie von meinem Opa geerbt habe. Ich bin so begeistert von der neuen Kamera, es ist Liebe! So aber jetzt los mit dem Rezept ;)


Zutaten (für 4 Portionen)
- 1 1/2 Orangen
- 1 Nektarine
- 1 Banane
- 500ml Buttermilch
- 1 Päckchen Vanillin-Zucker
- 1-2 EL Honig
- 2 Nelken


Zubereitung
Die Orangen schälen und in Schiffchen zerlegen. Die Nektarine entkernen und in Stücke schneiden, die Banane ebenfalls in grobe Stücke brechen. Die Früchte zusammen mit den restlichen Zutaten in einen Standmixer/Smoothie Maker geben (oder mit einem Pürierstab zerkleinern) und gut durchmixen bis alles zerkleinert ist. Je nach Geschmack noch mit Honig nachsüßen.


Wer die würzige Note der Nelken nicht mag, kann sie natürlich auch ganz weglassen. Aber als ich im Februar in Neuseeland war, habe ich Nelken als Zutat entdeckt (vorher habe ich nie welche benutzt), da meine "Gastmutter" immer welche in ihre Crumbles und Pies reingetan hat. Probiert es doch mal aus :)

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20. April 2013

Landmannalaugar, Island

Diesmal will ich euch gar nicht mit zu vielen Worten erschlagen, sondern lasse lieber die Fotos für sich sprechen. Die Fotos habe ich 2012 in Landmannalaugar aufgenommen, einem wunderschönen Ort im Hochland Islands. Wer mehr über Landmannalaugar erfahren will, kann das hier nachlesen.
 Ansonsten ist bei mir alles gut im Moment. Ich habe gute Laune, weil das Wetter endlich schön ist. Außerdem hat ja mittlerweile die Uni wieder angefangen und es gibt viel zu tun, also mal schauen, ob ich es weiterhin schaffe mich so regelmäßig zu melden. Genug Ideen habe ich auf jeden Fall noch!

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18. April 2013

Isländische Musik: Sóley

Es geht weiter mit meiner Reihe zu isländischer Musik. Diesmal möchte ich euch die wundervolle Künsterlin Sóley vorstellen. Ganz recht, schon wegen ihres Namens müsste ich sie eigentlich toll finden, denn Sóley ist mein liebster isländischer Name und natürlich auch mein Pseudonym ;)


Die Indie-Musikerin, Komponistin und Multiinstrumentalistin Sóley Stefánsdóttir ist bereits seit 2007 Mitglied der Band Seabear, allerdings beschränkte sie sich bis vor einiger Zeit darauf Musik zu spielen. Glücklicherweise entdeckte sie schließlich doch noch ihre eigene Stimme und veröffentlichte 2010 ihre Debüt-EP "Theater Island". Im Herbst 2011 folgte dann schließlich ihr erstes Album, das unter dem Titel "We sink" erschien.

Sóleys reine und unverfälschte Stimme schlägt einen sofort in seinen Bann. Ihre Musik ist eine Mischung aus Indie, Folk und experimentellen Elementen, die sich zu einem kraftvollen Gesamtwerk vereinen. Begleitet wird ihre teils fröhliche, teils nachdenkliche und melancholische Musik von sanften Gitarrenklängen und eindringlichen Klaviermelodien. Sóleys Lieder scheinen einen in ferne Traumwelten einladen zu wollen. Es ist als wolle Sóley den Zuhörer in ihr eigenes farbenfrohes Wunderland entführen, doch die narrativen Songtexte der Musikerin hinterlassen ebenso ein fast unerklärliches Gefühl der Beklommenheit. Zwar klingt Sóleys Stimme sanft, doch im Laufe eines Songs entfaltet sich meist ein unheimliches und beunruhigendes Gefühl, welches an die Nachwirkungen eines düsteren Alptraums erinnert.

Sóley gehört definitiv zu den tollsten Künstlern, die ich während meiner Zeit in Island entdeckt habe. Eher zufällig sah ich Sóley, als sie vor der Hauptband bei einem Konzert spielte. Ich war sofort überwältigt von ihrer klaren, warmen Stimme, die etwas ganz Besonderes hat und auch meine Freunde waren restlos begeistert. Mittlerweile habe ich Sóley schon drei Mal live gesehen (ich bin zwar kein Hardcore-Fan, aber in Island hat es sich halt ergeben) und ich wurde kein einziges Mal enttäuscht. Live gefällt sie mir sogar noch viel besser als auf CD (das Album war übrigens wochenlang ausverkauft, als ich es mir kaufen wollte).

Sóley kommt außerdem aus Reykjavík, dementsprechend habe ich sie sogar an einem Tag zwei Mal beim Weihnachtsshopping gesehen. Und habt ihr euch schonmal gefragt, wie ein isländischer Akzent klingt? Here you go, wenn Sóley singt, kann man ihren lustigen isländischen Akzent ganz gut heraushören. Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Reinhören, ich habe euch mal zwei Songs und einen kompletten Live-Auftritt rausgesucht (letztes Video). Besonders empfehlen, kann ich sonst noch "Theater Island" und "About your Funeral". Bei gogoyoko könnt ihr euch aber kostenlos noch viel mehr anhören. Wer jetzt ganz begeistert ist, kann Sóley im Mai auch live in Deutschland sehen :)

* Sóleys offizielle Website
* Sóley bei myspace
* Sóley bei gogoyoko
* Sóley bei Facebook




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16. April 2013

Rezept: Kiwi-Nektarinen-Smoothie mit Kokoscreme

Es wird Zeit für gutes Wetter, also warum holt ihr euch nicht ein wenig Sommer mit diesem grünen Smoothie nach Hause? Frische Kiwis und süße Nektarinen getoppt mit aufgeschlagener Kokoscreme - ein ganz besonderer Smoothie eben. Die Idee mit der Kokoscreme habe ich hier gefunden und mich auch sonst grob an dem Rezept orientiert. Daraus wurde ein Kiwi-Nektarinen-Smoothie mit Kokoscreme.


Zutaten (für etwa 2 Portionen)
- 1 Dose Kokosnussmilch (400ml)
- 1 Päckchen Vanillin-Zucker
- 2 reife Kiwis
- 1/2 reife Nektarine
- 1 gefrorene Banane
- 1 EL Honig
- etwas Spinat für die Farbe


Zubereitung
Kokosnussmilch öffnen und die Creme von oben abschöpfen (normalerweise befindet sich eine Art feste Schicht über der enthaltenen Kokosmilch). In einer kleinen Rührschüssel die Kokoscreme und den Vanillin-Zucker mit einem Mixer aufschlagen und anschließend ins Gefrierfach stellen, damit die Creme etwas fester wird.


Die Banane am besten schon am Vortag schälen, in grobe Stücke brechen und sie in einer Plastikdose ins Gefrierfach stellen. Die Kiwis halbieren, das Fruchtfleisch herauslöffeln und in einen Standmixer geben. Nun die halbe Nektarine, die gefrorene Banane, etwas Honig sowie ca. 300ml Kokosmilch hinzufügen. Gut durchmixen bis alles gut zerkleinert ist und eventuell noch mit Honig nachsüßen. Um so eine schöne grüne Farbe herausbekommen, könnt ihr noch etwa eine Handvoll gefrorenen Spinat dazu geben - schmeckt man überhaupt nicht raus, versprochen! ;) Den Smoothie in Gläser füllen und mit der Kokoscreme auffüllen.

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14. April 2013

Real Kiwi - Die Kultur der Neuseeländer (Teil 2)

Heute gibt es den zweiten Teil zu "Real Kiwi", in dem ich euch noch etwas mehr über die Kultur der Neuseeländer erzählen möchte. Passend zum Thema steigende Temperaturen und Sommer in gewisser Weise. Außerdem wollte ich an dieser Stelle nur nochmal betonen, dass ihr mir gerne auch immer Fragen in den Kommentaren hinterlassen oder mir eine E-Mail schreiben könnt wenn ihr Wünsche habt, worüber ich mal etwas schreiben soll. Wenn ihr irgendwas Bestimmtes zu Island oder Neuseeland wissen wollte, beantworte ich eure Fragen immer gerne :)


Die Kiwis sind ein sehr patriotisches Volk. Hier spielt es keine Rolle, ob gerade irgendeine Sportveranstaltung stattfindet, denn man sieht die neuseeländische Flagge immer an zahlreichen Häusern wehen, findet Gegenstände und Klamotten mit neuseeländischen Motiven oder Firmenlogos, die Elemente der neuseeländischen Kultur beinhalten. Der Kiwi, ein nachtaktiver, flugunfähiger und äußerst niedlicher Vogel, ist unter anderem das Nationalsymbol Neuseelands. Die Neuseeländer bezeichnen sich daher selbst als Kiwis... oder benutzen das Wort ebenso als Adjektiv für alle möglichen anderen Dinge (Kiwi BBQ, Kiwi accent, Kiwi guy etc.).

Zum anderen ist die neuseeländische Kultur natürlich geprägt durch den Einfluss der Ureinwohner Neuseelands, der Maori. Die Maori kamen einst von Polynesien und besiedelten nach und nach Neuseeland. Die Besiedlung Neuseelands durch die ersten Europäer erfolgte im Vergleich relativ spät. Und wusstet ihr, dass Neuseeland ohnehin eines der letzten Länder auf der Erde war, das von Menschen bevölkert wurde? Als ehemalige Kolonie ist in Neuseeland der englische Einfluss  noch zu einem gewissen Maß zu spüren, die meisten Kiwis trinken täglich ihre Tasse Tee und sagen auch nicht "Nein" zu englischen Speisen wie Scones. Aber da hören die Gemeinsamkeiten vermutlich auch schon auf.


Die Kiwis verbringen ihre Freizeit gerne draußen und am Strand. Das heißt sowohl sportliche Aktivitäten, als auch entspannen oder grillen. Überhaupt sind Barbecues ("Barbies") sehr beliebt bei den Kiwis! Wie in Australien ist auch Surfen sehr populär und in Auckland besitzen die meisten ihr eigenes Boot. Dementsprechend laufen im Sommer viele in knappen Röcken und kurzen Hosen herum.

Meiner Meinung nach spiegelt schon der neuseeländische Akzent die gelassene Mentalität wider. Ich persönlich liebe den Kiwi-Akzent, aber zugegeben: Am Anfang ist es echt schwer gewesen die Neuseeländer zu verstehen. Sie neigen dazu viel zu schnell zu reden, ungewöhnliche Worte zu benutzen und ihre Aussprache macht es auch nicht gerade besser. Aber nach einiger Zeit sollte es kein Problem mehr sein, sie zu verstehen. Viele die noch nie "Down Under" waren, behaupten der australische und der neuseeländische Akzent klängen gleich, aber das stimmt so nicht ganz. Zwar sind sich die Akzente in ihrer Satzmelodie ähnlich, aber unterscheiden sich schon in der Aussprache. Außerdem solltet ihr niemals zu einem Kiwi sagen, er klänge wie ein Aussie ;)


Der Baustil der Häuser erinnert eher an die Holzhäuser aus den USA. Nur haben die Häuser in Neuseeland meist auch noch alte Fenster mit Holzrahmen und Einfachverglasung. Das heißt es kann im Haus auch mal ziemlich kalt werden im Winter. Zwar ist der Winter in Auckland nicht besonders kalt (meist um die 9°C), allerdings ist es im Haus meistens dafür fast genau so kalt. Außerdem sehe ich hier das Vorurteil bestätigt, dass Deutsche total sauber, ordentlich und organisiert sind. In Neuseeland ist mir jedenfalls aufgefallen, dass die Häuser häufig nicht ganz so sauber und ordentlich sind wie bei uns - und das bei ganz normalen Familien bei denen man es nicht vermuten würde. Es scheint zumindest nicht allzu ungewöhnlich zu sein, dass sich Schimmel an der Badezimmerdecke ausbreitet oder die Tapete irgendwo ein Loch hat. Natürlich ist das nicht bei jedem so, aber häufiger als bei uns kommt es allemal vor.


Neuseeländer scheinen irgendwie abehärteter zu sein, als wir Deutsche. Ich habe am Anfang total gefroren (auch im Haus), aber die Kiwis hatten immer noch kurze Hosen an. Als ich dann zurück in Deutschland war, war mir von da an aber permanent in allen Häusern zu warm. Total überheizt im Vergleich zu den Häusern der Neuseeländer! Achja und falls ihr in Neuseeland mal ins Restaurant gehen solltet: Wundert euch nicht wenn die Gäste ihren eigenen Wein mitbringen. In vielen Restaurants ist das so geregelt, dass man seinen eigenen Wein mitbringen kann :)
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