18. Januar 2015

Englands Nordwesten: Chester, Liverpool, Manchester und der Lake District

Nachdem es letztens schon um Englands Südosten ging, nehme ich euch heute in Englands Nordwesten mit. Denn auch nördlich von London gibt es spannende Städte und raue Natur zu entdecken. Begleitet mich zu den mittelalterlichen Fachwerkhäusern von Chester, der lebendigen Musikszene von Liverpool, den roten Backsteingebäuden und vielfältigen architektonischen Stilen in Manchester und der wilden Natur des Lake District.


CHESTER
Die historische Stadt Chester liegt im Nordwesten Englands und besitzt eine noch vollständig erhaltene Stadtmauer. In Chester ist das Mittelalter noch spürbar, denn hier findet man die Rows, die typischen Fachwerkreihenhäuser aus dem 13. Jahrhundert. Ein Einkaufsbummel durch die alten Einkaufsstraßen lohnt sich aber nicht nur wegen der mittelalterlichen Fassaden, sondern auch wegen der coolen Boutiquen und schönen Cafés. Sehenswert sind außerdem die Eastgate Clock und der Fluss Dee.


LIVERPOOL
Wenn der Name Liverpool fällt, denken viele sofort an die Beatles. Die Heimatstadt der berühmten Band hat neben einer bewegten Musikszene, zwei großen Fußballvereinen, super Shopping-Möglichkeiten und einem breitgefächerten kulturellem Angebot auch historische Architektur zu bieten. Auf jeden Fall sollte man der Beatles Story am Albert Dock einen Besuch abstatten, einer umfangreichen Ausstellung, die das Leben der Beatles dokumentiert. Doch auch sonst lässt Liverpool das Herz von Musikfans höher schlagen, denn neben toller Live-Musik finden hier auch viele Musikfestivals statt. Beim Schlendern durch die Straßen lassen sich zudem viele schöne Geschäfte und hippe Restaurants und Cafés entdecken. Auch lohnt es sich, die pompöse St George's Hall und die beiden majestätischen Kathedralen, die neugotische Liverpool Cathedral und die moderne Metropolitan Cathedral of Christ the King, zu besuchen.


MANCHESTER
Manchester ist eine weltoffene Stadt mit einem großen Angebot an Restaurants, Kultur und Shoppingmöglichkeiten wie Einkaufszentren, Boutiquen und Märkten. Die Stadtteile beherbergen Gebäude aus verschiedenen Stilepochen von viktorianisch bis modern und verleihen jeder Gegend ihren individuellen Charme. Während das Bild der Außenbezirke von alten Fabriken und Industriegebäuden geprägt wird, gibt es im Stadtzentrum auch viele moderne Hochhäuser und Parks. Prägend für das Stadtbild sind unter anderem auch die vielen roten Backsteingebäude. Sehenswert sind beispielsweise die gotische Manchester Cathedral, die viktorianische Manchester Town Hall oder der Castlefield Urban Heritage Park.

LAKE DISTRICT
Nach dem Trubel der Städte lohnt es sich einen Ausflug zum Lake District zu machen und dort Ruhe zu finden. Hier gibt es zahlreiche Wanderwage, die vorbei an sanft geschwungenen Hügeln, dichten Wälder, rauen Klippen, unberührten Bergseen und hohen Gipfeln führen. Wenn man genug von der Natur hat, gibt es hier außerdem malerische Dörfer mit kleinen Teestuben, gemütlichen Cottages und schönen Märkten zu entdecken.


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7. Januar 2015

Island Roadtrip: Das Land aus Feuer und Eis

Wenn es um Island geht, gibt es vermutlich nur zwei Sorten von Urlaubern: die Menschen, die sehnlichst davon träumen einmal dieses magisch anmutende Land zu besuchen und die Menschen, die sich nicht im Entferntesten dafür interessieren, ihren Sommerurlaub im kühlen, kahlen Norden zu verbringen.

Es ist schon etwas über zwei Jahre her, dass ich zum ersten Mal in Island war und mich in das Land verliebt habe. Im Jahr 2012 habe ich fünf Monate in Reykjavík gelebt und studiert und hatte somit genügend Zeit auch den Rest von Island zu erkunden. Mein Auslandssemester war damals auch der Grund, warum ich meinen Blog gegründet habe, denn ich wollte meine Freunde an meinem isländischen Leben teilhaben lassen. In meiner Kategorie Island findet man deshalb bereits viele Berichte, doch über die Zeit, als ich das erste Mal einen Fuß auf Islands Boden setzte, gab es hier bisher noch nichts zu lesen. Bevor ich damals meinen Isländischsprachkurs und mein Auslandssemester begann, reiste ich mit meinem damaligen Freund zehn Tage lang über die Insel. Und von diesem Roadtrip möchte ich euch in nächster Zeit endlich näher berichten.


Wer mir auf Instagram folgt, hat vielleicht mitbekommen, dass ich letztes Jahr im November endlich nochmal in Island war. Islands wilde und mystische Schönheit schlägt mich jedes Mal aufs Neue in seinen Bann. Also entdeckt mit mir in nächster Zeit das Land der Feen und Trolle. Wir besuchen verwunschene Täler, tiefe Schluchten, erloschene Vulkane, verträumte Dörfer, atemberaubende Eisseen, brodelnde Quellen und donnernde Wasserfälle. Kommt mit mir ins Land aus Feuer und Eis!
 
Island ist die größte Vulkaninsel der Welt und liegt nicht weit entfernt vom Polarkreis. Die Hauptstadt Reykjavík ist zwar verhältnismäßig klein, aber aufgrund der lebendigen Kulturszene ist hier immer etwas los. Das Klima in diesem dünn besiedelten Land ist ozeanisch kühl, im Winter meist um die 0°C und im Sommer meist um die 15°C - wenn man Glück hat auch etwas wärmer. Natürlich kann es im Winter auch kälter werden, vor allem im Landesinneren, doch generell ist das Klima in Island aufgrund des Einflusses des Golfstroms verhältnismäßig mild.


Islands Landschaft wird von Gletschern, Flüssen, Seen, Wasserfällen und aktiven Vulkanen geprägt. Große Städte gibt es hier keine, dafür aber Natur pur. Der bekannteste Vogel ist der Papageitaucher - ein süßes Wesen, das gerne an Felswänden nistet. Auffällig ist außerdem, dass es in Island kaum Wälder gibt. In Island wird Isländisch gesprochen, eine ziemlich komplizierte Sprache, an der ich schon häufig gescheitert bin. Außerdem wirken die isländischen Namen recht ungewöhnlich auf uns, da sie noch nach dem patronymischen Namenssystem gebildet werden. Ziemlich faszinierend ist es außerdem, dass die Erzeugung des Stroms in Island vollkommen regenerativ ist, da er zum Großteil aus Wasserkraft und zum anderen Teil aus Geothermie gewonnen wird.

In Island gibt es keine Züge, kein McDonald's, kein Starbucks, kein H&M und keine Autobahnen. Dafür gibt es aber die Ringstraße Nr. 1, die einmal komplett an Islands Küste entlangführt. Während in Island leider alles sehr teuer ist, ist es dafür bemerkenswert, dass es in Reykjavík fast überall kostenloses WIFI gibt - sogar im Bus!
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30. Dezember 2014

Englands Südosten: Ramsgate, Canterbury, Hastings, Eastbourne, Brighton und die Seven Sisters

Wenn das Wort England fällt, denken viele zuerst an die Hauptstadt London. Diese ist auch definitiv mehr als einen Besuch wert, doch abgesehen davon wird England meist nicht als interessantes Reiseziel wahrgenommen. Während meiner Schulzeit hatte ich das Glück durch Klassenfahrten oder Sprachaufenthalte einige Orte in England zu besuchen und ich kann euch sagen: England hat noch einiges mehr zu bieten als London und Fish 'n' Chips!

Deshalb nehme ich euch diesmal mit in Englands Südosten und zu einigen Orten, die gar nicht allzu weit entfernt von London sind. Entdeckt mit mir zauberhafte Backsteingebäude in Ramsgate, malerische Fachwerkhäuser in Canterbury, verträumte Piers und lange Kiesstrände in Hastings, Eastbourne und Brighton sowie die rauen Felsklippen der Seven Sisters draußen in der Natur.


RAMSGATE
Ramsgate ist eine kleine Hafenstadt an Englands südöstlicher Küste. Als ich noch zur Schule gegangen bin, war ich mal für zwei Wochen hier, um eine Sprachschule zu besuchen. Bis auf den Strand und das lebendige Hafenviertel hat die Stadt nicht allzu viel zu bieten. Sehenswert ist jedoch das St. Lawrence College: eine Schule, die sich in einem viktorianischem, rotem Backsteingebäude befindet. Auch die Sprachschule fand damals hier statt und wenn man über das weitläufige Gelände läuft und an den Efeu bewachsenen Fassaden hinaufblickt, spürt man direkt den typisch englischen Charme des Internats.


CANTERBURY
Die Universitätsstadt Canterbury liegt etwas weiter im Landesinneren und ist vor allem für seine pompöse Kathedrale bekannt. Canterburys Innenstadt besitzt viele Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten. Ein Besuch in Canterbury lohnt sich aber vor allem wegen der gut erhaltenen historischen Gebäude und Stadtmauer, denen das Stadtzentrum seinen mittelalterlichen Charme zu verdanken hat.


HASTINGS
Die hübsche Hafenstadt Hastings liegt in einer Bucht und besitzt einen Muschelstrand mit einer langen Strandpromenade und einem typischen englischen Pier. Des Weiteren kann man hier eine alte Burgruine entdecken oder über die geplasterten Straßen der historischen Altstadt bummeln.

EASTBOURNE
Der Badeort Eastbourne besitzt einen schönen Kiesstrand und einen großen Pier mit vielen Unterhaltungsmöglichkeiten. Im Juli 2014 ist eine Spielhalle auf dem Pier leider fast vollständig abgebrannt, sodass der Pier zur Zeit nicht besichtigt werden kann. Doch auch die Gebäude im viktorianischen Stil, die sich oben an der Uferpromenade aneinanderreihen, tragen zum historischen Stadtbild bei.

BRIGHTON
Das malerische Seebad Brighton ist bekannt für seinen großen verträumten Pier und das Riesenrad am Kiesstrand. Bei einem Besuch in Brighton sollte man auch dem Royal Pavillon, einem exotischem Palast, einen Abstecher abstatten. Neben einem vielfältigem kulturellen Angebot gibt es dort außerdem auch einige Modegeschäfte zu entdecken.


SEVEN SISTERS
Bei den Seven Sisters handelt es sich um eine Reihe aufeinanderfolgender Kreidefelsen. Die weißen Klippen liegen zwischen den Städten Eastbourne und Seaford und lassen sich bei einer Wanderung durch die Natur gut erkunden. Dabei offenbarem sich einem spektakuläre Blicke auf die raue Schönheit der Klippen.
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25. Dezember 2014

City Guide: Typische Sehenswürdigkeiten in London

Ich weiß, normalerweise predige ich immer, dass man während seines Urlaubs nicht nur die "Touri-Ecken" der Stadt aufsuchen sollte, weil es dort meist überlaufen, teuer und oftmals gar nicht schön ist. Aber soll ich euch etwas verraten? Manchmal haben auch die typischen Touristenattraktionen ihren Reiz. Vor allem bei Städtetrips finde ich es immer ganz sinnvoll erst einmal die größeren Sehenswürdigkeiten abzuklappern, um zunächst ein Gefühl für die Stadt und ihre Geschichte zu bekommen. In meinem heutigen City Guide habe ich deshalb mal einige der typischen Sehenswürdigkeiten in London für euch zusammengefasst und auf einer Karte eingezeichnet. Viel Spaß beim Planen eures nächsten London-Trips!


Tower Bridge
Die Tower Bridge ist eine Klappbrücke, die im neugotischen Stil errichtet wurde. Ein Abstecher hier her ist bei einem London-Trip wohl obligatorisch. Wenn man möchte, kann man auch zur oberen Fußgängerbrücke hinauf, um das Innenleben der Tower Bridge zu besichtigen. Außerdem hat man von dort auch einen schönen Ausblick über London.

London Bridge
Die London Bridge verbindet das Stadtzentrum mit dem Stadtteil Southwark. Die Brücke selbst ist ein relativ modernes Konstrukt und daher nicht besonders schön, allerdings hat man von hier einen tollen Ausblick auf die Themse, das Flussufer und die berühmte Tower Bridge.

Millennium Bridge
Die Millennium Bridge verbindet das Stadtzentrum mit dem Stadtteil Southwark. Die Besonderheit ist, dass sich am nördlichen Ende der Brücke die St. Paul's Cathedral befindet und man somit beim Gang vom südlichen zum nördlichen Ufer einen tollen Ausblick auf die Kathedrale hat.


St. Paul's Cathedral
Die St. Paul's Cathedral ist eine Kathedrale im barock-klassizistischen Stil. Sie zeichnet unter anderem das Stadtbild am Ufer der Themse aus, da ihre hübsche verzierte Kuppel schon von Weitem zu sehen ist.

Chinatown
Ein interessanter Zwischenstopp ist Chinatown, ein kleines Viertel rund um die Gerrard Street. Hier gibt es chinesische Restaurants, Supermärkte und Souvenirläden. Hier kann man neben preiswertem asiatischem Essen außerdem einfach die exotische Atmosphäre genießen, die durch die vielen Lampignons und Schrifttafeln ausgelöst wird. Besonders schön auch im Dunkeln anzusehen!

Piccadilly Circus
Der Piccadilly Circus ist ein bekannter Platz in London. An der Straßenkreuzung ist immer viel los, da sie ein wichtiger Knotenpunkt ist, der verschiedene Einkaufsstraßen miteinander verbindet. Ringsum befinden sich Häuser mit verzierten Fassaden, doch der Piccadilly Circus zeichnet sich vor allem durch die großen beleuchteten Werbeflächen aus.

  
Trafalgar Square
Der Trafalgar Square ist ein großer Platz, der sich in der Mitte Londons befindet. Bekannt ist der Platz für das Denkmal des Admiral Nelson, der auf einer großen Säule in der Mitte des Platzes thront. Der Platz mit seinen Springbrunnen lässt sich übrigens gut vom Eingang der National Gallery aus überblicken.

St. James's Park
Der St. James's Park ist ein großer Park, der sich im Stadtteil City of Westminster im Zentrum Londons befindet. Bei gutem Wetter ist der Park der perfekte Ort, um ein bisschen im Grünen zu entspannen und sich eine Pause vom Großstadttrubel zu gönnen. Desweiteren hat man von hier einen schönen Ausblick auf das London Eye und den Buckingham Palace. Hinzu kommen die vielen süßen Eichhörnchen, die hier überall herumspringen und zum Teil recht zutraulich sind.

Buckingham Palace
Der Buckingham Palace ist der offizielle Wohnsitz der britischen Monarchen. Doch auch wichtige Besucher aus dem Ausland werden hier empfangen. Vermutlich aus diesem Grund ist der Buckingham Palace ein beliebtes Ziel für Touristen. 

Westminster Abbey
Die Westminster Abbey ist eine Kirche, in der die Könige von England gekrönt und beigesetzt werden. Die Kirche ist meiner Meinung nach wegen der schönen Außenfassaden einen Besuch wert, aber auch ein Besuch der hübschen Innenhöfe lohnt sich.
 

Natural History Museum
Das Natural History Museum in London ist eins der größten naturhistorischen Museen der Welt und bietet Besuchern für die meisten Ausstellungen freien Eintritt. Hier kann man sich beispielsweise Fossilien oder Dinosaurierskelette ansehen. Ein Highlight ist meiner Meinung nach aber bereits die historische Außenfassade des Gebäudes sowie die wunderschöne Haupthalle des Museums.

Royal Albert Hall
Die Royal Albert Hall ist vielleicht nicht gerade eine total typische Sehenswürdigkeit Londons. Allerdings ist die Veranstaltungshalle von außen sehr schön anzuschauen - vor allem von der Südseite und der Nordseite am Hyde Park aus.

Houses of Parliament (Westminster Palace) & Big Ben
Vermutlich eins der berühmtesten Gebäude Londons sind die Houses of Parliament. Das Gebäude im neugotischen Stil zeichnet sich vor allem durch den großen Uhrenturm mit der Glocke Big Ben aus. Besonders gut lassen sich die Houses of Parliament in ihrer gesamten Größe vom anderen Flussufer aus betrachten.

 
Madame Tussauds
Das Wachsfigurenmuseum Madame Tussauds ist einer der zentralen Touristenpunkte Londons. Hier muss man mit langen Wartezeiten und hohen Eintrittspreisen rechnen. In der Ausstellung findet man dafür Wachsfiguren von historischen und royalen Personen sowie bekannten Sportlern, Filmstars, Musikern oder Politikern. Falls ihr euch also schon immer mal mit Leonardo DiCaprio fotografieren wolltet, seid ihr hier richtig.

St. Pancras
Der Bahnhof St. Pancras sollte nicht nur Harry Potter Fans einen Zwischenhalt wert sein. Das alte Ziegelsteingebäude mit seinem Uhrenturm und der Fassade im neugotischen Stil bietet nämlich einen wirklich schönen Anblick.


Royal Botanic Gardens (Kew Gardens)
Die große Parkanlage der Royal Botanic Gardens liegt etwas weiter vom Stadtzentrum entfernt. Hier gibt es allerdings viel zu entdecken! Ein Spaziergang führt zwischen viktorianischen Gewächshäusern und den unterschiedlichsten Vegetationen hindurch, vorbei an einem kleinen See und dem roten Kew Palace.

London Eye 
Das London Eye ist wohl eins der bekanntesten Attraktionen Londons. Das Riesenrad befindet sich am Südufer der Themse und ermöglicht während der etwa 30-minütigen Fahrt eine wunderschöne Aussicht über London. Leider erfreut sich das Riesenrad so großer Beliebtheit, dass man hier meist lange Wartezeiten in Kauf nehmen muss. Wenn ihr das Ticket aber vorher online kauft, könnt ihr nicht nur ein bisschen am Preis sparen, sondern ihr müsst auch am London Eye nicht mehr so lange anstehen.


Windsor Castle
Das Windsor Castle liegt etwas außerhalb Londons in der Stadt Windsor. Das hübsche Schloss kann man besichtigen oder einfach die weitläufigen Gärten erkunden. Bei gutem Wetter sicher einen Besuch wert!

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14. Dezember 2014

Rezept: Winterliche Granatapfel-Schorle

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und Weihnachten rückt immer näher. Wenn es draußen kalt, dunkel und nass ist, kuschelt man sich gerne mal mit einer Decke auf dem Sofa ein und trinkt eine Tasse Tee. Aber warum müssen winterliche Getränke eigentlich immer warm sein? Schon seit längerem hatte ich die Idee eine Granatapfel-Schorle mit einem Hauch von weihnachtlichen Gewürzen zu machen. Und so entstand schließlich diese winterliche Granatapfel-Schorle mit der Note von Zimt und Nelken. Ich kann mir dieses Getränk super als Erfrischung für die Weihnachtstage vorstellen oder sogar als Weihnachtscocktail, wenn man noch einen Schuss Alkohol dazu gibt.


Zutaten (für 2-3 Gläser)
- 1 Granatapfel (insgesamt 200g Granatapfelkerne)
- 100ml Wasser
- 2 EL Honig
- 1 TL Zimt
- 1/2 TL Nelken
- 600ml Sprudelwasser
- Eiswürfel (Optional)


Zubereitung 
Die Kerne aus dem Granatapfel lösen (hier erfahrt ihr, wie man einen Granatapfel richtig entkernt) und 150g davon in einen Topf geben. Mit beispielsweise einem Cocktailstößel die Granatapfelkerne im Topf zerdrücken, damit der Saft austritt. Dabei am besten ein Handtuch über eure Hände und den Topf legen ansonsten habt ihr nachher überall Saftspritzer.

Anschließend Wasser, Honig, Zimt und Nelken hinzufügen und das Ganze langsam zum Kochen bringen. Kurz köcheln lassen, dann von der Herdplatte nehmen und abkühlen lassen. Zum Schluss den Inhalt des Topfes durch ein feines Sieb gießen und den Granatapfelsirup in einem Behälter auffangen. Die Granatapfelkerne nochmal gründlich durchs Sieb ausdrücken, um jegliche Flüssigkeit aufzufangen.

Den Granatapfelsirup schließlich mit dem Sprudelwasser auffüllen. Die restlichen 50g der Granatapfelkerne auf die Gläser verteilen, nach Belieben Eiswürfel hinzugeben und mit der Granatapfel-Schorle übergießen.

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30. November 2014

Iceland Airwaves Festival 2014

18:00 Uhr
Reykjavíks Straßen sind bereits mit Weihnachtslichtern geschmückt und während ich die Hauptstraße entlanglaufe, ertönt aus unzähligen Bars, Cafés oder Restaurants Musik. Vor einem Klamottenladen hat sich draußen auf der Straße eine große Menschentraube gebildet: Drinnen zwischen den Puppen im Schaufenster steht eine isländische Band und erfreut die Menge draußen mit Musik. Es ist die Zeit des Iceland Airwaves Festivals und Reykjavíks Straßen werden von Musikliebhabern und Bands bevölkert. Während abends in den offiziellen Locations Konzerte stattfinden, kann man auch tagsüber ohne Festivalticket in ganz Reykjavík kostenlosen Konzerten beiwohnen. Es kann losgehen!

19:00 Uhr
Ich quetsche mich in die überfüllte Noodle Station, um noch schnell eine Nudelsuppe zu essen bevor ich mich auf den Weg zu den Konzerten mache. An vielen anderen Handgelenken sehe ich die gelben Festivalbändchen und meine Vorfreude auf die Konzerte und die verrückte Festivalzeit steigt ins Unermessliche.


20:00 Uhr
An den verschiedenen Konzertorten beginnen die ersten Bands zu spielen. Im Laufe des Abends werden die Schlangen vor den Bars immer länger, die Menschenmengen in den Bars immer größer und die Musik immer lauter.

23:00 Uhr
Der Wind wirbelt mein Haar wild durch die Luft als ich von der Bar zu Islands größtem Konzerthaus, der Harpa, laufe, um mir noch zwei andere Bands anzusehen. Bereits jetzt habe ich einige tolle Bands aus Island und dem Rest der Welt entdeckt, Unterhaltungen mit bestimmt zehn fremden Leuten geführt, vier neue Freunde gefunden und zwei alte Freunde wiedergetroffen mit denen ich mich überhaupt nicht verabredet hatte. Die Innenstadt ist in absoluter Festivallaune.

01:30 Uhr
Bibbernd vor Kälte stehe ich in der Schlange, um mir bevor ich nach Hause gehe noch einen Hotdog zu kaufen. Die Schlange vor Reykjavíks berühmtester Hotdog-Bude ist mal wieder lächerlich lang und der Wind typischerweise so ungemütlich eisig, dass er wie ein Messer durch meine Kleidung schneidet. Beim Bestellen des Hotdogs stelle ich fest, dass auch die Verkäuferin eine isländische Freundin von mir ist - Reykjavík ist ja so ein Dorf... Da der Wind meinen Hotdog in Rekordgeschwindigkeit abkühlt und meine ungeschützten Hände zu Eisklumpen gefrieren lässt, versuche ich das Essen möglichst schnell in meinen Magen zu befördern.


1:45 Uhr
Während ich dicht an einer Hauswand vorbeischleiche, um dem Wind möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten, stoße ich fast mit dem schwedischen Typ zusammen, den ich seit heute Mittag kenne. Reykjavík ist doch so ein Kaff... Etwas peinlich berührt, versuche ich die Ketchupreste aus meinem Gesicht zu entfernen und den riesigen Bissen Hotdog runterzuschlucken, um nicht wie der letzte Vollidiot auszusehen. Da unsere Unterkünfte in der gleichen Richtung liegen, laufen wir noch ein Stück des Wegs zusammen und tauschen uns darüber aus, welche Bands wir heute gesehen haben. Reykjavíks Hauptstraße, der Laugavegur, hat sich in eine Partyzone verwandelt. Betrunkene torkeln an uns vorbei, Bierflaschen klirren und Isländer schreien sich über die Straße hinweg an. "You would never get into a club in Stockholm if you were that drunk!", sagt der Schwede zu mir. "Well, this is Reykjavík!", sage ich und lache.

03:00 Uhr
Ja, okay vielleicht habe ich mich an der Straßenecke dort hinten etwas verquatscht, wie mir meine Füße und Hände zu verstehen geben. Ungelenk stakse ich die Straße zu meinem Guesthouse hinauf, meine Füße sind taub davon, dass ich solange in der Kälte gestanden habe und meine Hände spüre ich schon gar nicht mehr. Wird wohl Zeit ins Bett zu gehen. Was für ein grandioser Abend! Und das Beste? Das Festival ist noch lange nicht vorbei!


Mich hat das Iceland Airwaves Festival genauso begeistert, wie bereits vor zwei Jahren als ich schonmal dabei war. Ich kann jedem einen Besuch nur wärmstens ans Herz legen und ich träume schon jetzt davon, nächstes Jahr wieder hinzufliegen. Als kleinen Vorgeschmack habe ich wieder eine Liste mit den Musikern zusammengestellt, die mir diesmal am besten gefallen haben. Ausführlichere Musiktipps zur ein oder anderen Band folgen eventuell später noch:
  • Alice Boman (Schweden)
  • Árstíðir (Island)
  • Cheek Mountain Thief (Island)
  • Júniús Meyvant (Island)
  • Kaleo (Island)
  • La Luz (USA)
  • Lay Low (Island)
  • Marius Ziska (Färöer)
  • PINS (Großbritannien)
  • Rachel Sermanni (Schottland)
  • Tiny Ruins (Neuseeland)
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18. November 2014

Instagram Photography: Iceland Airwaves 2014

Wer mir auf Instagram folgt, hat es vielleicht schon mitbekommen: Dieses Jahr war ich wieder zum Iceland Airwaves Music Festival in Island! Neben coolen Konzerten und der Entdeckung toller neuer Musiker, habe ich es ebenso genossen, wieder in Reykjavík zu sein. Außerdem durfte natürlich auch ein kleiner Ausflug in Islands atemberaubende Landschaft nicht fehlen. Mehr Impressionen und Musikempfehlungen vom Iceland Airwaves wird es demnächst noch geben, aber heute möchte ich zunächst ein paar erste Eindrücke mit euch teilen. Für mehr Reisefotos folgt mir doch auf Instagram unter soley_sykurflos.

Beim Spaziergang durch die Stadt habe ich einige alte und neue Dinge (wieder)entdeckt. Natürlich durfte ein Besuch der Hallgrímskirkja, von deren Spitze man einen tollen Ausblick über die Stadt hat, nicht fehlen.

Wie schon bei meinem letzten Besuch des Festivals war die Stadt wieder im musikalischem Ausnahmezustand. Neben den abendlichen Konzerten gibt es auch während des Tages kostenlose Konzerte an allen möglichen Orten in der Stadt. Hier zu sehen (v.l.): Rachel Sermanni, Horse Thief & Alice Boman.

Auch ein bisschen Shopping durfte nicht fehlen und ich machte mich auf die Suche nach einem neuen Lopapeysa. Außerdem wagte ich ein kleines Experiment und besuchte in Reykjavík das weltweit einzige Penismuseum.

Zusammen mit einigen Freunden ging es für einen Tag auf einen kleinen Roadtrip entlang Islands Südküste. Wir sahen unter anderem den Seljalandsfoss, den Skogafoss und Vík mit seinem schwarzen Sandstrand.

Island im Winter hat seinen ganz besonderen Reiz. Während sich in der Umgebung der Wasserfälle eine zauberhafte Eisschicht bildet, wird Reykjavík bereits durch die Weihnachtsbeleuchtung erhellt.

Typisch Isländisch ist diese Trinkschokolade (Kókó mjólk). Außerdem habe ich mir CDs von den Musikern gekauft, die mich dieses Jahr am meisten begeistert haben. Und zu guter Letzt fand ein neuer Lopapeysa seinen Weg zu mir!

Am liebsten würde ich bereits jetzt schon meinen nächsten Trip zum Iceland Airwaves 2015 planen, aber leider ist Island ja so teuer. Trotzdem kann ich dieses wunderbare nur jedem Musikliebhaber empfehlen!
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9. November 2014

Tipps: Wie lerne ich am besten eine neue Sprache

Eines Tages bekam ich von einer Leserin die Frage gestellt, ob ich ihr einen Rat geben könnte, wie man am besten eine neue Sprache lernt. Ich selber habe jahrelang Englisch und Französisch in der Schule gelernt und außerdem zwischendurch auch etwas Chinesisch. Doch erst als ich 2012 mein Auslandssemester in Island verbracht habe, kam es dazu, dass ich wieder angefangen habe eine neue Sprache zu lernen. Isländisch ist unglaublich schwierig, sodass ich ein Jahr später angefangen habe Schwedisch zu lernen, was deutlich einfacher ist.
Doch wie lernt man eine neue Sprache am besten? Ein Geheimrezept gibt es meiner Meinung nach nicht, da jeder anders lernt und auf verschiedene Methoden anspricht. Dennoch denke ich, dass es einige Tipps gibt, die dabei helfen eine neue Sprache möglichst effektiv und gut zu lernen. Natürlich beruhen diese nur auf meiner eigenen Erfahrung, trotzdem möchte ich sie heute mit euch teilen!


Kontinuierliches Lernen und Regelmäßiges Wiederholen
Genau das sagt wohl auch jeder Sprachlehrer, aber (leider) entspricht das wohl auch der Wahrheit. Vor allem wenn man gerade anfängt eine Sprache zu lernen, ist es wichtig von Anfang an am Ball zu bleiben. Das heißt im Klartext: sich feste Zeiten setzen, wann man den Stoff wiederholt und regelmäßig Vokabeln und Grammatik lernen. Damit ist der erste Schritt getan, um sich schnell ein fundiertes Grundwissen anzueignen.

Selbstständige Beschäftigung mit der Sprache
Ich habe festgestellt, dass es wirklich hilft nicht nur den Stoff aus dem Sprachunterricht zu wiederholen, sondern sich auch während des Alltags möglichst oft mit der Sprache zu konfrontieren, sobald man ein gewisses Sprachniveau erreicht hat. Das heißt Bücher oder Texte in der Fremdsprache zu lesen, Filme oder Serien (möglicherweise mit Untertiteln) zu schauen oder nebenher einen Radiosender aus dem Land zu hören. Ich mache Letzteres oft über das Internet, denn dort kann man verschiedene Sender aus allen möglichen Ländern finden. Dabei trainiert man nicht nur sein Hörverständnis, sondern bekommt auch ein ganz gutes Gefühl für die Sprache und bekommt nebenher noch mit, welche Musik die Menschen dort hören.

Anwendung der Sprache
Oft entsteht das Problem, dass man eine Sprache schon recht gut verstehen kann, aber einem die praktische Anwendung fehlt. Dabei lernt man eine Sprache, um sie später auch sprechen zu können! Um seine Kenntnisse in Alltagssituationen anwenden zu können, empfehle ich daher, euch Brieffreunde oder Sprachpartner zu suchen (möglichst Muttersprachler!) mit denen ihr die Sprache üben könnt. Es hilft ungemein, wenn man öfters mit jemandem in der entsprechenden Sprache schreibt oder sogar spricht. Denn nur so geht einem die Sprache irgendwann immer leichter von der Hand.

Perfektionierung der Sprache
Alles was ich bis hierhin beschrieben habe, ist wichtig zum Erlernen einer Sprache, aber so richtig lernt man eine Sprache erst, wenn man komplett in sie eintaucht. Und das geht nur in einem Land, wo diese Sprache gesprochen wird. Wenn ihr die Möglichkeit habt, geht auf jeden Fall für einige Zeit ins Ausland, um dort zu leben und die Sprache zu lernen. Ihr werdet bereits nach kurzer Zeit merken, dass ihr schnelle Fortschritte macht. Euer Hörverständnis verbessert sich durch eure tägliche Beschäftigung mit der Sprache ungemein und auch euer Wortschatz wird sich schnell erweitern, einfach weil ihr überall mit neuen Wörtern konfonriert werdet - egal ob auf der Straße oder im Supermarkt. Zu guter Letzt lernt ihr nur im Ausland richtig zu sprechen, da ihr es mit Muttersprachlern zu tun habt und nicht wie im Unterricht 5 Minuten Zeit habt, um über einen Satz nachzudenken. Am Anfang mag einem das noch schwer fallen, aber irgendwann macht man schnell Fortschritte und kann die Sprache dann auch fließend sprechen.

Nicht aufgeben!
Am Anfang macht man meist noch schneller Fortschritte, da die Grammatik noch einfacher ist. Später hingegen hat man das Gefühl, dass es immer schleppeneder vorwärts geht. Aber es ist wichtig sich immer wieder selbst zu motivieren. Es ist ganz normal mal einen Durchhänger zu haben, aber wer weitermacht, wird auch irgendwann wieder Erfolgserlebnisse haben!


Was sind eure Tipps zum Lernen einer Sprache? Und welche Sprachen sprecht ihr selbst?
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