Geschichte, Architektur und Kultur - Prag ist eine Stadt, die viel zu bieten hat. Nach Prag wollte ich schon länger und letzten Sommer, im Juli 2012, war es dann endlich so weit! Zusammen mit meinem Freund, seiner Schwester und einer Freundin fuhren wir mit meinem alten Schrottauto los, um vier Tage lang diese wunderschöne Stadt zu entdecken.
Ich hatte auch schon seit Langem geplant einen City Guide zu Prag zu schreiben, aber bisher habe ich es immer vor mir her geschoben, da es doch einige Arbeit macht die ganzen Infos nochmal zusammen zu tragen, die ich schon fast wieder vergessen habe. Heute gibt es also meine persönlichen Erfahrungen aus Prag und in nächster Zeit werden eventuell noch einige Foto-Posts folgen, um für ein wenig bildliche Inspiration zu sorgen. Unterteilt habe ich den Post in Unterkunft, Transport, Essen, Kultur/Sightseeing, Ausgehen und Sonstiges.
Wir haben uns damals dazu entschieden zwei Doppelzimmer in einem Haus mit Apartments zu buchen. Bei unserer Ankunft wurden wir positiv überrascht, denn die geräumigen Apartments waren frisch renoviert, ausgestattet mit moderner Küche und Bad und eins der Apartments besaß sogar einen Balkon mit Blick über die umliegenden Häuser. Wir haben damals bei HRS gebucht, jedoch scheint es unsere Unterkunft von damals leider gar nicht mehr zu geben.
Dennoch finde ich es eine tolle Alternative in einem Apartment zu übernachten statt in einem Hotel oder Hostel. Zwar waren unsere Apartments damals etwas außerhalb des Zentrums gelegen, jedoch war die Anbindung mit der Bahn sehr gut. Was meiner Meinung nach jedoch der größte Vorteil war: Man konnte die Stadt aus der Sicht der Einheimischen erleben, da die Wohnungen mitten in einem normalen Wohngebiet lagen. Daher war es abends auch immer ruhig und entspannt. Außerdem war die Übernachtung in den Apartments sogar richtig billig, umgerechnet nur etwa 63€ haben wir pro Person für vier Nächte bezahlt. Also schaut ruhig mal, ob ihr nicht irgendwo ein schönes Apartment buchen könnt!
Zum einen lässt sich da die Pizzeria Lascala (Celetná 5) erwähnen. Wir hatten Lust auf Pizza und waren verzweifelt auf der Suche nach einem Pizza Hut, nachdem wir am Rand der Verzweiflung und kurz vorm Hungertod standen, entdeckten wir schließlich dieses Restaurant in der Nähe des Altstädter Rings. Der Service war etwas unprofessionell, was wohl an dem total verpeilten Kellner lag, jedoch war die Pizza wirklich ausgesprochen gut!
Ein anderes Mal lockte ein Restaurant mit einer Aufstelltafel draußen auf der Nerudova Straße. Zur Auswahl standen zwei verschiedene Menüs bestehend aus einer Suppe, einem Hauptmenü und einem Dessert für umgerechnet nur 10€. Zugegebenermaßen war ich ziemlich skeptisch, bei dem Preis kann einem ja eigentlich nichts Gutes vorgesetzt werden, doch zum Glück hatte ich mich getäuscht. Durch einen Durchgang gelangten wir zu einem kleinen, wunderschönen Innenhof, indem das Restaurant zu dieser Jahreszeit Tische aufgestellt hatte. Das Essen war wirklich sehr lecker und die regionale Hauptspeise war so üppig, dass es mir sogar zu viel war. Auch die Getränkeauswahl konnte beispielsweise durch hausgemachte Limonade überzeugen. Leider kann ich mich nicht mehr an den Namen des Restaurants erinnern, jedoch sollte es leicht zu finden sein, wenn man die entsprechende Straße entlang läuft. Definitiv ein süßer Ort mit viel Charme und einem guten Angebot.
Das Besondere an Prags Stadtbild? Hier treffen viele verschiedene Architekturstile aufeinander und bilden ein einzigartiges Gesamtbild. Von Gotik über Barock und Jugendstil bis hin zum Kubismus kann man dort alles finden. Mir hat es deshalb auch schon gefallen einfach durch die Straßen der Altstadt zu schlendern und die wunderschönen Fassaden der zahlreichen Altbauten zu bewundern. Ebenso lohnt sich ein Besuch am Altstädter Ring, denn auch dort warten schöne Gebäude unterschiedlichster Stilrichtungen.
Bei einem Urlaub in Prag sollte man natürlich auch zur Karlsbrücke gehen. Auf dem Weg zur Karlsbrücke am Ufer des Flusses entlang hat man außerdem bereits einen tollen Ausblick auf die Prager Burg. Die Karlsbrücke ist eigentlich sehr schön, vor allem wegen der Heiligenfiguren, die sie zieren, allerdings war sie im Juli so hoffnungslos überfüllt, dass ich das Gefühl hatte eine Einkaufsstraße entlang zu laufen. Und so sah es sogar auf meinen Fotos aus! Mein Tipp daher: Entweder wirklich früh morgens vielleicht sogar zum Sonnenaufgang dorthin gehen oder eben nachts. Vor allem im Dunkeln hat man einen schönen Blick auf das nächtliche Prag und die Stadtlichter und es ist fast nichts los auf der Brücke.
Macht euch die Mühe und lauft den Berg hinauf zur Prager Burg. Von dem Hügel aus hat man einen wunderschönen Ausblick über die Stadt mit ihren roten Dächern und den türkisen Kuppeln der Kathedralen. Von hier aus kann man zum Beispiel auch die St. Niklas und die St. Nikolaus Kirche sehen. Ganz in der Nähe befindet sich außerdem auch der Veitsdom. Wenn ihr nach etwas Entspannung sucht, bietet es sich an danach ein wenig durch den nahegelegenen Park zu schlendern. Seltsamerweise darf man bloß nicht den Rasen betreten oder sich darauf setzen, allerdings gibt es immerhin genug Bänke.
Als wir abends nochmals zur Karlsbrücke fuhren, fing es an total zu regnen und so richtig zu gewittern. Draußen bei Gewitter herumlaufen? - Nicht mit mir! Es musste ein Unterschlupf her und zwar schnell. Wenn ich es mir so recht überlege, war auch das totales Glück, denn es blieb keine Zeit im Reiseführer zu blättern, sondern wir stürzten in die nächste Bar an der wir vorbeikamen, das U Malého Glena (Karmelitská 23). Eine richtig gemütliche Bar mit leckeren Cocktails. Außerdem wird dort auch Essen, wie Pommes oder Nachos angeboten, die wir aber leider nicht probiert haben. Allerdings sahen sie ziemlich lecker aus. Das Besondere am U Malého Glena ist, dass es sich nicht nur um eine gewöhnliche Bar handelt, sondern dass dort oft Live-Musik im Gewölbekeller der Bar zu hören ist. Die Bar ist bekannt dafür, dass dort regelmäßig Jazz- und Bluesbands auftreten.
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Ich hatte auch schon seit Langem geplant einen City Guide zu Prag zu schreiben, aber bisher habe ich es immer vor mir her geschoben, da es doch einige Arbeit macht die ganzen Infos nochmal zusammen zu tragen, die ich schon fast wieder vergessen habe. Heute gibt es also meine persönlichen Erfahrungen aus Prag und in nächster Zeit werden eventuell noch einige Foto-Posts folgen, um für ein wenig bildliche Inspiration zu sorgen. Unterteilt habe ich den Post in Unterkunft, Transport, Essen, Kultur/Sightseeing, Ausgehen und Sonstiges.
Unterkunft in Prag
Dennoch finde ich es eine tolle Alternative in einem Apartment zu übernachten statt in einem Hotel oder Hostel. Zwar waren unsere Apartments damals etwas außerhalb des Zentrums gelegen, jedoch war die Anbindung mit der Bahn sehr gut. Was meiner Meinung nach jedoch der größte Vorteil war: Man konnte die Stadt aus der Sicht der Einheimischen erleben, da die Wohnungen mitten in einem normalen Wohngebiet lagen. Daher war es abends auch immer ruhig und entspannt. Außerdem war die Übernachtung in den Apartments sogar richtig billig, umgerechnet nur etwa 63€ haben wir pro Person für vier Nächte bezahlt. Also schaut ruhig mal, ob ihr nicht irgendwo ein schönes Apartment buchen könnt!
Transport in Prag
Wenn ihr nicht direkt im Zentrum wohnt, kommt ihr mit der Straßen- oder U-Bahn schnell von A nach B. Wir hatten damals ein 4 oder 5-Tage-Ticket. Das Problem war nur, dass die Ticketautomaten keine Scheine genommen haben und man daher immer genug Münzen bei sich haben musste. Desweiteren konnte man das besagte 4-Tage-Ticket weder am Ticketautomaten noch am offiziellen Ticketschalter kaufen (total bescheuert oder nicht?), sondern nur in bestimmten Kiosks.Essen & Trinken in Prag
Da wir in einem Apartment wohnten, haben wir meistens selber gekocht, doch natürlich haben wir es uns auch nicht nehmen lassen ein paar Restaurants in Prag zu testen. Dabei sind mir zwei in besonders guter Erinnerung geblieben und tatsächlich haben wir beide durch Zufall entdeckt, da wir uns vorher nichts aus dem Reiseführer herausgesucht hatten.Zum einen lässt sich da die Pizzeria Lascala (Celetná 5) erwähnen. Wir hatten Lust auf Pizza und waren verzweifelt auf der Suche nach einem Pizza Hut, nachdem wir am Rand der Verzweiflung und kurz vorm Hungertod standen, entdeckten wir schließlich dieses Restaurant in der Nähe des Altstädter Rings. Der Service war etwas unprofessionell, was wohl an dem total verpeilten Kellner lag, jedoch war die Pizza wirklich ausgesprochen gut!
Ein anderes Mal lockte ein Restaurant mit einer Aufstelltafel draußen auf der Nerudova Straße. Zur Auswahl standen zwei verschiedene Menüs bestehend aus einer Suppe, einem Hauptmenü und einem Dessert für umgerechnet nur 10€. Zugegebenermaßen war ich ziemlich skeptisch, bei dem Preis kann einem ja eigentlich nichts Gutes vorgesetzt werden, doch zum Glück hatte ich mich getäuscht. Durch einen Durchgang gelangten wir zu einem kleinen, wunderschönen Innenhof, indem das Restaurant zu dieser Jahreszeit Tische aufgestellt hatte. Das Essen war wirklich sehr lecker und die regionale Hauptspeise war so üppig, dass es mir sogar zu viel war. Auch die Getränkeauswahl konnte beispielsweise durch hausgemachte Limonade überzeugen. Leider kann ich mich nicht mehr an den Namen des Restaurants erinnern, jedoch sollte es leicht zu finden sein, wenn man die entsprechende Straße entlang läuft. Definitiv ein süßer Ort mit viel Charme und einem guten Angebot.
Kultur & Sehenswürdigkeiten in Prag
Bei einem Urlaub in Prag sollte man natürlich auch zur Karlsbrücke gehen. Auf dem Weg zur Karlsbrücke am Ufer des Flusses entlang hat man außerdem bereits einen tollen Ausblick auf die Prager Burg. Die Karlsbrücke ist eigentlich sehr schön, vor allem wegen der Heiligenfiguren, die sie zieren, allerdings war sie im Juli so hoffnungslos überfüllt, dass ich das Gefühl hatte eine Einkaufsstraße entlang zu laufen. Und so sah es sogar auf meinen Fotos aus! Mein Tipp daher: Entweder wirklich früh morgens vielleicht sogar zum Sonnenaufgang dorthin gehen oder eben nachts. Vor allem im Dunkeln hat man einen schönen Blick auf das nächtliche Prag und die Stadtlichter und es ist fast nichts los auf der Brücke.
Macht euch die Mühe und lauft den Berg hinauf zur Prager Burg. Von dem Hügel aus hat man einen wunderschönen Ausblick über die Stadt mit ihren roten Dächern und den türkisen Kuppeln der Kathedralen. Von hier aus kann man zum Beispiel auch die St. Niklas und die St. Nikolaus Kirche sehen. Ganz in der Nähe befindet sich außerdem auch der Veitsdom. Wenn ihr nach etwas Entspannung sucht, bietet es sich an danach ein wenig durch den nahegelegenen Park zu schlendern. Seltsamerweise darf man bloß nicht den Rasen betreten oder sich darauf setzen, allerdings gibt es immerhin genug Bänke.


























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