5. Oktober 2012

Reykjavík im Filmfieber: Das Reykjavík International Film Festival

Reykjavík lebt! Sein Herz schlägt für den Film, es pumpt alte Klassiker und neue Inspirationen der Filmszene durch die Venen der Stadt. Auch dieses Jahr treibt das Reykjavík International Film Festival (RIFF) wieder unzählige Filmbegeisterte in die Kinos der isländischen Hauptstadt. Dabei erfreut es sich nicht nur bei den Einheimischen großer Beliebtheit, sondern lockt ebenso Regisseure, Produzenten und Filminteressierte aus dem Ausland an.


Das Reykjavík International Film Festival wurde im September 2004 von einer überschaubaren Gruppe von Filmexperten und -enthusiasten unter der Leitung von Hrönn Marinósdóttir gegründet. Ihr Ziel war es neue und progressive Qualitätsfilme zu präsentieren sowie die Förderung der Innovation der Filmproduktion, die Vernetzung von Fachleuten aus unterschiedlichen Teilen der Welt und den sozialen und kulturellen Dialog zu unterstützen. Seitdem findet das Reykjavík International Film Festival jedes Jahr im späten September statt und zeigt an elf Tagen ein großes Angebot an Filmen aus über 40 Ländern.

Doch was macht das Reykjavík International Film Festival so besonders? Das Film Festival legt sein Augenmerk vor allem auf unabhängige Filmproduktionen aus der ganzen Welt und möchte aufstrebenden Nachwuchstalenten die Chance geben ihre Filme zu zeigen. Das Reykjavík International Film Festival unterstützt zudem die Interaktion zwischen Film und anderen Kunstformen durch z.B. die Organisation von Konzerten und Fotoausstellungen. Doch auch die vielen Special Events machen das Reykjavík International Film Festival zu einem ganz besonderen Erlebnis. Die Zuschauer können gemütlich im Wohnzimmer eines Regisseurs einen alten Klassiker schauen, beim Swim-In Cinema im Schwimmbecken entspannen während über die Leinwand ein Film flimmert oder beim Film Concert die einmalige Kombination aus Live-Musik und Fritz Lang’s Metropolis (1927) erleben.

Das diesjährige Reykjavík International Film Festival (27.Sept. - 7.Okt. 2012) findet noch bis Sonntagabend statt. Bereits jetzt habe ich in so kurzer Zeit so viele Filme gesehen, wie schon lange nicht mehr. Vertreten war dabei fast alles - Dokumentarisches, Experimentelles, Trauriges, Witziges, Ungewöhnliches, Abstoßendes, Aufrüttelndes und Grausames. Neben wenigen schlechten Filmen, habe ich vor allem viele gute gesehen von denen ich sonst vermutlich nie erfahren hätte. Einige der Filme, welche mir am besten gefallen haben, möchte ich euch daher bald vorstellen.

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