29. Juni 2018

City Guide: Vilnius

Wenn ich mich an meinen Besuch von Litauens Hauptstadt Vilnius erinnere, dann denke ich an eine Stadt voller Gegensätze. Ich denke an alte Burgmauern und moderne Hochhäuser und eine gut erhaltene Altstadt, die an Viertel mit heruntergekommenen Häusern angrenzt. Hier sieht man den direkten Vergleich zwischen dem armen Vilnius, wie es mal war, und dem Vilnius, das Geld in Renovierungen und Tourismus investiert. Meine persönlichen Vilnius Tipps und Sehenswürdigkeiten erfahrt ihr in diesem Reiseführer!

Anreise & Transport nach Vilnius

Von Deutschland nach Vilnius in Litauen? Easy! Euch stehen nicht nur diverse Airlines zur Auswahl, sondern vor allem gibt es auch günstige Flüge. Auch in Vilnius angekommen, erreicht man das Stadtzentrum bzw, die Haltestelle Stotis innerhalb kurzer Zeit mit den öffentlichen Bussen. Alles ganz einfach - bis man von Vilnius aus zurück zum Flughafen möchte. Das gestaltete sich in meinem Fall nämlich etwas schwieriger. Die Züge fahren nur sehr sporadisch und der Busbahnhof Stotis ist so unübersichtlich, dass ich eine Stunde lang nach der richtigen Haltestelle samt Bus suchen musste. Während ich in anderen Ländern einfach einen Einheimischen anquatschen würde, war das in Litauen ein großes Problem, denn selbst viele junge Menschen konnten nicht richtig Englisch. Mein Vilnius Tipp: genug Zeit einplanen oder vorher schon ganz genau informieren!

Unterkunft in Vilnius

Ich verbrachte drei Nächte im 25 Hours Hostel. Die Lage ist super, wenn man mit dem Bus vom Flughafen kommt, da es vom Busbahnhof Stotis nur 5 Minuten bis zum Hostel sind. Auch bis zur Altstadt und Vilnius' wichtigsten Sehenswürdigkeiten läuft man nur 10 Minuten. Wie fast alles in Vilnius ist der Preis echt super für diese Unterkunft. Das Hostel ist von innen sehr ruhig, hat gemütliche und zugleich moderne Einrichtung und vor allem die Schlafsäle bieten viel Platz. Das einzige Manko waren meiner Meinung nach die schlecht isolierten Fenster. Es handelt sich um ein wunderschönes altes Gebäude, doch da die Straße draußen stark befahren ist, sollte man nicht allzu lärmempfindlich sein.








Essen & Trinken in Vilnius

Das traditionelle litauische Essen ist deftig: Fleisch, Fisch oder Kartoffeln stehen ganz oben auf dem Speiseplan. Klassische Gerichte sind beispielsweise Cepelinai, längliche Kartoffelklöße, die mit Hackfleisch gefüllt sind. Im Sommer greifen viele Einheimische aber eher zur šaltibarščiai, einer kalten Rote Beete Suppe. Doch wer jetzt glaubt, dass Vegetarier und Veganer in Vilnius verhungern müssten, hat sich getäuscht. Denn die Veggie Szene Litauens boomt! In Vilnius gibt es unzählige speziell vegetarische und vegane Restaurants. Meine Vilnius Tipps: Leckeres vegetarisches Essen, das nach ayurvedischen Standards zubereitet wird, gibt es im Vegafé. Im Radharane hingegen bekommt man vegetarisches Essen, das von der Küche Indiens inspiriert ist - einfach nur köstlich! Ganz entspannt, kann man seine Zeit im Café MintVinetu verbringen, welches zugleich ein Buchladen ist. Hier sitzt man zwischen Regalen voller Bücher und kann gemütlich eine Tasse Kaffee trinken - super Konzept oder?

Sehenswürdigkeiten in Vilnius

Was mich am meisten an Vilnius fasziniert hat, ist der Kontrast zwischen Alt und Neu. Die herausgeputzte Altstadt verzaubert durch schmucke alte Gebäude und Kirchen. Sobald man die Altstadt verlässt, wirkt alles direkt sehr heruntergekommen und arm. Ein Blick auf das moderne Stadtzentrum mit seinen Wolkenkratzern scheint einen wiederum in die Zukunft zu katapultieren. Alles in allem gibt's in Litauens Hauptstadt echt viel zu entdecken.
Die Erkundung der Stadt und von Vilnius' Sehenswürdigkeiten beginnt ihr am besten am Tor der Morgenröte: dem Eingang zur Altstadt. Vom Torbogen aus lassen sich perfekt die engen Gassen mit Kopfsteinpflaster und malerischen Plätze inspizieren, die von verschiedenen Epochen wie Barock, Gotik, Renaissance oder Klassizismus geprägt wurden. Dabei sollte man vor allem die St. Anna-Kirche und die Vilnius Kathedrale nicht verpassen. Auch ein Abstecher zur Vilnius Universität lohnt sich! Eine besonders schöne Straße ist die Pilies Gatve. Entspannen kann man nach der ganzen Lauferei dann etwas im Bernadine Park. Was man auch gesehen haben sollte, ist der Stadtteil Užupis, welcher direkt an die Altstadt angrenzt. In dem kleinen Künstlerviertel findet man zahlreiche Cafés und Kunstgalerien.
Für mich gehört zu jedem Städtetrip dazu, dass ich den Ausblick über die Stadt genieße - und zwar von einem Aussichtspunkt aus. In dieser Hinsicht macht es einem Vilnius leicht, denn euch stehen einige zur Verfügung! Mein Vilnius Tipp: vom Hügel der drei Kreuze hat man eine wunderbare Aussicht. Zwar ist der Aufstieg über die Treppen ziemlich mühselig, allerdings entschädigt einen der Ausblick über die gesamte Stadt dafür. Schneller zu erreichen ist der Gediminas Turm, der zwar nur auf einem kleinen Hügel liegt, aber trotzdem eine schöne Aussicht auf Alt- und Neustadt bietet.

Aktivitäten in Vilnius und Umgebung

Vilnius bietet sich vor allem zum Flanieren durch die Altstadt und dem Verweilen in schönen Cafés an. Doch es gibt auch einige Sehenswürdigkeiten in Vilnius Umgebung. Wer jedoch noch etwas mehr von Litauen sehen möchte, sollte einen Tagesausflug nach Kaunas oder Trakai einplanen. Während Kaunas ebenfalls durch eine schöne Altstadt punktet, ist Trakai ziemlich klein. Doch Trakai ist nicht wegen seiner bunten, mittelalterlichen Häuschen bekannt, sondern wegen dem See mit seiner gut erhaltenen Wasserburg. Hier kann man ganz entspannt über eine Brücke zum Wasserschloss hinauslaufen, es gemütlich umrunden oder gegen eine Gebühr auch die eigentliche Burg betreten.

Shopping in Vilnius

Wer so richtig Shoppen gehen möchte, sollte ins moderne Stadtzentrum mit seinen Einkaufszentren. Souvenirgeschäfte und kleine Läden findet man zur genüge in der Altstadt. Ich habe jedoch keine große Shoppingtor unternommen, sondern mehr Zeit damit verbracht, die Stadt zu erkunden.

Sonstiges

Vilnius ist eine Stadt im Aufbruch, in der man trotzdem viel Geschichte findet. Die historische Altstadt steht im Kontrast zu den Wolkenkratzern des Zentrums und dass es überall kostenloses WLAN gibt. In Vilnius gibt es unzählige Sehenswürdigkeiten, überall gibt es etwas zu entdecken. Zudem hat ein Urlaub in Litauen den Vorteil, dass die Preise gerade für Deutsche oder Schweizer ziemlich günstig sind. In zwei bis drei Tagen lässt sich die gesamte Stadt jedenfalls in Ruhe erkunden.
 
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1. April 2018

City Guide: Tallinn

Die Hauptstädte des Baltikums erfreuen sich als Reiseziele zunehmender Beliebtheit. Hip, aber immernoch günstig - da lohnt sich ein Urlaub allemal. Die schönste Stadt der baltischen Staaten? Tallinn, Riga und Vilnius nehmen sich da nicht viel, doch Estlands Hauptstadt bietet einfach die perfekte Mischung aus mittelalterlichem Stadtflair und wunderbarer Natur ganz in der Nähe! Wo ihr die beste Aussicht über die Stadt habt oder die leckersten Pfannkuchen bekommt? Das erfahrt ihr in diesem Tallinn Stadtführer!

Anreise & Transport nach Tallinn

Ihr seid gerade in Stockholm? Dann macht doch direkt noch einen Abstecher nach Tallinn. Von Stockholm fahren täglich Nachtfähren von zum Beispiel Tallink/Silja zur Hauptstadt Estlands. Und die sind meist sogar ziemlich günstig! Doch auch per Flugzeug ist die Anreise unkompliziert und nicht allzu teuer.

Essen & Trinken in Tallinn

Typisch estnische Küche? Deftig, herzhaft und bodenständig - wie bei Oma eben. Egal, ob ihr ein pikantes Mittagessen sucht oder es lieber süß mögt: der absolute Tipp für Tallinn ist einfach das Pfannkuchenhaus Kompressor. Hier werden üppige Pfannkuchen verkauft mit allen erdenklichen Füllungen - von Pilzen, Hähnchen und Käse bis zu Quark mit Pfirsichen oder Erdbeeren. Hier wird man garantiert satt und das meist schon, ohne mehr als 5 Euro auszugeben! Schon lange kein Geheimtipp mehr, vor allem nicht für die Einheimischen, ist es hier immer voll. Also kommt am besten vor den Stoßzeiten! Wenn ihr am Nachmittag gemütlich eine Tasse Tee im Café trinken möchtet, seid ihr im Café Mademoiselle genau richtig. In entspannter Atmosphäre kann man sich hier Kuchen oder Sandwiches gönnen.

Kultur & Sehenswürdigkeiten in Tallinn

Tallinns Highlight ist die wunderschöne Altstadt mit ihren guterhaltenen Altbauten und mittelalterlichen Gebäuden. Eigentlich braucht man nicht mal einen Plan, sondern kann sich einfach durch die Gassen treiben lassen. Der Rathausplatz ist mit seinen alten Häusern schön anzuschauen, allerdings auch recht touristisch. 
Doch auch beim Schlendern durch die Nebenstraßen, - denn im Prinzip ist alles zu Fuß erreichbar -, ist das Mittelalter spürbar. Hier gibt es Kopfsteinpflaster, Wachttürme, eine imposante Stadtmauer und Holzstände mit Verkäufern in mittelalterlicher Verkleidung. Besonders lebendig scheint die Vergangenheit noch in der St. Katharinenpassage (Katariina käik) und dem Langen Domberg (Pikk Jalg) zu sein.
Direkt neben der Altstadt erhebt sich der Domberg mit vielen versteckten Aussichtsplattformen. Denn was wäre ein Städetrip, ohne einmal die Nase in den Wind gehalten und die Dächer der Stadt von oben gesehen zu haben? Relativ bekannt ist der Aussichtspunkt Kohtuotsa, etwas schwerer zu finden sind Patkuli und Piiskopi. Was man hingegen sofort sieht, wenn man den Domberg erklimmt: das mittelalterliche Toompea Schloss und die orthodoxe Alexander-Newski-Kathedrale mit ihren Zwiebeltürmchen.

Aktivitäten in Tallinn

Wer ein paar Tage in Tallinn verbringt, sollte sich auf jeden Fall die Zeit nehmen, einen Ausflug in die Natur zu machen. Wer gerne eine kleine Wanderung machen möchte, ist im Lahemaa Nationalpark gut aufgehoben. Hier führen Holzstege durch den Moor und bieten einem ein einzigartiges Naturerlebnis.

Shopping in Tallinn

Hand aufs Herz: wer etwas Traditionelles aus Estland mitbringen möchte, muss stark sein, wenn er nicht auf Kitsch steht. Denn hier gibt es vor allem viele Staubfänger wie Hexen und Co. Die meisten Souvernirgeschäfte sind vor allem in der Altstadt zu finden. Schönere Andenken findet man aber vermutlich eher an den Holzständen, wo kleine Leckereien verkauft werden.

Sonstiges

Tallinn ist hip und hat sich zugleich seinen historischen Charme bewahrt. Besonders schön ist es im Frühling, wenn die Tage bereits länger und heller werden oder im Sommer. Wer große Touristenströme vermeiden möchte, sollte eine Reise während des Sommers aber eher vermeiden.

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25. Dezember 2017

City Guide: Riga

Stockholm, Kopenhagen, Helsinki oder Oslo - die Hauptstädte der skandinavischen Länder sind wohl die beliebtesten, wenn es um Städtetrips in den Norden geht. Doch auch Nordosteuropa ist mit den Hauptstädten des Baltikums einen Besuch wert. Kein Wunder, dass es immer mehr Touristen nach Riga zieht! Die lebendige Hauptstadt Lettlands verkörpert Vergangenheit und Moderne in einer perfekten Symbiose. Sie ist nicht nur die größte Stadt in den baltischen Staaten, sondern auch ein echtes Highlights. Hier treffen alte Kirchen und Holzhäuser auf mittelalterliche Gebäude und Jugendstilbauten. In meinem Riga Stadtführer erfahrt ihr alles, was ihr für euren Urlaub wissen müsst.

Anreise & Transport nach Riga

Ein Besuch von Lettlands Hauptstadt Riga lässt sich super mit einem Urlaub in Stockholm verbinden, denn von dort gibt es Nachtfähren von zum Beispiel Tallink/Silja, die zum Teil extrem günstig sind. Man betritt einfach abends die Fähre, verbringt die Nacht in einer Kabine mit Bett und ist am nächsten Morgen schon in Riga! Aber auch per Flugzeug kommt man von Deutschland manchmal recht günstig nach Riga.

Essen & Trinken in Riga

Riga hat in Sachen Kulinarisches einiges zu bieten. Vor allem Burger-Restaurants gibt es hier recht viele, wie zum Beispiel das Burger Corner. Als Neuseeland-Fan hatte es mir außerdem die Kiwi Bar angetan. Wer lieber in gemütlicher Atmosphäre eine Tasse Tee und ein Stück Kuchen genießen möchte, der sollte unbedingt dem Café Rigensis einen Besuch abstatten. Hier gibt es eine große Auswahl an leckeren Backwaren, die einem auf nostalgischen Tellern wie bei Oma Zuhause serviert werden. Traditionelles, günstiges lettisches Essen gibt es außerdem bei der Kette Lido. Aber generell findet man auf den ganzen Straßen und Plätzen der Altstadt unzähige Cafés und Restaurants.

Kultur & Sehenswürdigkeiten in Riga

Rigas Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich hauptsächlich auf die schmucke Altstadt. Auf dem Weg dorthin kann man den Park Esplanade durchqueren, in dem sich die majestätische Christi-Geburt-Kathedrale befindet. In der Altstadt angekommen, sollte man einen Blick auf die Drei Brüder werfen, die drei ältesten Häuser Rigas. Sie stammen aus dem 15. Jahrhundert und stehen direkt nebeneinander. Das vermutlich bekannteste Gebäude ist das prächtige Gildehaus am Rathausplatz, genannt Schwarzhäupterhaus. Von dort ist man auch fast direkt an der St. Peter Kirche, die nicht nur schön von außen aussieht, sondern auch einen Turm mit Aussichtsplattform besitzt. Aus 72 Meter Höhe hat man einen wunderbaren Ausblick über Riga.

Aktivitäten in Riga

Auch wenn die meisten Sehenswürdigkeiten die Altstadt schmücken, so lohnt es sich bei einer Ankunft per Fähre, nicht den direkten Weg vom Hafen dorthin zu nehmen, sondern Rigas Jugendstilarchitektur zu bewundern. Diese findet man größtenteils im Viertel Klusais centre (Das stille Zentrum), welches etwa 10 Gehminuten von der Altstadt entfernt liegt. Die herausragendsten Art nouveau-Gebäude reihen sich entlang der Straßen Elizabetes iela und Alberta iela. Zudem sieht man hier in vielen Seitenstraßen auch das "echte Riga" und nicht nur die touristische Altstadt.

Shopping in Riga

Die Altstadt ist ganz klar der touristische Knotenpunkt Rigas, dennoch lässt sich hier in den vielen schmalen Gassen relativ entspannt einkaufen. Es gibt vor allem viele kleine Souvernirläden und Straßenstände sowie Kunstgalerien.

Sonstiges

Riga ist eine recht entspannte Stadt, die aber vor allem im späten Frühling und Sommer erst ihren richtigen Charme entfaltet, denn dann sind die Nächte lang und die Blumen blühen. Vor allem während des Winters ist es düster, kalt und oft trüb und nebelig. Bereits an nur einem Tag kann man sich alles Wichtige in Riga anschauen, sodass sich sogar ein Tageausflug lohnt.


Wart ihr schon mal in Riga? Was hat euch am besten gefallen?
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8. November 2017

Unterwegs in Finnlands Seengebiet: Parikkala, Punkaharju, Savonlinna und der Koli Nationalpark

Wer einen längeren Urlaub in Finnland plant, wird vermutlich mehr sehen wollen als die Hauptstadt Helsinki. Und so war es auch für mich, als ich dieses Jahr im Juni mit der Fähre nach Helsinki fuhr, um in der Nähe von Porvoo mit meinen Freunden Mittsommer zu feiern. Nach den Feierlichkeiten hatten wir für die kommenden Tage einen kleinen Roadtrip geplant, um durch die Finnische Seenplatte zu reisen - einem der schönsten Gebiete des Landes. Unsere Reise führte uns über Parikkala, Punkaharju und Savonlinna bis hinauf zum Koli Nationalpark zum Wandern.
 
Finnland gilt nicht umsonst als Land der tausend Seen, denn die Landschaft ist geprägt von grünen Wäldern, sanften Hügeln und unzähligen kristallklaren Seen. Das finnische Seengebiet, offiziell auch Finnische Seenplatte genannt, liegt im Südosten Finnlands und erstreckt sich teilweise noch bis nach Russland. Es ist das größte Seengebiet Europas und bietet ein wahres Naturerlebnis. Denn hier lässt sich die Essenz der finnischen Identität hautnah erleben: ein Labyrinth aus Seen, Flüssen und kleinen Inseln, gepaart mit Hügeln und Wäldern. Hier findet man nostalgische, friedliche und atemberaubende Natur. Angeblich besteht das Gebiet aus mehr als 42.000 Seen! Damit gehört die Finnische Seenplatte definitiv zu Finnlands top Sehenswürdigkeiten.


Parikkala
Die Finnische Seenplatte bietet viele Sehenswürdigkeiten. Der erste Ort auf dem Weg durch Finnlands Seengebiet ist die Gemeinde Parikkala nahe der russischen Grenze. Bereits hier bekommt man einen ersten Geschmack von Finnland, denn entlang des Sees findet man viele typische finnische Ferienhäuser mit Saunen. Da der Ort recht klein ist, gibt es neben einer Holzkirche nicht viel zu sehen. Nicht weit entfernt liegt jedoch der Parikkala Skulpturpark Parikkalan Patsaspuisto. Nicht zu vergleichen mit üblichen Statuen hat der Künstler Veijo Rönkkönen 50 Jahre lang hier gelebt und über 550 Skulpturen der besonderen Art erschaffen. Die Figuren wirken sogar eher gruselig, denn sie besitzen Augen und wirken grotesk. Der Eintritt ist frei, aber Spenden werden gerne entgegen genommen.


Punkaharju
Von Parikkala geht es weiter Richtung Punkaharju. Der kleine Ort liegt am Saimaa See und bietet weitere Einblicke ins tradionelle finnische Leben. Bekannt ist Punkaharju aber vor allem für seine gleichnamige Sehenswürdigkeit: eine etwa 7 Kilometer lange Straße, die auf einem Hügelkamm zwischen den Seen Puruvesi und Pihlajavesi entlang führt. Kurve um Kurve windet sich der Weg zwischen den Bäumen hindurch während man auf beiden Seiten direkt auf die Seen hinabblickt. Eine von Finnlands schönsten Sehenswürdigkeiten!


Savonlinna
Doch die Finnische Seenplatte hat noch mehr Sehenswürdigkeiten zu bieten. Von Punkaharju folgt man der Straße Richtung bis nach Savonlinna. Die idyllische Stadt ist umgeben von Seen und hat neben einigen süßen Gässchen auch eine weitere Touristenattraktion zu bieten. Denn bekannt ist Savonlinna für die Burg Olavinlinna, die inmitten des Sees liegt und zu der man über eine Brücke hinweg gelangt.


Koli Nationalpark: Wandern in Finnlands Seengebiet
Scheinbar endlose Wälder und glitzernde Seen erwarten einem im Koli Nationalpark. Von Savonlinna aus fährt man weiter gen Norden bis man die größeren Städte hinter sich gelassen hat. Hier kann man gut eine Nacht verbringen, um die Stille der Natur auf sich einwirken zu lassen. Wer auf Luxus verzichten kann, sollte eine Nacht im Kolin Keidas verbringen, welches quasi direkt im Nationalpark liegt. Wir sind hier, um am nächsten Tag im Koli Nationalpark zu wandern. Die Wanderungen sind größtenteils nicht allzu lang und schwierig. Sehr lohnenswert ist die Wanderung zum Berg Ukko-Koli, von dem man eine spektakuläre Aussicht über den Pielinen-See und die Gipfel des Waldes hat.


Wart ihr schonmal in Finnland? Was sind eure Tipps?
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26. August 2017

Ein Ausflug von Helsinki nach Porvoo

Helsinki ist lebhaft und idyllisch zugleich, doch wer etwas mehr Ruhe sucht und das traditionelle Finnland erleben möchte, sollte während seines Städtetrips einen Ausflug von Helsinki nach Porvoo in Erwägung ziehen. Von Helsinki lässt sich die 50km östlich gelegene Stadt ganz einfach per Bus erreichen.


Porvoo ist nicht besonders groß und es gibt im Grunde auch keine Liste an Dingen, die man systematisch abklappern muss. Die Porvoo Altstadt ist kompakt und man kann sich gut durch die kleinen Gassen treiben lassen, um die schönsten Ecken zu erkunden.

In Porvoo scheint es, als wäre die Zeit stehen geblieben. Farbenfrohe Holzhäuser schmiegen sich entlang der kopfsteingepflasterten Gassen und reihen sich an zahlreiche schöne Cafés, Geschäfte und Museen. Ja, es gibt in Porvoo Sehenswürdigkeiten - und zwar eigentlich jedes Haus in der Altstadt!

Beim Schlendern durch Porvoos Altstadt, gelangt man schnell zum Rathausplatz, der umgeben ist von zahlreichen Geschäften und Cafés. Folgt man den Straßen bergauf, erreicht man den Dom von Porvoo, der im Laufe der Zeit bereits fünf Mal heruntergebrannt und wiedererrichtet worden ist! Vom Hügel aus, hat man auch eine ganz nette Aussicht auf den Rest der Stadt.


Am besten folgt ihr den Straßen zurück hinab zum Flussufer, dort befinden sich nämlich die malerischen roten Holzhäuser direkt am Wasser, für die Porvoo berühmt ist. Insgesamt ist Porvoo bei Helsinki eine pittoreske und idyllische Stadt, die das traditionelle Finnland verkörpert. Sie wurde im 18. Jahrhundert auf einem Hügel erbaut und zieht auch heute noch viele Besucher an. Wenn ihr neben Finnlands Hauptstadt also auch eine andere Seite des Landes kennenlernen wollt, lohnt sich ein Besuch von Helsinki nach Porvoo! Ich habe mich zumindest sofort in die entspannte Atmosphäre dort verliebt.


Welche Stadt ist für euch "typisch Finnisch"?
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12. August 2017

City Guide: Helsinki

Wenn ich mich bei meinen Freunden nach ihren liebsten Städten in Skandinavien umhöre, stehen meist Kopenhagen oder Stockholm ganz oben auf der Liste. Oslo und Helsinki scheinen da weniger beliebt zu sein, da sie auf den ersten Blick nicht so fotogen und atemberaubend schön sind, wie ihre schwedischen und dänischen Nachbar-Hauptstädte. Da eine gute Freundin von mir aus Helsinki kommt, hatte ich das Glück, dass sie natürlich die schönsten Ecken der Stadt kennt und mir einige Insider-Tipps geben konnte. Und nachdem ich nun bereits zwei Mal in Helsinki war - sowohl im Winter als auch im Sommer - kann ich sagen, dass auch Helsinki seinen Reiz hat. Die pulsierende Stadt am Meer überzeugt mit ihren idyllischen Inseln, grünen Parks, süßen Geschäften und ihrem lebhaften Studentenleben. In diesem City Guide zu Helsinki erfahrt ihr die besten Tipps für einen Besuch in Finnlands Hauptstadt.

Anreise & Transport nach Helsinki

Nach Helsinki kann man am besten per Flugzeug oder Fähre anreisen. Vor allem, wenn man seinen Städtetrip nach Helsinki mit einer Reise nach Stockholm und/oder Tallinn verbinden möchte, kann man gut ein Zimmer auf der Nachtfähre buchen und kommt dann morgens in Helsinki an. In Helsinki selbst, lassen sich alle wichtigen Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen, da die Innenstadt nicht besonders groß ist. Wenn ihr ein wenig weitere Strecken zurücklegen möchtet, gibt es aber natürlich auch Busse und Straßenbahnen. 

Essen & Trinken in Helsinki

In Helsinki gibt es viele tolle Restaurants und Cafés! Vor allem als Vegetarier und Veganer hat man es hier auch leicht, etwas zu finden. Richtig leckeres Essen gibt es zum Beispiel in der Café Bar No. 9. Dort wird asiatisch angehauchtes Essen wie Nudelsuppen, Wok- und Nudelgerichte serviert, aber es gibt zum Beispiel auch Salate und Burger. Ein fabelhaftes mittelöstliches Mittagsbuffet gibt es im Sandro Kallio mit leckeren Salaten, Suppe, frischgebackenem Brot und Dips sowie vegetarischen Gerichten und Minztee. Gute Milkshakes, sogar mit veganen Optionen, gibt es bei Kitty's Milkshake Bar, einem Stand in der Markthalle Hietalahti kauppahalli. Gemütliche Atmosphäre und guten Tee und Kaffe gibt es im Café Johan & Nyström nahe der Uspenski-Kathedrale.

Kultur & Sehenswürdigkeiten in Helsinki

Schon von weitem sieht man die weiße Kuppel, die über die Dächer der Stadt ragt. Die zentrale Sehenswürdigkeit und das Wahrzeichen der Stadt ist der Dom von Helsinki auf dem Senatsplatz. Besonders bei gutem Wetter tummeln sich unzählige Menschen auf dem Platz, um das perfekte Foto zu schießen. Früh morgens oder abends ist etwas weniger los. Nicht weit entfernt erhebt sich die orthodoxe Uspenski-Kathedrale auf einem Felsen. Der russisch-byzantinischen Stil mit seinen roten Mauern und dem türkisen Dächern ist etwas ganz Besonderes. Eine weitere Touristen-Attraktion ist die Temppeliaukio, eine Steinkirche, die komplett in einen Granitfelsen hineingebaut wurde. Ebenfalls sehenswert ist die Esplanadi, ein längliches Parkgebiet, welches von den zwei Einkaufsstraßen Pohjoisesplanadi und Eteläesplanadi (Nord- und Südesplanade) eingeschlossen wird. Folgt man der Esplanadi gen Osten gelangt man zum Südhafen mit dem Markplatz Kauppatori. Während des Sommers findet man dort auf dem Markt Obst, Gemüse und frischen Fisch. Am Markplatz befindet sich außerdem Helsinkis älteste Markthalle, die Vanha kauppahalli. Dort findet ihr traditionelle finnische Spezialitäten wie Zimtschnecken oder karelische Piroggen.

Aktivitäten in Helsinki

Kallio ist für Helsinki das, was Södermalm für Stockholm ist: Der junge, hippe Stadtteil mit trendigen Cafés und Boutiquen. Am besten schlendert man einfach mal durch die Straßen des Stadtteils und begibt sich auf Entdeckungstour. Das schöne an Helsinki ist zudem, dass die Stadt einen Schärengarten mit rund 330 Inseln besitzt, der dazu einlädt, bei gutem Wetter mit der Fähre hinauszufahren. Besonders beliebt ist bei vielen ein Besuch der alten Festung Suomenlinna, einer Insel, die nun auch viele schöne Cafés und Spazierwege hat. Vom Hafen ist man mit der Fähre in etwa 15 Minuten dort. Wer genug Zeit hat, kann außerdem einen Tagesausflug ins nicht weit entfernte Porvoo einplanen. Porvoo ist Finnlands zweitälteste Stadt und der Charme der alten Kopfsteinpfasterstraßen, der typischen roten Holzhäuser sowie vieler kleiner Geschäfte und Cafés verzaubert einen schnell.

Shopping in Helsinki

In Helsinki gibt es viele kleine, versteckte Geschäfte mit ausgefallenen Dingen: Postkarten, Bilder, Deko, Interior und Handgemachtes. Gut gefallen, haben wir vor allem Plootu (unter anderem auch ein Café), Papershop, Madeby Shop, Paperikauppa Putinki und Tre. Wenn ihr auf der Suche nach schönen Souvenirs seid, schaut am besten bei Anne's Shop vorbei, Helsinkis ältestem Souvenirgeschäft. Und zuletzt: Sie sind natürlich überall in Finnland und gehören einfach dazu: Die Mumins! Wenn ihr schöne Mumin-Sachen sucht, werdet ihr im Mumin Shop fündig.

Fazit

Ein Urlaub in Helsinki lohnt sich auf jeden Fall genauso wie ein Besuch in Stockholm oder Kopenhagen. Wenn man weiß, wo man schauen muss, gibt es hier unheimlich viel zu sehen. Während der Sommermonate wird es nicht allzu heiß, dafür kann man aber die langen Sommernächte genießen. Während des Winters verwandelt der Schnee die Stadt in ein Winter Wonderland und die Sonne lässt die Eiskristalle glitzern. Was auch immer ihr bevorzugt, Helsinki sollte man gesehen haben!


Seid ihr schon in Helsinki gewesen? Was sind eure Tipps?
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