22. März 2015

Urlaub in Südfrankreich

Frankreich ist ein beliebtes Urlaubsziel und jedes Jahr zieht es unzählige Menschen in die Hauptstadt Paris, wo sie den Eiffelturm, das Louvre oder Notre Dame besichtigen. Frankreich steht für Modebewusste, Feinschmecker und Genießer. Kein Wunder also, dass beim Gedanken an Frankreich Bilder von Champagner, Wein, Käse, Salami und Macarons vor unserem inneren Auge erscheinen. Noch typischer sind wohl die vielen kleinen Cafés, die es an jeder Ecke zu geben scheint und natürlich: Baguette und Croissant.

Doch mich hat es bisher in einen anderen Teil Frankreichs gezogen. Weit weg vom Großstadttrubel der Hauptstadt bietet Südfrankreich ein wunderbares Urlaubsziel. Meine Großeltern sind in den 90er Jahren nach Südfrankreich ausgewandert, sodass ich als Kind jeden Sommer dort war, um meine Verwandten zu besuchen. In dieser Zeit habe ich viel Städte der Region besucht, doch insbesondere während meines letzten Urlaubs im Sommer 2011 habe ich mit meinem damaligen Freund auch die landschaftlichen Highlights der Region erkundet. In nächster Zeit möchte ich euch deshalb anhand von mehreren Berichten zeigen, wie wunderschön Südfrankreich ist.


Südfrankreich, auch Le Midi genannt, erstreckt sich südlich der Südalpen über die Rhône, die Loire bis hin zur Garonne. Während der östliche Teil durch ein mediterranes Klima geprägt ist, hat der Westen einen atlantischen Charakter. Zu Südfrankreich zählen beispielsweise die Provence, die Côte d'Azur oder die Rhône-Alpes. Desweiteren findet man hier einige pulsierende Städte wie Marseille, Avignon, Nîmes, Montpellier, Cannes, Avignon, Toulouse oder Aix-en-Provence.

Abgesehen davon hat Südfrankreich aber auch für Naturliebhaber, Wanderer und Outdoor-Sportler einiges zu bieten. In den spektakulären Landschaften mit Bergen, Schluchten, Flüssen, Lavendelfeldern und Weinbergen kann man sich schnell verlieren. Entlang der kleinen gewundenen Straßen kommt man immer wieder an kleinen Dörfer mit den typischen Steinhäusern und Cafés sowie kleinen Marktständen mit frischem Obst vorbei.
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15. März 2015

Island Roadtrip - Teil 3: Islands Süden - Landmannalaugar (Tag 4)

An unserem vierten Tag in Island besuchen wir ein Naturwunder im südlichen Hochland, welches jedes Jahr unzählige Touristen herbeilockt. Wir entdecken diesmal Schluchten und Lavaformationen, die mit einem ungeahnten Farbenspiel überzeugen.


Highlights von Islands Süden: Zauberhafte Wasserfälle, Gletscher, schwarze Sandstrände, Vulkane und Eislagunen

LANDMANNALAUGAR
Der Wecker klingelt früh an unserem vierten Tag in Island. Denn für heute haben wir uns einen Besuch des berühmten Gebiets Landmannalaugar vorgenommen, das ganz in der Nähe des Vulkans Hekla liegt. Wie das Gebiet Þórsmörk ist Landmannalaugar nur während des Sommers mit Geländewagen erreichbar. Da wir einen ganz normalen Leihwagen haben, fahren wir heute also mit einem Hochlandbus in die Gegend. Pünktlich stehen wir an der Bushaltestelle und dann geht es zusammen mit einigen anderen Wanderern los. Der Bus steuert auf die Berge zu und bereits nach kurzer Zeit verändert sich die Umgebung. Die Landschaft wirkt grau und trostlos, fast wie auf dem Mond und ich kann mir kaum vorstellen, dass Landmannalaugar wirklich als schönste Gegend Islands gilt. Doch als wir uns unserem Ziel langsam nähern, wird die Berglandschaft bereits spektakulärer. Nach etwas mehr als drei Stunden erreichen wir ein weites Tal mit einem Campingplatz mitten im Hochland. Hier halten die Busse und die unzähligen Zelte sowie das geschäftige Treiben verraten uns bereits, dass Landmannalaugar ein beliebtes Ziel ist.


Wir haben etwa zwei Stunden Zeit bevor unser Bus zurück nach Hvolsvöllur zu unserer Unterkunft fährt. Wir beschließen daher einem der kleinen Rundwanderwege zu folgen, um später rechtzeitig zurück zu sein. Bereits jetzt sind wir beeindruckt von der umliegenden Landschaft: Zwischen zahlreichen Lavaformationen und schroffen Schluchten ragen farbenprächtige Berge empor. Sogar trotz des wolkenverhangenen Himmels bietet sich uns ein unglaubliches Farbenspiel: Orange-rot leuchtende Berge, auf denen sich Schwefelabsonderungen gebildet haben und schwarzes Gestein, das von grünem Moos und weißen Schneeresten bedeckt ist, wechseln sich ab. Der Wanderweg führt vom Campingplatz zunächst durch eine saftig grüne Wiese auf der sich die weißen, puscheligen Blüten des Wollgrases tummeln sowie vorbei an den natürlichen Badebecken der heißen Quellen. Auf dem Wanderweg begegnen wir vielen anderen Touristen und immer wieder werden wir von Wanderern überholt, die mit riesigen Rucksäcken einer der langen Wanderrouten folgen. Wir folgen dem Weg an Bergketten und stinkenden Schwefelfeldern vorbei und durch das schwarze Obsidianlavafeld. Bevor wir zurück zum Campingplatz laufen, steigen wir jedoch noch auf die Anhöhe des Brennisteinsalda, um den Ausblick über die umliegenden Berge zu genießen.


Alles in allem ist unsere Zeit in Landmannalaugar viel zu schnell um als dass wir genug Zeit gehabt hätten, die volle Schönheit dieses Gebiets zu erkunden. Wer also mehr Zeit hat als wir, sollte sich überlegen vielleicht eine Nacht auf dem Campingplatz zu verbringen, um die Umgebung in Ruhe erkunden zu können und in den natürlichen Badebecken zu entspannen. Für die besonders motivierten bietet sich sonst auch der mehrtägige Trekkingweg Laugavegur an, der von Landmannalaugar über Þórsmörk bis hin nach Skógar führt. Wir müssen leider allzu bald schon wieder in den Bus steigen und tuckern zurück nach Hvolsvöllur. Aufgrund der unbefestigten, holperigen Straße brauchen wir wieder über drei Stunden.

KIRKJUBÆJARKLAUSTUR
Als wir schließlich in Hvolsvöllur ankommen, steigen wir zurück ins bereits gepackte Auto und machen uns auf den Weg nach Kirkjubæjarklaustur, wo wir die Nacht in einem Cottage des Hótel Laki verbringen werden. Nach kurzer Zeit passieren wir das idyllische Dorf Vík. Zwar haben wir keine Zeit dort länger zu verweilen, allerdings bin ich sofort in den Küstenort verliebt. Das malerische Dorf besitzt eine kleine Kirche und liegt direkt an einem schwarzen Lavastrand, der von spitzen Felsen umgeben wird. Definitiv ein Ort, an dem es sich lohnt zu übernachten. Der kleine Ort Kirkjubæjarklaustur ist jedoch ebenso idyllisch gelegen. Wir gönnen uns noch einen entspannten Abend, denn morgen verlassen wir endlich Islands Süden und widmen uns neuen Gebieten.


Nächstes Mal lernen wir Islands eisige Seite kennen und verlassen schließlich den Süden, um uns zu den westlichen Fjorden aufzumachen.
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1. März 2015

City Guide: London

Dieses Mal geht es in meinem City Guide um Englands bekannte Hauptstadt London. Zwar gibt es zu London bereits viele Ratgeber, allerdings findet ihr hier meine persönlichen Erfahrungen in einem Artikel zusammengefasst.
London liegt im südöstlichen Teil von England und beherbergt insgesamt über acht Millionen Einwohner. Die Stadt zeichnet sich durch ein lebendiges, hippes und multikulturelles Stadtbild aus, das sowohl mit Kultur, Kulinarischem und Shopping punktet.

Anreise & Transport 

In den meisten Fällen wird euer Flug wohl an den Flughäfen London Stansted oder London Gatwick landen. Von dort müsst ihr dann generell nochmal mit dem Zug in die Innenstadt fahren, was etwa eine halbe Stunde dauert und nochmal einiges kostet. Von Köln aus kann man aber auch per Zug mit dem Eurostar nach London fahren. Der Vorteil: Auch wenn ihr etwas länger unterwegs seid, müsst ihr zumindest nicht so viel früher da sein, wie bei einem Flug. Häufig gibt es Sparangebote, sodass die Zugreise sogar günstiger ist und ihr kommt vor allen Dingen direkt in Londons Zentrum, am Bahnhof St. Pancras, an.
Einmal in London angekommen, werdet ihr schnell feststellen, dass die meisten Strecken nicht unbedingt zu Fuß zu bewältigen sind. Vor allem wenn ihr mehrere Sehenswürdigkeiten abklappern wollt, kommt ihr um den Gebrauch der öffentlichen Verkehrsmittel kaum herum. Zum Glück besitzt London aber ein gutes Netzwerk an Bussen und U-Bahnen, die ständig im Abstand weniger Minuten fahren. Zunächst verlangt es allerdings ein bisschen Übung bis man das System durchblickt hat. Wenn ihr auf den Bus wartet und alleine an der Haltestelle steht, denkt außerdem daran, dem Busfahrer ein kurzes Zeichen zu geben, damit er nicht einfach an euch vorbeifährt. Von Londons U-Bahn-System, der Tube, hat vermutlich fast jeder schonmal gehört. Tatsächlich ist das Vorankommen mit der Tube ziemlich praktisch, sobald man einmal verstanden hat, in welche Linie man einsteigen und in welche Richtung man fahren muss. Außerdem kann man sich in dem unterirdischen System schonmal die Hacken ablaufen, wenn man von der einen Station zur anderen wechseln muss.
Wenn ihr für mehrere Tage in London seid und viel unterwegs seid, empfiehlt sich auf jeden Fall der Kauf einer Oyster Card. Dabei handelt es sich um ein Pre-Paid-Ticket mit dem man in allen Tarifzonen die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen kann. Dafür muss man bloß seine Oyster Card mit Guthaben aufladen und schon bezahlt man für jede Fahrt einen günstigeren Tarif als bei einer normalen Einzelfahrt. Außerdem bezahlt man nie mehr als den Preis einer normalen Tageskarte (1-day-travelcard), da die Oyster Card aufhört Geld abzubuchen, sobald man diesen Höchstwert erreicht hat.

Unterkunft in London

London hat ein unüberschaubar großes Angebot an Unterkünften zu bieten. Da mir persönlich bisher kein Hostel oder Hotel besonders positiv aufgefallen ist, kann ich leider keine konkrete Empfehlung aussprechen, allerdings habe ich schon von vielen anderen gehört, dass sie gerade im Bezug auf London gute Erfahrung mit Airbnb gemacht haben. Da in London aber alles extrem teuer ist, empfiehlt es sich, keine Unterkunft direkt im Zentrum zu nehmen, wenn man ein bisschen sparen möchte und eine ruhigere Lage bevorzugt. Wichtig ist allerdings, dass ihr auf eine gute Verkehrsanbindung achtet, denn dann seid ihr mit der Tube trotzdem schnell im Stadtzentrum.

Essen & Trinken in London

London hat als Großstadt natürlich auch ein breitgefächertes Angebot an Restaurants, Cafés und Bars zu bieten. Frühstück bekommt man gut bei Costa, einem Café, das ähnlich wie Starbucks ist und heiße/kalte Getränke sowie Snacks und Kuchen verkauft. Auch bei Pret á manger bekommt man sowohl Frühstück wie Porridge und Muffins als auch kleine Mahlzeiten und Snacks wie Sandwiches, Wraps, Suppen und Salate. Und dabei ist das ganze noch relativ günstig!
Leckeres Mittagessen könnt ihr euch zum Beispiel auf dem Borough Market besorgen. Auf dem Lebensmittelmarkt gibt es unter anderem frische Wraps, Burger, Nudelgerichte und Fruchtsäfte. Gesundes Fastfood bekommt ihr auch bei LEON, einem Restaurant, das leckere und frisch zubereitete Lunchboxen mit Reis und verschiedenen Gemüse- oder Fleischbeilagen, Salate, Wraps, Burger, Fladenbrot mit Hummus, Pommes sowie Smoothies und selbstgemachte Limonade serviert.
Gut zu Abend essen könnt ihr entweder bei Pizza East oder im Thirsty Bear. Das Pizza East in Shoreditch ist ein hippes Restaurant mit gemütlicher Einrichtung, in dem vorwiegend Londoner verkehren. Neben qualitativ guten Pizzas gibt es hier auch leckere Cocktails. Das Thirsty Bear überzeugt vor allem durch seine moderne Einrichtung, denn hier kann man sich nicht nur sein Bier selbst am Tisch zapfen, sondern gibt seine Bestellung auch über ein Touchpad am Tisch auf.
» Mehr Infos findet ihr in meinem London Food Guide

Kultur & Sehenswürdigkeiten in London

In London gibt es so viel zu entdecken, dass man innerhalb weniger Tage gar nicht alles besuchen kann. Auch nachdem ich bereits einige Male in London war, habe ich noch nicht alles gesehen, allerdings gibt es natürlich die ganz typischen Sehenswürdigkeiten, die man bei einem Besuch in London aufsuchen sollte. Dazu zählen beispielsweise die Tower Bridge, die London Bridge und die Millenium Bridge - alle drei Brücken lassen sich gut bei einem Spaziergang entlang der Thames besichtigen. Sehenswerte Gebäude sind die St. Paul's Cathedral, der Buckingham Palace, Westminster Abbey, die Royal Albert Hall sowie die Houses of Parliament mit dem Glockenturm Big Ben. Doch auch die Plätze Piccadilly Circus und Trafalgar Square sollten bei einer Sightseeing-Tour nicht fehlen. Kulturinteressierte sind außerdem im Natural History Museum gut aufgehoben, einem der größten naturhistorischen Museen weltweit.
» Mehr Infos findet ihr in meinem London Sightseeing Guide

Aktivitäten in London

Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten lädt London auch zu verschiedenen Aktivitäten ein. Besonders beliebt bei vielen Touristen ist das Wachsfigurenmuseum Madame Tussauds, wo man dementsprechend mit langen Wartezeiten rechnen muss. Dafür findet man in der Ausstellung die Wachsfiguren vieler bekannten Persönlichkeiten mit denen man sich fotografieren kann. Wer lieber ein wenig durch die Stadt schlendern möchte, sollte dabei in die hippe Atmosphäre von Shoreditch eintauchen, den großen Park in Greenwich erkunden und den Ausblick auf Londons Skyline genießen oder in Southbank am Ufer der Thames entlangspazieren. In Southbank empfiehlt sich außerdem eine Fahrt auf dem London Eye, dem bekannten Riesenrad. Von oben hat man bei gutem Wetter einen tollen Ausblick über die Stadt. Da diese Attraktion sehr beliebt ist, lohnt es sich das Ticket bereits vorher online zu kaufen, sodass man dort nicht mehr ganz so lange anstehen muss. Wenn ihr zur Abwechslung mal ein bisschen Ruhe vom Großstadttrubel möchtet, wird es Zeit für einen Spaziergang durch den zentral gelegenen St. James's Park oder die Royal Botanic Gardens, eine große Parkanlage mit viktorianischen Gewächshäusern und einem kleinen Palast. Wenn ihr etwas mehr Zeit mitbringt, solltet ihr außerdem dem Windsor Castle mit seinen weitläufigen Gärten einen Besuch abstatten.

Shopping in London

London ist ein Paradies für alle, die ausgiebige Shoppingtouren mögen. Egal ob ihr lieber auf großen Einkaufsstraßen mit Ketten wie Topshop, Primark und Urban Outfitters unterwegs seid, Boutiquen mit ungewöhnlicher Kleidung entdecken möchtet, Vintageklamotten sucht oder einfach durch kleine Krimskramsläden stöbern wollt - in London ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die bekannteste Anlaufstelle sind die großen Einkaufsstraßen Oxford Street und Regent Street auf denen man alle bekannten Geschäfte findet. Ganz in der Nähe befindet sich außerdem die Carnaby Street, ein kleines Einkaufsviertel mit individuellen Boutiquen, kleinen Läden sowie Restaurants und Bars. Etwas abseits der großen Shopping-Meilen liegt der Stadtteil Notting Hill, wo man zwischen verträumten Reihenhäusern kleine Boutiquen mit Vintage-Kleidung, Büchern oder Antiquitäten findet. Multikuturelle Restaurants, hippe Boutiquen und Vintage-Kleidung gibt es auf der Brick Lane. Beliebt ist auch das Einkaufsviertel in Covent Garden mit seinen ausgefallenen Boutiquen, handgefertigtem Schmuck und verspielten Krimskrams-Läden. Wer eher die lebendige Atmosphäre von Märkten bevorzugt, ist in Camden Town richtig. Auf der Haupteinkaufsstraße sowie den verschiedenen Märkten gibt es unter anderem Kleidung zu Schnäppchenpreisen. Aber auch abgesehen von Camden Town gibt es in London unzählige Märkte, die einen Besuch wert sind.
» Mehr Infos findet ihr in meinem London Shopping Guide

Ausgehen in London

Sicherlich wird es auch mal vorkommen, dass ihr nachts in London unterwegs seid. Generell gilt: Die wirklich coolen Bars werdet ihr nicht unbedingt in Londons Zentrum finden. Denn häufig sind die Bars dort nicht nur mit Touristen überlaufen, sondern auch extrem überteuert. In Stadtteilen wie Dalston oder Shoreditch hingegen sind mehr Einheimische unterwegs und die Pubs und Bars haben etwas mehr individuellen Flair. Ein Tipp ist zum Beispiel der Dalston Roof Park, ein Veranstaltungsort auf einer großen Dachterrasse mit Blick über London. Hier finden regelmäßig Events wie Filmvorführungen und Konzerte statt, aber auch ein gemütlicher Abend an der Bar ist möglich.

Sonstiges

London ist eine Stadt, die viel zu bieten hat - egal ob Shopping, Kultur oder Kulinarisches. Leider hat man in dieser regenreichen Stadt nicht immer Glück mit dem Wetter, aber wenn man während der Sommermonate hinfährt, ist die Wahrscheinlichkeit für gutes Wetter immerhin größer als im Januar. Insgesamt ist London eine meiner Lieblingsstädte und ich werde nie müde dort hinzufahren. Meiner Meinung nach eine Stadt, die jeder in seinem Leben einmal besucht haben sollte!
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16. Februar 2015

Island Roadtrip - Teil 2: Islands Süden - Vestmannæyjar und Seljalandsfoss (Tag 3)

Am dritten Tag unseres Island Roadtrips entdecken wir weiterhin Islands Süden, denn hier befinden sich viele landschaftliche Highlights der Insel. Heute erwarten uns steile Klippen, eine Vulkaninsel und ein zauberhafter Wasserfall.


Highlights von Islands Süden: Zauberhafte Wasserfälle, Gletscher, schwarze Sandstrände, Vulkane und Eislagunen

VESTMANNÆYJAR: HEIMÆY
Der dritte Tag in Island begrüßt uns mit dem perfekten Wetter: strahlend blauem Himmel, Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Von unserer Unterkunft in Hvolsvöllur aus fahren wir zum nahegelegenen Hafen Landeyjahöfn, von wo aus die Fähren zur Inselgruppe Vestmannæyjar (auch Westmännerinseln) fahren. Unser heutiges Ziel ist die vulkanische Insel Heimæy, wo wir die Stadt erkunden und wandern möchten. Bereits die Fahrt mit der Fähre steigert meine Vorfreude, denn es ist zwar windig, aber die Aussicht auf die Inselgruppe ist aufgrund des schönen Wetters super. Die Fähre gleitet vorbei an steilen Klippen mit einsamen Häusern bis sie schließlich in den Hafen der Hauptinsel Heimæy einläuft. Wir beschließen, zunächst ein wenig durch die Stadt zu schlendern. In den kleinen Straßen befinden sich viele süße Geschäfte und die Straßenschilder sind den Köpfen von Papageitauchern nachempfunden, die man hier wohl gut beobachten kann. Nachdem wir zu Mittag gegessen haben, machen wir uns auf den Weg zum Vulkan Eldfell, der direkt an die Stadt angrenzt.
Der Eldfell ist mit der Geschichte der Insel untrennbar verknüpft, denn im Januar 1973 brach der Vulkan, von dem man bis dahin noch nichts wusste, aus. Aufgrund des Ausbruchs musste die gesamte Bevölkerung der Insel evakuiert werden und ein Großteil der Stadt wurde zerstört oder unter Asche begraben. Den Krater, der während der Ausbrüche entstand, kann man heutzutage während einer Wanderung besteigen. Der Aufstieg ist nicht besonders lang, aber anstrengend. Doch als wir oben ankommen, wird uns klar, dass es sich gelohnt hat. Das Farbenspiel ist atemberaubend: das saftige Grün der Wiesen, das rote Gestein des Vulkankraters und der leuchtend blaue Himmel. Es ist zwar auch verdammt windig, aber trotzdem verbringen wir einige Zeit hier oben, um den Ausblick über die Stadt zu genießen. Es lohnt sich definitiv noch mehr Zeit auf Heimæy zu verbringen, da es hier viele Wanderwage gibt, man den Berg Helgafell erklimmen kann oder an den Klippen nach Papageitauchern Ausschau halten kann. Wir machen uns aber schließlich auf den Rückweg zum Hafen, da wir zurück zum Festland wollen, um uns dort noch einen Wasserfall anzuschauen. Da nachmittags die meisten zurückmöchten, bekommen wir fast keinen Platz mehr auf der Fähre. Daher mein Tipp: schon direkt morgens ein entsprechendes Rückfahrtsticket buchen, damit man nicht ungewollt hier festsitzt. Heimæy zählt für mich aber insgesamt zu meinen Highlights in Island, da es einfach wunderschön dort ist!


SELJALANDSFOSS
Zurück auf dem Festland angekommen, fahren wir zum Seljalandsfoss. Umgeben von sanft geschwungenen Hügeln stürzt das Wasser wie ein zarter Vorhang an einem Felsen hinab. Diesen Wasserfall umgibt eine märchenhafte und graziöse Atmosphäre und ich kann mir fast vorstellen, dass hier eine Fee vorbeifliegen könnte. Das Besondere ist außerdem, dass ein kleiner Weg hinter dem Wasserfall vorbeiführt, sodass man durch den Wasserschleier hindurch auf die Landschaft blicken kann. Gegen Abend ist ein Besuch besonders lohnenswert, da die untergehende Sonne alles in ein rötliches Licht taucht. Was man allerdings nicht vergessen sollte: Sobald es etwas windig wird, kann man hier schnell klitschnass werden, da der Wasserfall einem entgegengeweht wird. Nach einem weiteren Tag voll faszinierender Schönheit fahren wir zurück zu unserer Unterkunft in Hvolsvöllur, um heute etwas früher ins Bett zu gehen. Denn für den nächsten Tag haben wir wieder eine Wanderung geplant.

 
Beim nächsten Mal fahren wir ins südliche Hochland Islands, um dort einem Wanderweg durch die außergewöhnliche Landschaft zu folgen.
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4. Februar 2015

Isländische Musik: Kaleo

Heute möchte ich euch endlich mal wieder einen Musiktipp aus meiner Kategorie Isländische Musik vorstellen. Ich höre häufig isländische Radiosender, denn das verbessert nicht nur mein Hörverständnis, sondern für meinen Geschmack läuft dort auch viel bessere Musik als im deutschen Radio. Und wie es der Zufall so will, entdecke ich dabei auch häufig noch die ein oder andere neue Band. So habe ich schon vorletztes Jahr die isländische Band Kaleo entdeckt, die innerhalb kurzer Zeit zu einer meiner Lieblingsbands geworden ist. Beim Iceland Airwaves 2014 konnte ich Kaleo zum ersten Mal live sehen - wirklich sehr empfehlenswert!


Die isländische Bande Kaleo wurde im Jahr 2012 gegründet und setzt sich aus den Musikern Jökull Júlíusson, Davíð Antonsson, Daníel Ægir Kristjánsson und Rubin Pollock zusammen. Die Vier wuchsen zusammen auf und machen bereits seit ihrer Kindheit zusammen Musik. Im November 2012 trat die Band erstmals unter dem Namen Kaleo zusammen bei einem Off-Venue Konzert des beliebten Iceland Airwaves Music Festivals auf. Ihr erstes Album mit dem Namen Kaleo erschien im Jahr 2013 und machte die Band mit Singles wie Rock 'n' Roller, Glass House und Vor í vaglaskógi in Island bekannt, viele Konzerte innerhalb des Landes folgten.

Kaleos Musik ist eine aufgeweckte Mischung aus Indie Pop, Blues und Retro Rock 'n' Roll, welche die Klänge der 60er Jahre mit denen von heute verbindet. Dabei reicht Kaleos Repertoire von lautem Rock bis hin zu ruhig Indie Hymnen. Sänger Jökull Júlíusson, der sowohl zu rauem als auch sanftem Gesang fähig ist, fügt sich mit seiner Stimme in diesem Zusammenhang nahtlos ein. Während Songs wie Glass House für Stimmung sorgen, lässt sich die Single All the Pretty Girls auch abends bei einem entspannten Abend am Lagerfeuer hören.

Kaleo ist zwar in Island bereits relativ bekannt, aber die Band fängt gerade erst an auch im Rest der Welt Konzerte zu spielen. Diese Band verdient meiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit, also hört mal rein!

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29. Januar 2015

Island Roadtrip - Teil 1: Islands Süden - Þórsmörk, Dýrholæy und Skógafoss (Tag 1 & 2)

Ich kann das Gefühl kaum in Worte fassen, was ich verspüre als das Flugzeug zur Landung ansetzt und ich einen ersten Blick auf Islands unnatürlich wirkende Mondlandschaft erhasche: Aufregung, Energie, Vorfreude. Es ist Ende Juli und bevor ich mein Auslandssemester an der Universität Island beginne, werde ich nun zunächst für zehn Tage durch Island reisen und das Land erkunden. Über Island habe ich schon einiges gehört - die Landschaft soll mysthisch und verwunschen sein, die Einwohner sollen an Feen und Trolle glauben und die Sprache soll eine der schwierigsten der Welt sein. Doch mal ganz ehrlich: Eigentlich weiß ich gar nichts über dieses kleine Land, in dem ich die nächsten fünf Monate leben werde.

Obwohl es in Deutschland noch sommerlich warm war, weht uns hier am späten Nachmittag ein kalter Wind entgegen als wir aus dem Flugzeug steigen und zu Fuß zum Flughafengebäude laufen müssen. Drinnen angekommen, wirft man einen kurzen Blick auf unseren Personalausweis und das war es auch schon. Unser nächstes Ziel ist der Autoverleih, wo wir bereits einen Mietwagen gebucht haben. Leider streikt die Kreditkarte zunächst, sodass ich bereits beginne mir alle möglichen Horrorszenarien auszumalen. Doch dann klappt zum Glück doch noch alles und wir fahren los. Wir machen zunächst einen kurzen Zwischenstopp in Keflavík (gesprochen Keblaviek), wo wir die erste Bekanntschaft mit einem isländischen Supermarkt machen und uns mit Proviant eindecken. Ich bin überrascht, aber anders als ich es erwartet hatte, gibt es hier tatsächlich viele der Produkte und Marken zu kaufen, die es auch Zuhause gibt. Und dann geht unser Roadtrip endlich los.


Highlights von Islands Süden: Zauberhafte Wasserfälle, Gletscher, schwarze Sandstrände, Vulkane und Eislagunen

HVOLSVÖLLUR
Unser heutiges Ziel ist das kleine Dorf Hvolsvöllur, wo wir für die nächsten Tage eine Unterkunft gebucht haben. Wir folgen zunächst der Straße aus Keflavík vorbei an Reykjavík - bis wir auf die Ringstraße 1 gelangen. Der Straße, deren Verlauf wir während unseres Urlaubs folgen werden, da sie einmal komplett die Insel umreißt. Ein Navi braucht man hier nicht, es geht die ganze Zeit geradeaus. Schon nach kurzer Zeit verändert sich die Landschaft, grüne Wiesen und schroffe Berge wechseln sich ab. Nur selten bekommen wir andere Autos zu Gesicht. Es ist genau so, wie ich es mir vorgestellt habe - und doch ganz anders. Doch bereits jetzt verstehe ich, warum jeder, der einmal in Island war, von diesem kleinen Fleckchen Erde schwärmt. Die Landschaft schlägt einen sofort in seinen Bann. Wir fahren durch einige kleine Dörfer und irren auf der Suche nach unserer Unterkunft etwas umher, doch wen stört ein Umweg schon, wenn die Aussicht so schön ist?
Schließlich erreichen wir das Dorf Hvolsvöllur und folgen einer kleinen Straße zum Garðsauki Guesthouse, einem kleinen roten Haus, das inmitten von Wiesen und Weiden liegt. Sogleich werden wir von den unglaublich süßen Hunden begrüßt. Die Besitzer, eine Deutsche und ein Isländer, leben in diesem Bauernhaus und vermieten die Zimmer im Erdgeschoss an Reisende. Unser Zimmer ist modern, gemütlich und lichtdurchflutet, sodass ich mich gleich wohl fühle. Vor dem Schlafen machen wir noch einen kurzen Spaziergang, die Sonne geht langsam unter und die Luft hat sich bereits so sehr abgekühlt, dass ich selbst mit Jacke friere. Als wir etwa um Mitternacht erschöpft ins Bett fallen, ist es noch immer hell draußen, doch die letzten Strahlen der Sonne verschwinden so langsam hinter dem Horizont.


ÞÓRSMÖRK & GOÐALAND
Am nächsten Tag erwache ich müde, aber überglücklich und aufgeregt. Für den zweiten Tag haben wir uns direkt eins von Islands landschaftlichen Highlights vorgenommen: Ein Ausflug ins Hochland. Da unser Leihwagen kein Jeep ist, haben wir uns dazu entschlossen eine Bustour zu buchen. Pünktlich warten wir an der Tankstelle in Hvolsvöllur, wo die Busse halten, um Reisende einzusammeln. Die Tickets kaufen wir ganz unkompliziert beim Busfahrer und seiner Frau. Und siehe da: Wir sind tatsächlich die einzigen, die heute im Bus sitzen. Was als nächstes folgt, gleicht fast einer Komödie: Da wir schon bald die befestigte Hauptstraße verlassen und einer Schotterstraße folgen, hüpfen wir auf unseren Sitzen wie Flummis auf und ab während der Bus ungestört über Stock und Stein poltert. Das isländische Ehepaar unterhält sich währenddessen lautstark auf Isländisch, das in meinen Ohren noch immer unheimlich witzig klingt. Nach einiger Zeit werden die Berge um uns herum höher, die Straße steuert auf ein atemberaubendes Tal zu, das von unzähligen kleinen Rinnsälen und Flüssen durchbrochen wird. Noch einige Zeit brettert der Bus über Steine und durch Flüsse - eine Straße gibt es mittlerweile nicht mehr - dann erreichen wir einen kleinen Campingplatz. Wir sind nun mitten im Tal Þórsmörk, genau genommen im Goðaland und haben etwa drei Stunden Zeit, um die Gegend zu erkunden bevor der Bus zurück nach Hvolsvöllur fährt.
Wir entscheiden uns für eine nicht allzu lange Wanderung und fangen an, den nächsten Berg zu erklimmen. Nach etwa einer halben Stunde haben wir die Spitze erreicht und uns offenbart sich ein atemberaubender Anblick, der mich sprachlos macht: Schroffe Berglandschaft mit saftig grünem Moos, schneeweiße Gletscher und ein weitläufiges Tal, das von zahlreichen Bächen durchzogen wird. Islands Schönheit wirkt nahezu unwirklich. Doch das Beste: Wir sind hier oben die einzigen Menschen weit und breit und wenn ich den Blick in die Ferne richte, fühlt es sich fast so an, als wären wir die einzigen Menschen auf der Welt. Schließlich machen wir uns auf den Rückweg und nehmen den Bus zurück nach Hvolsvöllur.


DÝRHOLÆY
Bis wir zurück in unserer Unterkunft sind und gegessen haben ist es bereits 21 Uhr, doch weil es Sommer ist, herrscht draußen noch immer strahlender Sonnenschein. Wir beschließen heute noch zwei weitere Sehenswürdigkeiten abzuklappern und machen uns mit unserem Leihwagen auf den Weg nach Dýrholæy. Die Halbinsel ist über 100 Meter hoch und fällt zum Meer hin schroff ab. Ein Schotterweg führt bis nach oben, wo wir aussteigen und den Ausblick genießen. Während sich links der Blick auf Víks schwarzen Sandstrand und die spitzen Felsnadeln offenbart, haben wir nach rechts einen uneingeschränkten Blick entlang der Küste. Neben einem alten Leuchtturm kann man unten im Meer außerdem ein Felsentor sehen, welches aus dem Kap hervorragt.


SKÓGAFOSS
Schließlich fahren wir weiter Richtung Skógar, einem kleinen Dorf, das den berühmten Skógafoss beherbergt. Bereits vom Parkplatz aus können wir den wunderschönen Wasserfall sehen, der aus 60 Metern Höhe zwischen den grünen Hügeln hinabstürzt. Wir folgen dem Wanderweg, der am Wasserfall vorbei den Hügel hinaufführt. Das Donnern des Wassers, der aufsteigende Wassernebel und das Wollgras (Pflanzen, die wie pelzige Pusteblumen aussehen), lassen die Landschaft verwunschen aussehen. Wir folgen dem Wanderweg entlang des Flusslaufs noch ein kleines Stück weiter bevor wir uns um 23 Uhr schließlich auf den Rückweg machen. Bereits jetzt kann ich mir nicht vorstellen noch schönere Landschaften zu erblicken, doch auch morgen wird Island mich wieder eines Besseren belehren.


Nächstes Mal könnt ihr mit mir weiter Islands Süden erkunden, denn es geht zu einer vulkanischen Insel! Bei Interesse könnt ihr hier unter anderem noch mehr über Þórsmörk und Dýrholæy lesen.
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