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18. Februar 2019

Küstenurlaub in Südschweden: Schären und Fischerdörfer in Bohuslän

Von Göteborg bis hoch nach Strömstad und dann zurück nach Stockholm ging mein Roadtrip entlang Schwedens Westküste Bohuslän. Vorbei an felsiger Hügellandschaft und malerischen Buchten, idyllischen Fischerdörfern mit roten Holzhäusern und den Schären mt ihren unzähligen Inseln. Schweden verzaubert im Sommer mit seinen glitzernden Seen, rauschenden Wäldern und vielen Stunden Tageslicht wie kein anderes Land.

Bevor ich für mein Studium nach Schweden gezogen bin, stand das Land der Elche nicht gerade weit oben auf meiner Reiseliste. Wiesen, Seen und rote Holzhäuser - das klang in meinen Ohren nicht besonders spektakulär. Doch als ich im Sommer mit meinen Freundinnen einen Roadtrip entlang der der Küste von Bohuslän (auch bekannt als Västkust) machte, lernte ich endlich das Gefühl kennen, von dem so viele Schwedenliebhaber schwärmen: Freiheit.

Was ihr bei einem Roadtrip entlang der schwedischen Westküste Bohuslän auf jeden Fall gesehen haben solltet, verrate ich euch anhand unserer Reiseroute.

Tag 1: Von Stockholm bis ins hippe Göteborg

Am ersten Tag heißt es für uns: Aufbruch mit unserem Mietwagen aus Stockholm Richtung Göteborg. Die Fahrt ist eher unspektakulär, aber der Besuch von Göteborg lohnt sich allemal. Die Stadt sprüht nur so vor Leben: coole Boutiquen und Geschäfte laden zum Shoppen ein und gemütliche Cafés locken zum Verweilen. Der Aufstieg zur ehemaligen Festung Skansen Kronan belohnt uns außerdem mit Ausblicken über die Stadt. Danach schlendern wir durchs Viertel Haga und merken schnell, warum sich hier die jungen Menschen Göteborgs herumtreiben. In den kopfsteingepflasterten Gassen mit ihren traditionellen Holzgebäuden reihen sich vegane Bistros, schnuckelige Cafés und unkonventionelle Geschäfte aneinander. Auch in der Nähe unseres Hostels "Backpackers Göteborg" befinden sich zahlreiche Restaurants und wir kehren für ein entspanntes Abendessen ein bevor wir früh ins Bett gehen.

Tag 2: Von Göteborg bis zum malerischen Smögen

Am nächsten Morgen geht es zeitig los, denn nun beginnt unserer wahrer Roadtrip. Unter strahlend blauem Himmel fahren wir in Richtung der Halbinsel Tjörn. Bereits die Fahrt über die Brücke "Tjörnbron" offenbart Ausblicke auf das Meer und lässt unsere Herzen höher schlagen. Wir beschließen in einigen kleinen Dörfern Halt zu machen, um die Atmosphäre von Bohuslän auf uns wirken zu lassen. Der kleine Fischerort Rönnäng wirkt zwar wie ausgestorben, aber keineswegs trist. In der kleinen Bucht schmiegen sich rote Holzhäuser an die felisgen Klippen und einige Boote schaukeln verschlafen im Hafen umher. Wir spazieren den Steg entlang und atmen die salzige Luft ein, die einen leichten Geruch nach Fisch verströmt.


Schließlich fahren wir weiter Richtung Norden bis nach Skärhamn. Hier schmiegen sich traditionelle Häuser entlang einer felsigen Bucht und beim Klettern hinauf auf die flachen Klippen hat man einen wunderschönen Ausblick über die kleine Stadt. Wir fahren weiter durchs idyllische Grundsund bis nach Fiskebäckskil, wo wir zum Mittagessen Halt machen. Das kleine Dorf wirkt wie aus einem Astrid Lindgren Buch. Weiter geht es bis nach Lysekil, denn hier befindet sich das Stångehuvuds naturreservat. Das Naturschutzgebiet strömt eine ungemeine Ruhe aus. Flache, abgerundete Granitfelsen erstrecken sich am Meer entlang und sorgen für spektakuläre Ausblicke über die Bucht und das Meer. Im Licht der Abendsonne leuchten die Felsen wunderschön rot!


Unser letzter Stopp dieses Tages: Smögen, denn dort werden wir auch übernachten. Auch hier reihen sich traditionelle Holzhäuser aneinander und unten an der Smögenbryggan sieht es nicht nur richtig schön aus, sondern es gibt auch zahlreiche Geschäfte, Restaurants und Cafés. Für die Nacht kehren wir schließlich im "Smögens Camping" ein.

Tag 3: Von Smögen bis nach Strömstad


Am nächsten Morgen haben wir wieder Glück mit dem schwedischen Wetter, denn blauer Himmel und Sonnenschein begrüßen uns. Heute geht es nach Fjällbacka, auch bekannt aus den Krimiromanen von Camilla Läckberg. Hier ist es deutlich touristischer, aber der Ort ist dennoch richtig schön. Weiße und rote Holzhäuser sowie eine Kirche befinden sich in der kleinen Bucht. Ein absolutes Highlight ist der Aufstieg auf den Vetteberg. Der Ausblick auf die Bucht, das Meer und die Klippen war einer der schönsten Momente des ganzen Roadtrips. Wir fahren entspannt weiter Richtung Norden nach Strömstad, wo wir nachmittags einige Kilometer außerhalb beim "Lagunen Camping" ankommen. Hier gibt es sogar einen eigenen Zugang zum Meer, sodass wir den typisch schwedischen Sommer genießen und am Wasser sitzen.

Tag  4: Von Strömstad bis zum entlegenen Vassbotten


Strömstad liegt nahe der norwegischen Grenze und stellt ein weiteres Highlight unseres Roadtrips dar. Die Stadt selbst ist eher unspektakulär, allerdings fahren von hier aus die Fähren zum Nationalpark Kosterhavet, einer Ansammlung von Inseln. Auf den felsigen Inseln kann man wandern und die Ruhe des Natur genießen. Und genau das machen wir, denn hier gibt es malerische Häuschen, Wälder und unberührte Strände von rauer Schönheit. Gegen Nachmittag fahren wir zurück nach Strömstad und verlassen die Westküste Richtung Landesinnere. An unserem letzten Abend übernachten wir in Vassbotten, an der norwegischen Grenze. Das völlige abgeschiedene "Bullarebygdens Familjecamping" liegt inmitten eines Waldes und direkt an einem See. Perfekt, um den Urlaub ganz entspannt ausklingen zu lassen. Denn am nächsten Tag geht es für uns zurück nach Stockholm.

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4. August 2018

Roadtrip durch Dalarna: Erlebe das typische Schweden

Rote Holzhäuser, rauschende Kiefernwälder, glitzernde Seen - in Dalarna findet man alles, was fürs typische Schweden steht! Die schwedische Provinz in Mittelschweden verkörpert die Essenz der schwedischen Kultur. Ihr wollt Schweden kennenlernen oder liebt das Land bereits? Dann auf nach Dalarna! Die schönsten Dalarna Sehenswürdigkeiten, - wo ihr wandern gehen könnt oder wo ihr eins der berühmten Dalarna Pferde herbekommt? Ich verrate es euch! Dalarna eignet sich perfekt für einen drei- oder viertägigen Roadtrip von Stockholm aus. Mit dem Auto geht es Richtung Norden zum Siljansee, dem Herzstück von Dalarna.


Dalarna Sehenswürdigkeit: Rote Holzhäuser in Tällberg
Innerhalb von etwa dreieinhalb Stunden erreicht man die Region des Siljansees. Wir folgen einer kurvigen Landstraße durch Wälder und grüne Wiesen, vorbei an alten Bauernhöfen - idyllischer geht es kaum.  Doch der erste Ort entlang der Reiseroute durch Dalarna ist bereits ein echtes Highlight. Das kleine Dorf Tällberg liegt auf einem Hügel hoch über dem Siljansee und bezaubert durch seine durchweg rot gestrichenen Holzhäuser. Von hier hat man eine grandiose Aussicht über die sanfte Hügellandschaft und den glitzernden See. Was schnell auffällt: die vielen Hotels. Denn Tällberg ist vor allem bekannt für seine exklusiven Hotels, die Cafés und das Kunsthandwerk. Doch obwohl Tällberg auf den ersten Blick hoch über dem Siljansee liegt, reicht der kleine Ort bis hinab zum See. Folgt man der Straße bis hinunter ans Ufer, kann man dort entspannt spazierengehen.


Dalarna Sehenswürdigkeit: Holzpferde in Nusnäs
Von Tällberg geht es weiter am Ufer des Siljansees entlang bis nach Nusnäs. Der kleine Ort ist wohl eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Dalarna, denn in den Werkstätten des Dorfs werden die berühmten Dalarna Pferde (schwedisch Dalahäst) hergestellt. Die Holzpferde entstehen unter anderem in der Werkstatt Grannas Olsson Hemslöjd und werden dort von Hand geschnitzt und bemalt. Sie sind nicht nur ein Symbol für Schweden, sondern auch ein beliebtes Souvernir. Die Werkstatt von Grannas Olsson ist während der Öffnungszeiten jedem zugänglich und man kann zuschauen, wie die Dalarna Pferde Schritt für Schritt hergestellt werden. Nachdem man genug Geld für die schönen Holzpferde ausgegeben hat, wird es Zeit, das idyllische Dorf ein wenig zu erkunden. Denn Nusnäs besteht aus urigen roten und dunkelbraunen Holzhäusern mit beschaulichen Gärten. In der Umgebung von Nusnäs und Mora gibt es zudem viele Unterkünfte und Campingplätze, wie das Siljansbadets Camping, auf denen man auch rote Holzhütten anmieten kann.


Dalarna Sehenswürdigkeit: Wandern im Fulufjället Nationalpark
Etwa 150km von Mora entfernt im Nordwesten von Dalarna wartet ein weiteres Highlight für Naturliebhaber und Abenteurer. Denn wer in Dalarna wandern möchte, ist im Fulufjället Nationalpark genau richtig! Am besten quartiert man sich im urigen Hostel Fulufjällsgården ein, das direkt im Nationalpark liegt. Mit dem Auto fährt man dann weiter bis zum großen, kostenlosen Parkplatz. Dort befindet sich auch das Naturum, eine Hütte in der man Informationen über den Nationalpark erhalten kann. Der Fulufjället Nationalpark ist für mich wie eine Mischung aus Urwald, Moor, Wasserfällen und Gebirgen. Vom Naturum aus kann man die einfache Rundwanderung zu Schwedens größtem Wasserfall, dem Njupeskär, machen. Dabei läuft man auf Holzstegen durch den Moor und vorbei an rauschenden Bächen durch den Wald. Wer etwas motivierter ist, sollte auf jeden Fall vom Njupeskär dem Wanderweg über den Rand des Fjellplateaus zum Beginn des Wasserfalls zu folgen, um die spektakuläre Aussicht über den Nationalpark und die Gebirge nicht zu verpassen. Die Wanderung ist mittelschwer und mit festem Schuhwerk gut zu schaffen. Der Weg führt vom Wasserfall weiter über den Bergrücken und schließlich zurück ins Tal zum Naturum. 


Dalarna Sehenswürdigkeit: Kunst und Kultur in Mora
Vom Fulufjället Nationalpark aus geht es zurück an den Siljansee, um einen Tag in Mora zu verbringen. Denn Mora ist nicht nur der größte Ort am Siljansee, sondern hat auch viele Kunst- und Kulturangebote zu bieten, wie das Zorn-Museum. Doch vor allem die Umgebung um Mora, hat allerhand Aktivitäten in der Natur zu bieten: Kanufahren auf dem Siljansee, Wandern in den Wäldern oder der Bersuch eines Bären- oder Elchparks. Übernachten kann man super im Mora Parken Hotel, das ebenfalls kleine rote Ferienhäuser vermietet. Und nachdem alle Dalarna Sehenswürdigkeiten erkundet sind, geht's schließlich zurück nach Stockholm!

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8. November 2017

Unterwegs in Finnlands Seengebiet: Parikkala, Punkaharju, Savonlinna und der Koli Nationalpark

Wer einen längeren Urlaub in Finnland plant, wird vermutlich mehr sehen wollen als die Hauptstadt Helsinki. Und so war es auch für mich, als ich dieses Jahr im Juni mit der Fähre nach Helsinki fuhr, um in der Nähe von Porvoo mit meinen Freunden Mittsommer zu feiern. Nach den Feierlichkeiten hatten wir für die kommenden Tage einen kleinen Roadtrip geplant, um durch die Finnische Seenplatte zu reisen - einem der schönsten Gebiete des Landes. Unsere Reise führte uns über Parikkala, Punkaharju und Savonlinna bis hinauf zum Koli Nationalpark zum Wandern.
 
Finnland gilt nicht umsonst als Land der tausend Seen, denn die Landschaft ist geprägt von grünen Wäldern, sanften Hügeln und unzähligen kristallklaren Seen. Das finnische Seengebiet, offiziell auch Finnische Seenplatte genannt, liegt im Südosten Finnlands und erstreckt sich teilweise noch bis nach Russland. Es ist das größte Seengebiet Europas und bietet ein wahres Naturerlebnis. Denn hier lässt sich die Essenz der finnischen Identität hautnah erleben: ein Labyrinth aus Seen, Flüssen und kleinen Inseln, gepaart mit Hügeln und Wäldern. Hier findet man nostalgische, friedliche und atemberaubende Natur. Angeblich besteht das Gebiet aus mehr als 42.000 Seen! Damit gehört die Finnische Seenplatte definitiv zu Finnlands top Sehenswürdigkeiten.


Parikkala
Die Finnische Seenplatte bietet viele Sehenswürdigkeiten. Der erste Ort auf dem Weg durch Finnlands Seengebiet ist die Gemeinde Parikkala nahe der russischen Grenze. Bereits hier bekommt man einen ersten Geschmack von Finnland, denn entlang des Sees findet man viele typische finnische Ferienhäuser mit Saunen. Da der Ort recht klein ist, gibt es neben einer Holzkirche nicht viel zu sehen. Nicht weit entfernt liegt jedoch der Parikkala Skulpturpark Parikkalan Patsaspuisto. Nicht zu vergleichen mit üblichen Statuen hat der Künstler Veijo Rönkkönen 50 Jahre lang hier gelebt und über 550 Skulpturen der besonderen Art erschaffen. Die Figuren wirken sogar eher gruselig, denn sie besitzen Augen und wirken grotesk. Der Eintritt ist frei, aber Spenden werden gerne entgegen genommen.


Punkaharju
Von Parikkala geht es weiter Richtung Punkaharju. Der kleine Ort liegt am Saimaa See und bietet weitere Einblicke ins tradionelle finnische Leben. Bekannt ist Punkaharju aber vor allem für seine gleichnamige Sehenswürdigkeit: eine etwa 7 Kilometer lange Straße, die auf einem Hügelkamm zwischen den Seen Puruvesi und Pihlajavesi entlang führt. Kurve um Kurve windet sich der Weg zwischen den Bäumen hindurch während man auf beiden Seiten direkt auf die Seen hinabblickt. Eine von Finnlands schönsten Sehenswürdigkeiten!


Savonlinna
Doch die Finnische Seenplatte hat noch mehr Sehenswürdigkeiten zu bieten. Von Punkaharju folgt man der Straße Richtung bis nach Savonlinna. Die idyllische Stadt ist umgeben von Seen und hat neben einigen süßen Gässchen auch eine weitere Touristenattraktion zu bieten. Denn bekannt ist Savonlinna für die Burg Olavinlinna, die inmitten des Sees liegt und zu der man über eine Brücke hinweg gelangt.


Koli Nationalpark: Wandern in Finnlands Seengebiet
Scheinbar endlose Wälder und glitzernde Seen erwarten einem im Koli Nationalpark. Von Savonlinna aus fährt man weiter gen Norden bis man die größeren Städte hinter sich gelassen hat. Hier kann man gut eine Nacht verbringen, um die Stille der Natur auf sich einwirken zu lassen. Wer auf Luxus verzichten kann, sollte eine Nacht im Kolin Keidas verbringen, welches quasi direkt im Nationalpark liegt. Wir sind hier, um am nächsten Tag im Koli Nationalpark zu wandern. Die Wanderungen sind größtenteils nicht allzu lang und schwierig. Sehr lohnenswert ist die Wanderung zum Berg Ukko-Koli, von dem man eine spektakuläre Aussicht über den Pielinen-See und die Gipfel des Waldes hat.


Wart ihr schonmal in Finnland? Was sind eure Tipps?
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17. April 2016

Fazit: Der Island Roadtrip im Überblick

In den letzten Monaten habe ich hier von meinem Island Roadtrip berichtet, der uns einmal um die ganze Insel geführt hat. Dabei haben wir die unterschiedlichsten Landschaften durchquert und Sehenswürdigkeiten passiert: Vulkane, Gletscher, Berge, Täler, Wasserfälle, heiße Quellen, Seen, Strände und Fjorde. Im heutigen Artikel habe ich eine Übersicht unseres Island Roadtrips zusammengestellt.
Landschaft in Island

Ihr findet diesmal unsere täglichen Reiseetappen im Überblick, inklusive einer Karte mit unserer Reiseroute sowie den entsprechenden Unterkünften. Außerdem gebe ich euch noch ein kleines Fazit zu meiner Reise durch Island. In einiger Zeit folgt außerdem auch ein Travel Guide für Island, in dem ich alle wichtigen Infos zum Reisen in Island zusammenfassen werde.


Island Roadtrip: Reiseroute im Überblick

Tag 1: Keflavík - Hvollsvöllur
Sightseeing & Aktivitäten: Landschaft entlang der Ringstraße 1
Übernachtung: Garðsauki Guesthouse

Tag 2: Hvollsvöllur
Sightseeing & Aktivitäten: Þórsmörk & Goðaland, Dýrholæy, Skógafoss
Übernachtung: Garðsauki Guesthouse

Tag 3: Hvollsvöllur
Sightseeing & Aktivitäten: Vestmannæyjar/Heimæy, Seljalandsfoss
Übernachtung: Garðsauki Guesthouse

Tag 4: Hvollsvöllur - Kirkjubæjarklaustur
Sightseeing & Aktivitäten: Landmannalaugar, Vík
Übernachtung: Hótel Laki

Tag 5: Kirkjubæjarklaustur - Berunes
Sightseeing & Aktivitäten: Svínafellsjökull, Jökulsárlón
Essen (Restaurant Tipp): Berunes Hostel Restaurant
Übernachtung: Berunes Hostel

Tag 6: Berunes - Akureyri
Sightseeing & Aktivitäten: Goðafoss
Übernachtung: Akureyri Hostel

Tag 7: Akureyri
Sightseeing & Aktivitäten: Hverarönð, Krafla, Leirhnjúkur, Mývatn
Übernachtung: Akureyri Hostel

Tag 8: Akureyri - Árdalur
Sightseeing & Aktivitäten: Laufás, Húsavík
Übernachtung: Árdalur Farmhouse

Tag 9: Árdalur
Sightseeing & Aktivitäten: Ásbyrgi, Dettifoss
Übernachtung: Árdalur Farmhouse

Tag 10: Árdalur - Sæberg
Sightseeing & Aktivitäten: Landschaft entlang der Ringstraße 1
Übernachtung: Sæberg Hostel

Tag 11: Sæberg - Reykjavík
Sightseeing & Aktivitäten: Landschaft entlang der Ringstraße 1
Übernachtung: KEX Hostel

Fazit
Insgesamt ist Island ein absolutes Muss für Naturliebhaber und Fotografen. Im Grunde ist die komplette Insel sehenswert und es gibt so viel zu entdecken, dass ein Urlaub gar nicht ausreicht. Die Landschaft ist abwechslungsreich und hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Ob normaler Roadtrip oder Wanderurlaub, in Island findet man noch unberührte Natur. Insbesondere im Sommer ist es sehr lange hell, sodass einem viel Zeit zum Reisen und Entdecken bleibt. Allerdings spielt das Wetter nicht immer so ganz mit und richtig warm wird es auch im Sommer nicht. Meine persönlichen Reisehighlights waren Þórsmörk, Landmannalaugar und Heimæy im Süden sowie Húsavík, der Goðafoss und der Dettifoss im Norden. Außerdem solltet ihr auch ein wenig Zeit für Reykjavík einplanen, da die Stadt wirklich toll ist!
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21. Januar 2016

Island Roadtrip - Teil 7: Islands Norden - Húsavík, Ásbyrgi und Dettifoss (Tag 8-11)

Der achte und neunte Tag unseres Island Roadtrips führen uns durch malerische Landschaften und Fischerdörfer bis hin zu einem gewaltigen Wasserfall. Neben der Möglichkeit die Ruhe in der Natur zu genießen, lernen wir außerdem die isländische Mentalität und Gastfreundschaft besser kennen bevor es am zehnten und elften Tag zurück Richtung Reykjavík geht.

Blick auf den Hof Laufás

Highlights von Islands Norden: Mächtige Wasserfälle, rauchende Vulkangebiete und verträumte Küstendörfer

Laufás
Über uns erstreckt sich ein perfekter blauer Himmel, saftig grüne Wiesen ziehen am Fenster vorbei und in der Ferne erstrecken sich die schneebedeckten Berge. Schöner kann ein Tag in Island wohl kaum sein - zumindest wettertechnisch. Von Akureyri aus fahren wir zum Küstendorf Húsavík, doch auf dem Weg dorthin möchten wir einen kurzen Zwischenstopp in Laufás einlegen, einem Museum am Ostufer des Eyjafjörðurs. Es handelt sich dabei um einen alten Hof, der Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Die besondere Architektur der kleinen Häuschen ist hübsch anzusehen und vermittelt einen Eindruck davon, wie das Leben in Island früher zum Teil ausgesehen hat.

Blick auf den Hof Laufás

Húsavík
Zur Mittagszeit erreichen wir schließlich Húsavík. Das malerische Fischerdorf liegt direkt am Meer und bieten einen tollen Ausblick auf die schneebdeckten Berge im Hintergrund. Trotz des Fischgeruchs, der in der Luft liegt, verliebe ich mich sofort ein bisschen in den süßen Ort. Von hier aus starten unter anderem auch Bootstouren hinaus aufs Meer, wo man Wale beobachten kann. Wir entschließen uns aber stattdessen dafür, ein wenig durch die Straßen zu schlendern und gönnen uns danach ein Mittagessen unten am Hafen. Húsavík ist nicht sonderlich groß und hat daher ansonsten nicht viel mehr zu bieten. Ein Besuch lohnt sich aber alleine schon, wegen der wunderschönen Lage.

Gegen Nachmittag machen wir uns auf den Weg zu unserer heutigen Unterkunft: einem isländischen Farmer, der Zimmer in seinem Haus vermietet, sozusagen ein Bed & Breakfast nur etwas persönlicher. Doch trotz der angebenen Adresse (oder besser gesagt der Koordinaten, da es nur vereinzelte Bauernhöfe gibt, die im Land verteilt liegen) stellt es sich als ziemlich knifflig heraus, die Farm zu finden. Zum Glück ist das Wetter gut und die Landschaft schön, denn mal wieder kurven wir etwas verlorenn durch die Gegend bis wir schließlich etwas verzweifelt am kleinen Ort Kópasker ankommen (selbst für isländische Verhältnisse am A**** der Welt) und beschließen, dort nach dem Weg zu fragen. Wir betreten also eine Tankstelle und wenden uns an den älteren, bärtigen Herren hinter der Theke. Etwas verlegen, fragen wir nach dem Weg. Mit unverändertem Gesichtsausdruck und monotoner Stimme erklärt er uns, dass wir bereits eine halbe Stunde zu weit gefahren seien und den ganzen Weg wieder zurück müssten. Toll... und so viel zum Thema wortkarge und verschlossene Isländer. Als wir schließlich den Bauernhof finden, ist unser Gastgeber gerade unterwegs. Er hat uns einen Zettel an der Tür hinterlassen, dass wir einfach reingehen und uns wie Zuhause fühlen sollen. Die Tür ist natürlich nicht verschlossen - Island eben. Drinnen hängen persönliche Familienfotos und wir fühlen uns richtig unwohl dabei einfach seine Küche zu benutzen. Immerhin könnte man hier auch die ganze Bude leerräumen und sich dann aus dem Staub machen, schon beeindruckend dieses isländische Vertrauen in das Gute im Menschen!

Hafen von Húsavík
Weiden bei Húsavík

Ásbyrgi
Am nächsten Tag machen wir uns nach dem Mittagessen auf den Weg nach Ásbyrgi. Dabei handelt es sich um eine große, hufeisenförmige Schlucht, die ihre Form laut der nordischen Mythologie erhalten hat, als Odins Pferd Sleipnir seinen Hufabdruck hinterlassen hat. Als wir in Ásbyrgi ankommen, folgen wir zunächst der gewundenen Straße durch das Wäldchen, das die Schlucht fast vollständig ausfüllt. Vom Parkplatz aus wandern wir dann einen kleinen Weg entlang, denn angeblich hat man vom Felsen am Ende der Schlucht einen super Ausblick. Schließlich erreichen wir einen kleinen See auf dem sich einige Enten tummeln. Hier kann man toll in der Natur entspannen, aber einen Weg hinauf zum Felsen können wir nicht entdecken. Jaaaa toll, das soll es jetzt gewesen sein? Ein Wald, ein Ententeich und direkt vor uns ragt eine steile Felswand empor. Ich bin alles andere als begeistert, ich lasse mich sogar dazu herab, zu sagen, dass das der langweiligste Ort ist, den ich in Island gesehen habe. Zurück am Parkplatz finden wir schließlich heraus, dass der Wanderweg hinauf zum Felsen nicht durch die Schlucht führt, sondern bereits viel früher am Rand beginnt und entlang der Schlucht bis zu ihrem Ende führt. Dauert auch nur so 5 Stunden, wofür es jetzt leider schon zu spät ist. Aber gut, Ásbyrgi und ich werden ohnehin keine Freunde mehr.  

Schlucht Ásbyrgi

Dettifoss
Wir fahren also weiter zu einem selbst für Island besonderen Wasserfall, dem Dettifoss. Die Straße dorthin ist alles andere als ein Traum: steinig, holprig und unasphaltiert. Als wir endlich auf dem Parkplatz ankommen, sind wir besser durchgeschüttelt als James Bonds Martini. Wir folgen einem Trampelpfad zwischen Felsen und Geröll hindurch. Nach einiger Zeit hören wir bereits die donnerden Wassermassen und feinster Sprühnebel weht uns entgegen. Je nachdem wo man steht und wie der Wind weht, ist eine Regenjacke hier ein Muss. Als der Dettifoss endlich in Sicht kommt, bin ich überwältigt. Aggressiv stürzen sich die aufgewühlten, dreckigen Wassermassen hinab in die Schlucht. Ein faszinierender Anblick, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte! Abends fahren wir zurück zum isländischen Farmhaus, um eine letzte Nacht dort zu verbringen. Beim Kochen entdecke ich unter anderem ein Foto unseres Gastgebers, auf dem er einen erschossenen Schneefuchs hochhält. An diesem Abend fühle ich mich nicht mehr besonders wohl als ich abends ins Bett gehe und bin froh, dass die Reise am nächsten Tag weitergeht.

Blick auf den Dettifoss in Island
Blick auf den Dettifoss in Island
Blick auf den Dettifoss in Island

Sæberg
Als wir morgens aufbrechen, wird mir das Herz ein wenig schwer. Heute ist der letzte, richtige Tag unseres Roadtrips, denn schon übermorgen fahren wir zurück nach Reykjavík. Wir folgen der Ringstraße 1 erneut am schönen Aykureyri vorbei, entlang von Fjorden bis in den Westen Islands. Unsere heutige Unterkunft ist das Sæberg Hostel, welches wir am frühen Abend erreichen. Das Hostel liegt direkt an einem idyllischen Fjord und besitzt einen Whirlpool direkt am Ufer. Entspannt lassen wir unseren letzten Abend ausklingen und bereiten uns auf unsere Abreise am nächsten Tag vor.

Reykjavík
An unserem elften Tag sind wir bereits früh auf den Beinen und machen uns auf den Weg zurück zu Islands Hauptstadt. Die Fahrt verläuft unproblematisch und wir genießen ein letztes Mal den Ausblick auf Islands atemberaubende Landschaft. Gegen Mittag kommen die bunten Häuser Reykjavíks in Sicht und wir folgen der Autobahn hinein in die Stadt. Nachdem wir unser Auto geparkt haben, wagen wir unsere ersten Schritte durch die Stadt, in der ich von nun an mein Auslandssemester verbringen werde (Merke: Dieser Roadtrip fand 2012 statt!). Schnell bin ich begeistert von den entspannten Menschen und den farbenfrohen Gebäuden. Wir gönnen uns noch einen Burger zum Mittag, dann mache ich mich auf den Weg zu meinem Hostel während mein Reisepartner die Heimreise antritt.

Reykjavík
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22. Juni 2015

Island Roadtrip - Teil 6: Islands Norden - Hverarönð, Krafla und Mývatn (Tag 7)

Am siebten Tag unseres Island Roadtrips wird es sowohl idyllisch als auch heiß, denn wir lernen Islands vulkanische Seite kennen. Dabei entdecken wir Hochtemperaturgebiete, Geothermalkraftwerke und Lavafelder.

Blick über das Gebiet Hverarönð und den Námafjall in Island

Highlights von Islands Norden: Mächtige Wasserfälle, rauchende Vulkangebiete und verträumte Küstendörfer

HVERARÖNÐ UND NÁMAFJALL
Der nächste Morgen erwartet uns mit blauem Himmel und Sonnenschein. Dennoch ist der Temperaturunterschied zu Islands Süden spürbar, sobald wir uns nach draußen wagen. Heute möchten wir dennoch Islands heiße Seite kennenlernen und uns deshalb den vulkanischen Aktivitäten widmen, die Islands Landschaftbild ebenso prägen wie die Wasserfälle und Gletscher. Unser Weg führt uns zunächst in die Richtung des Sees Mývatn. In der Nähe des kleinen Ortes Reykjahlíð, der direkt beim See liegt, passieren wir das Geothermalkraftwerk Bjarnarflag, das einem direkt wegen des leuchtend türkisen Sees ins Auge fällt. Kurze Zeit später erreichen wir endlich das Hochtemperaturgebiet Hverarönð an der Ostseite des Vulkans Námafjall. Bereits aus einiger Entfernung sehen wir die weit aufsteigenden Dampfsäulen und als wir uns der Ebene näheren, steigt uns der Geruch von Schwefel in die Nase. Der Boden des Gebiets reicht von Orange bis hin zum Rötlichen, an verschiedenen Stellen blubbern Schlammtümpel vor sich hin und heißer Dampf steigt zischend aus der Erde empor. Wir folgen dem markierten Pfad vorbei an Erdlöchern, Wasserdampf und brodelnden Schlamm und lassen uns von den Eindrücken überwältigen. Eigentlich möchten wir gerne noch den Gipfel des Námafjall erklimmen, da man von dort angeblich einen tollen Blick auf den Mývatn und die umliegende Region haben soll, doch leider stellt sich der Pfad als so rutschig und schlecht befestigt heraus, dass sich ein Aufstieg ohne richtige Wanderschuhe als unmöglich herausstellt (Merke: Chucks sind in solchen Fällen kein festes Schuhwerk!) und wir umkehren müssen.

Geothermalkraftwerk Bjarnarflag in Island
Geothermalkraftwerk Bjarnarflag in Island
Blick über das Gebiet Hverarönð und den NámafjallMudpool im das Gebiet Hverarönð und den Námafjall
Blick über das Gebiet Hverarönð und den Námafjall in Island
Blick über das Gebiet Hverarönð und den Námafjall in Island
Blick über das Gebiet Hverarönð und den Námafjall in Island
 
KRAFLA
Wir fahren ein kleines Stück weiter bis zum Vulkangebiet Krafla. Das Gebiet besteht aus dem gleichnamigen Vulkan sowie zahlreichen Kratern, Lavafeldern und Kilometer langen Leitungen mit heißem Dampf, die hinauf zum Geothermalkraftwerk führen. Wir halten zunächst nahe des Kraflas an, um dem Wanderweg hinauf zum Vulkansee Víti (Isländisch: Hölle) zu folgen. Der leuchtend türkisblaue See entstand 1724 bei einer Dampfexplosion und bietet heutzutage einen fast unwirklichen Anblick. Wir fahren weiter zum Vulkan Leirhnjúkur, der von einer Mondlandschaft umgeben ist. Wir folgen dem Wanderweg zum Vulkan und laufen dabei durch ein verwunschen anmutendes Lavafeld, das mit Moos überzogen ist. Der Weg führt weiter vorbei an Kratern und schwarzen Lavafeldern aus dessen Spalten immer wieder Schwefeldampf aufsteigt. Schließlich erstrecken sich entlang des Weges größere Solfataren und der Untergrund weist wieder die unterschiedlichsten Rotfärbungen auf. Im Kontrast mit dem blauen Himmel bietet sich uns ein atemberaubender Ausblick über die Ebene, den wir so schnell nicht vergessen werden. Schließlich machen wir uns auf den Weg zurück zum Auto, da wir noch eine letzte Sehenswürdigkeit für den Tag geplant haben.
 
Blick über den Vulkansee Víti im Gebiet Krafla in Island
Vulkan Leirhnjúkur im Gebiet Krafla in Island
Vulkan Leirhnjúkur im Gebiet Krafla in Island
Vulkan Leirhnjúkur im Gebiet Krafla in Island

MÝVATN
Wir fahren zurück Richtung Mývatn (Isländisch: Mückensee), da dieser überall als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Nordens angepriesen wird. Seinen Namen verdankt der Mývatn übrigens der Tatsache, dass hier im Sommer teilweise riesige Mückenschwärme auftauchen können - die wir allerdings zum Glück nicht zu Gesicht bekommen. Der See ist recht weitläufig und idyllisch zwischen Wiesen und sanft geschwungenen Hügeln gelegen. In der Nähe befindet sich außerdem das Thermalbad Jarðböð, das im Grunde wie die Blaue Lagune in der Nähe Reykjavíks ist, nur weniger überlaufen und günstiger. Wir folgen zunächst der Straße um den See herum und versuchen herauszufinden, was genau man hier eigentlich machen kann oder wo genau man hier wandern soll. Leider ohne großen Erfolg. Der See ist an den meisten Stellen umzäunt und sieht eigentlich überall gleich aus: Grüne Wiese, blaues Wasser.
Schließlich halten wir in einer Parkbucht am Straßenrand an und steigen aus. Da ohnehin nichts los ist, steigen wir über den Zaun und laufen ein Stück auf die Wiese hinaus bis wir vom Hügel aus den See sehen können. Es sieht nicht so aus als könnte man hier sonst großartig irgendwas machen, aber der Himmel ist strahlend blau, die Sonne scheint und so beschließen wir einfach uns ein wenig auf die Wiese zu legen und die Ruhe zu genießen. Denn die ist in den letzten Tagen definitiv zu kurz bei uns gekommen! Da die Sonne im Sommer so spät untergeht und es so lange hell bleibt, sind unsere Tage meist total vollgepackt gewesen. Und während wir daliegen und einfach die völlige Stille genießen, nicken wir auch tatsächlich für kurze Zeit ein - da fehlte wohl doch ein bisschen Schlaf ;) Dennoch kann ich nicht ganz verstehen, was jetzt eigentlich so besonders an diesem See sein soll, im Vergleich zum Rest von Island fand ich es absolut unspektakulär. Wir machen uns trotzdem zufrieden und entspannt zurück auf den Weg zu unserem Auto und dann zu unserer Unterkunft in Akureyri.


Beim nächsten Mal besuchen wir ein malerisches Fischerdorf und bestaunen einen gewaltigen Wasserfall!
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