23. September 2013

Isle of Skye: Schottland Roadtrip - Teil 4 (Tag 7 & 8)

Diesmal führt der Roadtrip weiter über Schottlands sagenhafte Isle of Skye, die nicht umsonst zu Schottlands beliebtesten Touristenzielen zählt. Hier findet man eigentlich genau die Landschaft, die man sich bei einem Gedanken an Schottland vorstellt. Diesmal erwarten euch faszinierende Täler, unfassbar schlechtes Wetter, freundliche Schotten, nervige Touristen und Tipps, wie man die Eintrittsgebühr eines überteuerten Schlosses umgeht.


Highlights der Isle of Skye: Unberührte Natur, Lochs, schroffe Berge und steile Klippen

DIE CUILLIN HILLS & LOCH CORUISK
Der Morgen des siebten Tages empfängt uns mit einigen Wolken, aber blauem Himmel und ein wenig Sonnenschein. Eigentlich hatten wir geplant heute eine Bootstour zu den spektakulären Cuillin Hills und dem Loch Coruisk zu buchen, um dort wandern zu gehen, doch leider ist es so windig, dass diese nicht stattfinden. Schade! Schweren Herzens verlassen wir unsere gemütliche Unterkunft, in der ich gerne noch länger übernachtet hätte und fangen an die Isle of Syke zu erkunden.

FAIRY POOLS
Wir beschließen zuerst zum Glen Brittle und den Fairy Pools zu fahren. Auf dem Weg dorthin fahren wir durch unwirklich schöne Landschaft, aber müssen leider feststellen, dass eine starke Brise aufzieht und die Wolken genau in die Richtung ziehen in die wir fahren. Als wir das Tal erreichen, hat sich der Himmel zugezogen, da die gesamten Wolken an den Bergspitzen hängengeblieben zu sein scheinen. Vom Parkplatz aus machen wir uns auf den Weg durch das Tal. Hier treffen sanft geschwungene Hügel mit langen Gräsern und Heidekraut auf kantige Berge und die Wasserfälle und Becken der Fairy Pools. Die einfache und nicht allzu lange Wanderung führt direkt vorbei am Lauf des Flusses auf die Berge zu. Selten habe ich so starken Wind erlebt, wie an diesem Tag. Immer wieder reißen heftige Windböen an den Gräsern und meiner Regenjacke. Mehrmals kann ich die Augen kaum aufhalten, werde fast umgeweht oder kann beobachten wie (Ja, wie kitschig!) die Wasserfälle anfangen aufwärts zu fließen. Alles in allem ist die Wanderung ganz schön, da die Kulisse tolle Ausblicke gewährt. Allerdings sind die Fairy Pools nicht gerade besonders spektakulär, sondern gleichen meiner Meinung normalen kleinen Wasserfällen. Ich schätze fast, dass sie ihren zauberhaften, türkisen Glanz nur bei klarem Himmel und Sonnenschein offenbaren (Gebt mal bei der Google-Bildersuche "Fairy Pools" ein wenn ihr nicht wisst wovon ich spreche). Als wir zurück zum Parkplatz kommen, sind plötzlich überall Menschen und die Bäume sehen aus, als würden sie gleich abbrechen. Wir machen uns schnell aus dem Staub und fahren Richtung Trotternish Peninsula.


PORTREE
Auf dem Weg kommen wir in Portree vorbei, das ebenfalls ganz in der Nähe unserer heutigen Unterkunft liegt. Der größte Ort der Isle of Skye ist schön und sehr süß anzuschauen. Vom verträumten Hafen mit seinen bunten Häusern aus hat man einen tollen Ausblick auf die umliegenden Berge. Leider ist Portree vermutlich genau aus diesem Grund auch wirklich sehr touristisch und überlaufen, an jeder Ecke sieht man Menschen in Outdoor-Hosen und Wanderschuhen herumschleichen. Wir essen im Café Arriba (Quay Brae) zu Mittag, einem kleinen, gemütlichen und verrückten Café mit bunten Wänden und Lichterketten. Die Speisekarten an den Wänden preisen neben Lasagne und Suppen auch diverse vegetarische Gerichte an (alles zwischen 3-10 Pfund).

Als wir abends unserem Ausflug nach Portree zurückkehren müssen wir einige Dinge feststellen:  
1) Portree besitzt viele Restaurants. 
2) Portree beherbergt zu viele Touristen und demnach zu wenig Restaurants. 
3) Abends scheinen alle Touristen gleichzeitig durch den Ort zu traben und nach Futter zu suchen, sie sind wie kreisende Aasgeier, die ein Restaurant nach dem anderen abklappern, um irgendwo einen freien Tisch zu finden. 
4) Wenn ihr nicht jeden Abend mindestens eine halbe Stunde lang nach einem Platz zum Essen suchen wollt, tut euch den Gefallen und reserviert unbedingt einen Tisch.
Verpeilt wie wir sind, haben wir natürlich keinen reserviert und abends ging das Theater dann los. Zuerst versuchen wir unser Glück im nicht wirklich tollen The Isles, dort behauptet man dreist wir bekämen in 20 Minuten einen Tisch, obwohl noch drei Leute auf der Warteliste vor uns stehen. Wir werden aufgefordert uns in der Zwischenzeit doch einen Drink an der Bar zu gönnen (neben den Kanadiern, die sich beim Betreten des Restaurants noch schnell vorgedrängelt haben). Wir bekommen Sprite, die wie Sprudelwasser mit Benzinaroma schmeckt und warten 45 Minuten auf unseren Tisch. Nachdem erneutes Nachfragen nur eine genervte Antwort der überforderten Kellnerin zur Folge haben, gehen wir. Halb verhungert schleppen wir uns in die wahnsinnig gemütliche Pizzeria L'incontro (The Green), wo wir uns gleich wohl fühlen. Das Personal stellt sich als sehr freundlich, aber leider etwas verpeilt und langsam heraus. Die riesigen Pizzen trösten darüber jedoch schnell hinweg.


OLD MAN OF STORR
Nach dem Mittagessen in Portree fahren wir zum Old Man of Storr, einer spitzen Felsnadel, die von einem Berg aus über das Loch Leathan aufragt. Vom Parkplatz aus beginnen wir den Aufstieg den Berg hinauf. Oben angekommen gönnen wir uns eine kleine Pause, um den Ausblick zu genießen. Der Wind pfeift unglaublich stark über die Bergkuppe, doch dafür ist die Wolkendecke kurzzeitig aufgerissen und taucht das Tal in warmes Sonnenlicht. Ich atme die frische Luft ein und betrachte die samtig grünen Hügel, die schroffen Felsnadeln, das strahlend blaue Loch und das Meer im Hintergrund. Eine sehr lohnenswerte Wanderung! Mit etwa einer Stunde hin und zurück nicht allzu weit, aber zum Teil schon etwas anstrengend. Ein Tipp noch: Sobald die Felsnadeln vor euch auftauchen, lauft nicht rechts daran vorbei, wie die meisten anderen. Klettert den Hang zu eurer Linken hinauf und folgt dem Pfad, der links an den Felsnadeln vorbeiführt. Dieser Weg bietet euch weitaus spektakulärere Ausblicke und ist zudem flacher - auch wenn das vielleicht zunächst nicht so aussehen mag.


QUIRAING
Wir fahren weiter nach Quiraing, aber halten zwischendurch noch beim Kilt Rock an, die Felsen sehen dort angeblich aus wie ein Kilt. Meiner Meinung nach ist dieser aber nicht unbedingt ein lohnenswerter Halt. Quiraing hingegen erfüllt alle Erwartungen! Das gewaltige Basaltmassiv mit seinen Felsen überragt imposant das darunter liegende Tal. Vom Parkplatz aus kann man einige kurze Wanderungen unternehmen, um einen noch besseren Ausblick zu haben.


ACHACHORK
Auf dem Rückweg nach Portree fahren wir an der Westküste des Trotternish Peninsula entlang. Abends erreichen wir zu unseren Unterkunft für die nächsten zwei Nächte: Das Larchside B&B in Achachork, direkt hinter Portree. Das süße, weiße Häuschen steht direkt neben einem kleinen Wald. Das Innere des Hauses wirkt noch ganz neu und sehr einladend, besonders unser Zimmer (das rote Zimmer) hat es mir angetan. Das große Bett ist wahnsinnig gemütlich, als es draußen anfängt zu regnen und besonders schön finde ich die ganzen roten Elemente im Zimmer inklusive dem typischen Schottenkaro. Der eigentliche Grund, warum wir uns gleich so wohl hier fühlen, sind jedoch vermutlich die total sympathischen und hilfsbereiten Besitzer. Sofort bekommen wir zahlreiche gute Tipps und Karten zum Entdecken der Isle of Skye sowie Hinweise für gute Restaurants in Portree. Dabei sind die beiden aber nicht nur motiviert und professionell, sondern vor allem haben sie auch viele lustige Anekdoten über ihr Leben auf der Isle of Skye parat. Aber nicht nur die Übernachtung ist eine der Besten, die wir in Schottland hatten, sondern auch das Frühstück ist wirklich richtig lecker, denn neben dem typischen schottischen Frühstück gibt es auch Joghurt mit frischen Beeren, mmmmh lecker! Wenn ich die Wahl hätte, würde ich hier sofort wieder übernachten und ich kann euch dieses schöne B&B nur ans Herz legen.

 © Larchside B&B

DUNVEGAN CASTLE
Der achte Tag begrüßt mit dunklen Wolken, die so tief hängen, dass man draußen kaum etwas sehen kann und der Regen prasselt unermüdlich gegen unser Fenster. Da ich mich ohnehin etwas krank fühle, ziehe ich lieber die karierten Vorhänge zu und warte bis zum Mittag ab. Als der Himmel langsam etwas aufklart, holen wir uns in Portree nur schnell einen asiatischen Imbiss beim Fat Panda. Das Essen ist ganz okay, aber wirklich nichts Tolles und das Personal ist äußerst unfreundlich. Wir fahren weiter zum Dunvegan Castle, bereits der überfüllte Parkplatz lässt wieder Schlimmes erahnen. Doch es kommt noch besser: Neben dem völlig überteuerten Eintritt kann man hier nicht mal von Außen ein Foto vom Schloss machen, da die Inhaber schlauer Weise eine Mauer davor gebaut haben, sodass man zwangsläufig ein Ticket kaufen muss. Wir sind natürlich nicht dumm (und haben vor allem keine Lust so viel Geld auszugeben), daher beschließen wir die Straße die zwischen Schloss und Parkplatz hindurchführt weiter entlang zu fahren. Wir haben Glück, denn nachdem wir der holprigen Straße ein Stück weit gefolgt sind kommen wir unten am Meer an und parken unser Auto am Straßenrand. Nachdem wir über einen kleinen Zaun geklettert sind, haben wir einen guten Ausblick auf das Dunvegan Castle, welches sich links von uns in einiger Entfernung erhebt.


CORAL BEACH
Da wir eh schon auf dem Weg sind, fahren wir trotz schlechtem Wetter weiter zum Coral Beach. Vom Parkplatz aus führt der kurze Spaziergang direkt am Meer entlang bis hin zu einem weißen Strand. Der graue Himmel lässt das Ganze leider etwas trostlos erscheinen, doch bei gutem Wetter ist der Strand sicherlich ein lohnendes Ausflugsziel.

 
NEIST POINT
Auf dem Weg zum Neist Point bessert sich das Wetter leider nicht wirklich. Genau genommen fängt es wieder an wie aus Eimern zu gießen. Die kleine Halbinsel stellt den westlichsten Punkt der Isle of Skye dar. Es gibt neben den steilen Klippen auch einen Leuchtturm zu dem man hinlaufen kann und bei gutem Wetter kann man wohl auch noch die äußeren Hebriden sehen. Von gutem Wetter kann leider heute keine Rede sein! Als ich aussteige regnet es schon wieder und der Wind ist eisig, daher schieße ich nur schnell ein paar Fotos bevor wir zurück Richtung Portree fahren. Bei gutem Wetter ist Neist Point sicherlich schön, aber wenn das Wetter nicht optimal ist, lasst es besser gleich bleiben. Da wir nicht aus unseren Fehlern gelernt und schon wieder vergessen haben etwas zu reservieren, essen wir abends in Portree nur Fish 'n' Chips bei Chippy (Quay Brae). Ein sehr empfehlenswertes Restaurant ist aber scheinbar auch noch The Granary (Somerled Square)!


Beim nächsten Mal erfahrt ihr mehr über Schottlands Westen. Macht euch gefasst auf wunderschöne Täler, versteckte Burgen und Großbritanniens höchsten Berg!
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18. September 2013

Nordwestschottland: Schottland Roadtrip - Teil 3 (Tag 5 & 6)

Weiße Sandstrände in Schottland? Ja, es gibt sie tatsächlich und sie gehören definitiv zu meinen persönlichen Highlights des Roadtrips. Unser Roadtrip führt uns diesmal an Schottlands nördlichster Küste entlang und dann an der Westküste hinab bis zur berüchtigten Isle of Skye. Außerdem bombadiere ich euch heute ein wenig mit Fotos, aber die Landschaft war wirklich so beeindruckend, dass es schwer fällt etwas auszusortieren.

  
Highlights von Nordwestschottland: Weiße Sandstrände, Lochs und die Highlands
 
STRATHY POINT
Am fünften Tag geht es von Lybster aus hoch zur Nordküste Schottlands. Der Himmel ist strahlend blau, die Sonne scheint und keine Wolke ist in Sicht - das perfekte Wetter für den heutigen Tag. Zuerst halten wir am Strathy Point an, einer Felszunge, die ins Meer hinausragt. Vom Parkplatz aus läuft man 15 Minuten durch saftig grüne Wiesen bis zu einem alten Leuchtturm und einigen Felsen. Es ist wirklich idyllisch und wunderschön, es lohnt sich eine Pause auf den Felsen zu machen und den Ausblick auf das Meer und die Klippen zu genießen. Angeblich kann man hier auch Delfine sehen wenn man Glück hat.


BETTYHILL
Vom Strathy Point aus geht es weiter Richtung Westen. Schon bald erreichen wir das kleine Dorf Bettyhill, wo wir direkt am Ortseingang am Café at Bettyhill anhalten, um Mittag zu essen. Das Café bietet einige ganz leckere Gerichte an, darunter Sandwiches und Fish 'n' Chips. Bei gutem Wetter würde ich euch auf jeden Fall empfehlen draußen zu sitzen und den Ausblick auf die Berge zu genießen. Bereits jetzt fällt uns auf, wie wenig andere Touristen wir sehen, Schottlands Norden ist viel abgelegener und offensichtlich weniger beliebt bei Touristen. Viele machen sich nicht die Mühe bis in den obersten Norden zu fahren - also ein ziemlich unterschätzer Teil Schottlands! Nach dem Essen fahren wir ein kleines Stück weiter bis zu einem Parkplatz von dem aus man innerhalb weniger Minuten zu Bettyhills Strand gelangen kann. Nein, kein einfacher Strand mit braunem Sand, sondern der atemberaubendste und schönste Strand den ich seit langem gesehen habe: Ein strahlend blaues Meer und feiner, weißer Sand erwarten uns. Überhaupt stellt sich Bettyhill als wirklich schöner Ort heraus.


COLDBACKIE
Der nächste süße Ort auf der Strecke ist Coldbackie, das ebenfalls einen weißen Sandstrand besitzt (so wie fast jeder Ort an der Nordküste!). Leider müssen wir feststellen, dass die kleine Wanderung zum Castle Varrich, einer auf einem Hügel gelegenen Ruine, mindestens 30 Minuten dauert und uns dafür die Zeit fehlt. Trotzdem denke ich, dass eine Wanderung dorthin auf jeden Fall lohnenswert wäre.


DURNESS
Auf dem Weg nach Durness kommen wir an vielen Steilküsten und weißen Sandstränden vorbei. Durness selbst ist ein kleiner Ort mit einem wunderschönen Sandstrand und einer Grotte, der Smoo Cave. Ganz in der Nähe soll es außerdem eine Kolonie mit Papageitauchern geben. Wir haben jedoch nicht viel Zeit und fahren nach kurzer Zeit weiter.
 

KINLOCHBERVIE & OLDSHOREMORE 
Unsere letzten Stationen stehen an bevor wir wieder zurück Richtung Süden fahren. Von der 838 biegen wir nach rechts auf die 801 ein und fahren eine der abgeschiedensten Straßen Schottlands entlang zu den Orten Kinlochbervie und Oldshoremore. Bei unserer Fahrt an der Küste entlang bleibt mir der Mund offenstehen, die Landschaft ist noch schöner als alles, was wir bisher an diesem Tag gesehen haben. Wolkenumhangene Gebirgszüge, raue Felsen, grüne mit Heidekraut bewachsene Wiesen, unberührte Strände und vereinzelte, kleine Steinhäuschen säumen unseren Weg. Nach jeder Kurve überrascht eine neue Aussicht und alles fügt sich zu einem spektakulären Gesamtbild zusammen, das sowohl genau so aussieht, wie man sich Schottland vorstellt, aber mich zugleich auch unheimlich an Island erinnert. In Oldshoremore bleibt uns leider nur Zeit für einen kurzen Spaziergang, allerdings würde ich jedem empfehlen mindestens ein bis zwei Nächte dort zu bleiben, um die Wanderung und einen Tagesausflug nach Sandwood Bay zu machen, einem der schönsten, aber auch abgelegensten Strände Schottlands. Als wir uns wieder auf den Weg machen, bereue ich es wirklich, dass wir nicht hier übernachten und noch mehr Zeit verbringen können, denn dieses Fleckchen Erde ist einfach bezaubernd. Plant bei eurem Urlaub auf jeden Fall genug Zeit für den Norden ein!


ACHMELVICH
Nach einem langen Tag machen wir uns endlich auf den Weg nach Achmelvich zu unserem Hostel. Der Weg dorthin führt uns unter anderem am wunderschönen Loch Glencoul vorbei, auf dem Bootstouren angeboten werden. Schließlich passieren wir das Loch Assynt, einen großen See an dessen Seiten Wälder und Berge aufragen. Wir übernachten im Achmelvich Beach SYHA, was seinen Namen nicht umsonst trägt. In einem weißen Steinhaus auf einem Hügel befindet sich das einfache, aber recht gemütlich Hostel (Achtung, es gibt nur eine einzige Dusche). In direkter Nähe befinden sich einige wunderschöne, weiße Sandstrände, eine fast unschlagbare Lage.


FALLS OF MEASACH
Tag sechs begrüßt uns mit den wohlbekannten heftigen Schauern. Hoffnungsvoll fahren wir los Richtung Isle of Skye. Dabei durchqueren wir das Inverpolly Nature Reserve mit seinen Lochs und hohen Berggipfeln. Normalerweise ist eine Wanderung sicherlich lohnenswert, doch leider ist das Wetter so schlecht, dass wir weiterfahren müssen. Als wir bei den Falls of Measach ankommen, ist das Wetter etwas besser. Ein kurzer Weg führt zu der langen, tiefen Corrieshalloch Gorge an dessen Ende ein schmaler Wasserfall hinab stürzt. Eine schmale, wacklige Brücke führt über die Schlucht und gewährt spektakuläre Aussichten. Nichts für Leute mit schwachen Nerven oder Höhenangst!


EILEAN DONAN CASTLE
Auf dem Weg zum berühmten Eilean Donan Castle fahren wir am abgeschiedenen Loch Maree vorbei. Mittags suchen wir im strömenden Regen mal wieder vergebens nach einem Restaurant und essen schließlich in einem Café am Bahnhof von Ashnasheen. Ich kann euch nur eins sagen: Tut. das. nicht. Noch nie habe ich so eklige Panini gegessen. Ganz in der Nähe liegt auch das imposante Tal des Glen Torridon mit seinen atemberaubenden Bergen. Da das Wetter nicht gerade berauschend ist, fahren wir direkt weiter zum Eilean Donan Castle. Das Schloss liegt an einem Loch und ist angeblich das meist fotografierteste und (mal wieder) schönste Schloss Schottlands. Ersteres glaube ich sofort, als wir zum Parkplatz einbiegen. Nirgendwo in Schottland habe ich bisher so viele Touristen auf einem Haufen gesehen. Scharenweise rennen sie an den Mauern entlang und fotografieren das Schloss aus allen Perspektiven... also reihen wir uns gleich mit ein. Allerdings genießen wir lieber die Aussicht von draußen, da der Eintrittspreis mal wieder völlig übertrieben ist. Das Schloss ist zwar schön und wirkt vor allem bei dem etwas düsteren Wetter und den wolkenverhangenen Berggipfeln sehr eindrucksvoll, doch so schön, dass es den ganzen Trubel rechtfertigt, ist es nun auch wieder nicht...


BROADFOARD (ISLE OF SKYE)
Unsere heutige Unterkunft liegt kurz hinter Broadfoard, einem kleinen Ort am Anfang der Isle of Skye. Erschöpft kommen wir am Skye Picture House an und sind völlig hin und weg. Und damit meine ich völlig hin und weg. Das weiße Haus mit Terrasse liegt direkt unten an einem Loch und bietet damit einen wunderschönen Ausblick. Es ist ruhig und idyllisch, es gibt einen wirklich gemütlichen Aufenthaltsraum und die Besitzer sind sowas von freundlich, hilfsbereit und zugleich professionell, dass man sich einfach sofort wohlfühlen muss. Doch das Beste ist immer noch unser Zimmer (Room 1): Total gemütlich, wirklich geräumig und mit einem riesigen Fenster, das über das Loch blickt. Am liebsten würde ich direkt länger hier bleiben. Das Skye Picture House gehört auf jeden Fall zu den besten Übernachtungen, die wir in Schottland hatten.

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13. September 2013

Rezept: Bruschetta

Heute gibt es mal ein schnelles und einfaches Rezept, was sich perfekt für den kleinen Hunger, als Beilage zum Essen oder als Fingerfood bei Partys eignet. Wer kennt sie nicht, die leckeren Antipasti vom Italiener? Doch Bruschetta lassen sich auch ganz einfach Zuhause machen und glaubt mir: Sie waren sooo lecker! Das müsst ihr ausprobieren!


Zutaten (für 4 Schnittchen)
- 4 Scheiben Ciabatta
- 2 Roma-Tomaten
- 1 Lauchzwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 6 Blätter frischer Basilikum
- Salz, Pfeffer & Oregano
- gutes Olivenöl
- Oliven (optional)
- geriebener Käse (optional)


Zubereitung
Den Ofen auf 200°C vorheizen und das Ciabatta in etwa 1cm dicke Scheiben schneiden. Die Haut der Tomaten ablösen, entkernen und die Tomate in kleine Stücke schneiden. Die Lauchzwiebel waschen und in Scheibchen schneiden. Den Basilikum abbrausen und in feine Streifen schneiden. Tomate, Lauchzwiebel und Basilikum in eine kleine Schale geben, mit Salz, Pfeffer und etwas Oregano würzen und einige Tropfen Olivenöl dazu geben. Alles gut vermengen.


Die Ciabatta-Scheiben in den vorgeheizten Backofen legen und einige Minuten backen bis das Brot knusprig ist. In der Zwischenzeit die Knoblauchzehe halbieren. Das Brot aus dem Ofen holen, jede Scheibe kurz mit der aufgeschnittenen Knoblauchzehe abreiben und mit etwas Olivenöl beträufeln. Die Tomatenmasse gleichmäßig auf den Brotscheiben verteilen und je nach Geschmack noch mit etwas Oliven belegen oder Käse bestreuen. Tendenziell könnt ihr allerdings alles zum Belegen der Bruschetta verwenden, was ihr mögt - zum Beispiel Aubergine, Zucchini, Salami und noch vieles mehr.

Das Bruschetta ist jetzt eigentlich fertig, allerdings mag ich es lieber wenn auch der Belag ein bisschen warm ist, daher gebe ich die belegten Brotscheiben immer nochmal ganz kurz in den Ofen, damit sich alles ein bisschen erwärmt. So und jetzt: Guten Appetit!

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9. September 2013

Nordostschottland: Schottland Roadtrip - Teil 2 (Tag 4)

Der Roadtrip geht weiter Richtung Norden! Für den vierten Tag hatten wir uns etwas weniger vorgenommen, unter anderem auch, da wir für den fünften Tag wieder viel geplant hatten. Vor unserer Weiterreise nach Norden hatten wir eigentlich noch einen Abstecher in den Cairngorms National Park mit seiner rauen Gebirgs- und Heidelandschaft geplant. Leider machte uns das schlechte Wetter mal wieder einen Strich durch die Rechnung, aber in Schottland muss man eben flexibel sein, daher machten wir uns direkt auf den Weg nach Norden. Dennoch denke ich, dass der Cairngorms National Park bestimmt ein lohnendes Ziel ist!


Highlights von Nordostschottland: Schlösser & Burgen, Steile Klippen

LYBSTER
Von Inverness aus geht es endlich weiter Richtung Norden, natürlich in Begleitung von ständigen, heftigen Regenschauern. Auf dem Weg nach Lybster, wo wir übernachten werden, haben wir einen Halt am Dunbeath Castle eingeplant, das auf unserer Landkarte eingezeichnet ist. Seltsam, als wir ganz in der Nähe sein müssen, finden wir keine Ausschilderungen und auch im Lonely Planet kann ich keinen Hinweis entdecken. Nach einigem erfolglosem Herumgekurve geben wir auf und fahren weiter nach Lybster. Lybster entpuppt sich als winziger, trostloser Ort, der wie ausgestorben wirkt. Auf der Suche nach unserem B&B entdecken wir jedoch einen tollen Hafen, der irgendwie verlassen und etwas gruselig anmutet. Nachdem wir von so einigen Kühen und Schafen dumm angestarrt wurden, finden wir endlich unser B&B, genannt The Antlers. Die Betreiber sind freundlich und klären uns außerdem darüber auf, dass das Dunbeath Castle privat sei und man es gar nicht besuchen könne, ups! Unser Zimmer ist gemütlich und recht groß. Außerdem ist die Lage des Hauses direkt am Meer wirklich schön, da man von der Küche aus einen tollen Ausblick hat. Auf Wunsch bereiten die Gastgeber einem außerdem ein sehr üppiges Frühstück zu. 


WICK & OLD WICK CASTLE 
Da wir noch viel Zeit haben und sich das Wetter endlich gebessert hat, fahren wir weiter Richtung Wick, um noch ein bisschen was zu sehen. Wick ist ein ganz netter Ort, allerdings würde ich trotzdem davon abraten dort zu übernachten wenn ihr nicht vorhabt mit der Fähre zu den Orkney-Inseln zu fahren. Die Übernachtungen in Wick sind nämlich um einiges teurer als in den umliegenden Dörfern. Unten am Meer liegt die Ruine des Old Wick Castle. Nachdem man über eine mit Kuhfladen übersäte Wiese gelaufen ist, auf der außerdem einige Kühe stehen, die einen im Vorbeigehen gruselig anstieren (also ich hatte Angst!), kommt man auf einer Klippe gegenüber vom Old Wick Castle an. Das Old Wick Castle stellt sich eher als Enttäuschung heraus, zwar ist die Lage auf dem Felsen sehr spektakulär und auch auf den Fotos wirkt die Ruine äußerst fotogen, doch in Wirklichkeit, macht die Burg dem Begriff "Ruine" alle Ehre. Viel ist jedenfalls nicht mehr davon übrig...


DUNCANSBY HEAD
Direkt hinter Wick befinden sich angeblich die Ruinen des Castle Sinclair, was sehr vielversprechend aussieht. Leider finden wir auch diesmal nicht die Straße dorthin (die Schotten sollten wirklich an ihrer Beschilderung arbeiten). Ich würde es trotzdem empfehlen dorthin zu fahren, allerdings solltet ihr euch vorher eine Wegbeschreibung suchen. Falls irgendjemand von euch schonmal dort war, dürft ihr mich auch gerne auslachen und einen Kommentar mit der Wegbeschreibung hinterlassen. Etwas frustriert fahren wir weiter zur nördlichsten Spitze der Ostküste, dem Duncansby Head mit seinen steilen Klippen und den Felsnadeln. Innerhalb kurzer Zeit kann man zu den Duncansby Stacks spazieren (Achtung, diesmal liegt Schafskot herum!). Als wir dort ankommen, steht die Sonne bereits sehr tief, sodass die Felsnadeln im Schatten liegen. Der Anblick ist beeindruckend, allerdings sicherlich tagsüber noch viel spektakulärer wenn die Sonne auf die Klippen scheint.
Auf dem Rückweg machen wir eine unerwartete Entdeckung. An den steilen Klippen nisten unzählige Seevögel. Zwischen den Möwen entdecken wir sie plötzlich - Papageitaucher! Glaubt mir, spätestens zu diesem Zeitpunkt war der Tag für mich gerettet, denn selbst während meines halben Jahres in Island habe ich kein einziges Mal welche zu Gesicht bekommen. Dabei sind sie doch so verdammt süß! Staunend verbringen wir bestimmt noch 20 Minuten an den Klippen und beobachten und fotografieren die seltenen Vögel bevor wir zurück nach Lybster fahren.

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5. September 2013

Rezept: Blaubeer-Holunder-Limonade

Offensichtlich wurde mein Wunsch erhört und der Sommer bleibt uns noch ein wenig erhalten. Und das heißt Sonne und hohe Temperaturen. Ich dachte eigentlich die Limonaden-Saison wäre bereits vorbei, aber bei den jetzigen Temperaturen passt meine Blaubeer-Holunder-Limonade natürlich wieder super. Vor einiger Zeit hatte ich die Idee, dass Blaubeeren und Holunder doch total gut zusammen passen und daher musste ich die Kombination auch unbedingt noch dieses Jahr ausprobieren. Unglaublich lecker!


Zutaten (für etwa 8-10 Gläser)
- 250g Blaubeeren
- 200ml Wasser
- 100g Feinster Zucker
- 100ml Holundersirup (selbstgemacht oder gekauft)
- 2 Zitronen
- 1,8-2L kaltes Sprudelwasser
- Eiswürfel


Zubereitung
Blaubeeren waschen, 200g davon in einen Topf geben und mit einer Gabel zerdrücken. Wasser und Zucker hinzufügen, das Ganze erhitzen bis der Zucker sich aufgelöst hat. Den Sirup kurz aufkochen lassen dann bei niedriger Hitze etwa 30 Minuten köcheln lassen. Schließlich alles durch ein Sieb gießen und in einem Behälter auffangen; die Blaubeeren entsorgen. Zitronen auspressen und den Saft zusammen mit dem Holundersirup zum Blaubeersirup geben. Alles gut vermengen und im Kühlschrank kalt stellen.

Den abgekühlten Blaubeer-Holunder-Sirup mit Sprudelwasser auffüllen. Eiswürfel und einige Blaubeeren in Gläser geben und mit der Blaubeer-Holunder-Limonade übergießen. Viel Spaß beim Genießen der letzten warmen Sommertage!

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2. September 2013

Hundert Mal Zuckerwatte-Geschichten für alle! + Ein großes Dankeschön

Der hundertste Post! Ich kann es irgendwie gar nicht glauben und je näher dieser Post rückte desto mehr hatte ich das Gefühl ihn auf irgendeine besondere Weise füllen zu müssen. Noch viel glücklicher macht mich aber die Tatsache, wie viele Leser mittlerweile ihren Weg auf meinen Blog gefunden haben. Damit habe ich bei der Gründung meines Blogs vor 7 Monaten wirklich niemals gerechnet!
Deshalb einen großen Dank an fast 48000 Seitenaufrufe, mehr als 1000 Kommentare, 200+ Leser via GFC, 265 via Bloglovin', 37 Leser via Blog-Connect und mehr als 50 Facebook-Likes! Generell ist das vielleicht nicht viel wenn man an die Größe des Internets denkt, doch ich habe ehrlich nicht geglaubt, dass sich jemals so viele Leute für meinen Blog interessieren würden. Vielen Dank für all eure lieben Kommentare und euer Feedback, ich freue mich jedes Mal riesig zu lesen, dass sich meine Mühen gelohnt haben.

Ich habe lange überlegt, was ich euch als kleines Dankeschön anbieten kann. Ich hoffe ihr seid nicht enttäuscht wenn ich jetzt kein Gewinnspiel oder eine Blogvorstellung raushaue, aber ich habe mir dafür etwas Anderes überlegt. Zum einen habe ich ein paar kuriose Geschichten und Anekdoten rund um meinen Blog zusammengetragen. Zum anderen möchte ich euch die Möglichkeit geben mich etwas besser kennenzulernen oder mir die Fragen zu stellen, die ihr schon immer mal beantwortet haben wolltet. Da ich ja selten über mein privates Leben schreibe, aber sich viele von euch etwas mehr zu dem Thema gewünscht haben, dachte ich das wäre eine ganz gute Möglichkeit. Daher ist eure Mithilfe gefragt: Stellt mit per Kommentar unter diesem Post oder bei Facebook eure Fragen! Egal ob zum Thema Reisen (gerne auch Spezielles zu Island, Neuseeland oder meinen Auslandsaufenthalten), Kochen, Musik, Film, Mode, Studium, Allgemeines zum Blog oder irgendwas ganz anderes - ich versuche alle Fragen in einem Interview zu beantworten, die mir nicht zu persönlich sind. Ich werde einiges sammeln und dann versuchen alles in einem Post zu beantworten. Natürlich dürft ihr mir auch gerne wieder Anregungen und Post-Wünsche hinterlassen.

So und zum Abschluss habe ich wie bereits erwähnt einige lustige Fakten für euch zusammen getragen:
* Als ich diese Kiwi-Nektarinen-Smoothies mit Kokoscreme gemacht habe, war mein Freund leider nicht da und ich musste alles alleine austrinken. Danach war mir den ganzen Tag lang schlecht, weil ich zu viel Smoothie getrunken hatte.
* Mein Freund lacht mich jedes Mal aus wenn ich die "Fotokulisse" für meine Food-Posts aufbaue. Zugleich ist er total genervt, weil er endlich essen möchte, aber ich erst noch Fotos machen muss...
* Für einen Post habe ich einmal solange versucht Fotos zu machen, dass ich am nächsten Tag Muskelkater hatte.
* Seit ich einmal die perfekten Blaubeer-Pancakes gebacken habe, sind sie mir danach jedes Mal misslungen.
* Einmal habe ich auf einem anderen Blog, der so einen ähnlichen Titel wie z.B. Miss Rose hatte (ich hoffe niemand heißt jetzt wirklich so, der Name ist nämlich geändert), einen Kommentar hinterlassen. Ich fand den Blognamen total schön und schrieb, dass ich Rosen total mag. Einen Tag später bekam ich einen Kommentar: Schöner Blog! Du magst Rosen, ich mag Baumwolle! Ich dachte nur: Häh? Wieso Baumwolle?! Irgendwann kam ich darauf, dass man meinen Blogtitel wohl falsch verstanden hatte. Daher an dieser Stelle: Cotton Candy ist der amerikanische Begriff für Zuckerwatte. Also nix mit Baumwoll-Süßigkeiten-Geschichten oder sowas... ;)

Ich wünsche euch allen einen wundervollen Abend!
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